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VMware View für die Schule

Deskopvirtualisierung und Anwendungsmanagement mit VMware Horizon.

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VMware View für die Schule

Beitragvon Wurzerl » 27.12.2009, 13:31

Liebe Leute,

unsere Schule plant die Anschaffung einer neuen EDV-Umgebung.

Das Konzept sieht folgendermaßen aus:

Im ersten Schritt sollen 50 Rechner über mehrere Klassenräume verteilt und 1 Server installiert werden. Später sollen es bis zu 120 Arbeitsplätze werden.

Standardmäßig soll Windows 7 und ein MS Officepaket zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich soll auch die Bearbeitung von Fotos und Videos für Projekte, Vorführungen etc. möglich sein.

Wichtig dabei ist, daß die Schüler nicht allzu viele Schräubchen drehen können, bzw. daß ein Wiederherstellung rasch möglich ist. javascript:emoticon(':shock:')

Nach allem, was ich mir bisher angelesen habe, soll dies ja mit VMware View eventuell möglich sein.

Derzeit ist eine, mittlerweile viel zu klein und zu altes, Windows 2000 Domäne mit entsprechend alten Rechnern, für einen IT-Raum und das Lehrernetzwerk in Betrieb.javascript:emoticon(':oops:')

Vielleicht könnt Ihr mir bitte ein paar Fragen dazu beantworten:

1) Ist dieses Szenario komplett mit VMware View und ThinClients bzw. den alten Rechnern realisierbar? Oder sollen für die Foto und Videobearbeitung normale PC´s angeschafft werden?

2) Wieviele und welche Server sollten hierzu beschafft werden (Prozessor, Hauptspeicher, Festplatten etc.)

3) Die nicht unwesentliche Frage nach den Kosten, wenn wir soviel wie möglich selbst machen möchten (müssen)?javascript:emoticon(':?')

Danke für Eure Hilfe,
lg
Gustav

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Beitragvon PatrickW » 27.12.2009, 14:23

Moin,

also das was die User in ihren Desktops machen dürfen musst du über die Domäneregeln, dazu gibt es nach meinem Kenntnis stadn keine Möglichkeit in View. Desktops über View zurück zusetzen ist relativ simpel (2 Klicks).
Was für einen Server ihr braucht, ist davon abhängig wie viel Resourccen die VMs zugeteilt bekommen. Für die Grafikbearbeitung, würde ich den Weg wählen, separate PCs zu beschaffen, diese aber auch über View zu steuern, also auch mit in den Serverraum.

Wo sitzt den eure Schule? Sonst könnte man sich ja da nochmal vor Ort treffen und einen Vorschlag unterbetreiten.

Und wie hoch ist euer Budget?

MfG

Patrick

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Beitragvon Wurzerl » 27.12.2009, 15:41

Hallo Patrick,

unser liebes Budget ist immer unser größtes Problem. Das zu erreichende Ziel ist eine Ausstattung mit Soft- und Hardware, die auch für die Zukunft (die nächsten 5 - 10 Jahre) ausreichend und erweiterbar ist, wobei die Kosten so gering wie möglich gehalten werden sollten.

Unsere Schule befindet sich im westl. NÖ.

lg
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Beitragvon PatrickW » 27.12.2009, 17:56

Hm,

also ich würden dann sagen, kein zentrales Storage zunächst um die Kosten gering zu halten.
Ein Server mit genug lokalen Platten (12x 500GB SAS Platten im RAID 10), 96GB RAM und 2x Quad-Core mit 2,93GHz oder so.
Der einzige Haken ist, du hast keine Ausfallsicherheit, wenn der Server ausfällt steht alles.

Wo genau liegt NÖ? Kann damit nichts anfangen.

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Beitragvon irix » 27.12.2009, 18:59

Moin,
definiert so genau wie moeglich die Anforderungen als auch die Begebenheiten. Des weiteren stellt der Schul bzw. Lernbetrieb etwas anderes da als Schulungs- und Firmenalltag. Fuer Aussenstehende ist das schwer auszumachen wo da die Schwerpunnkte liegen bzw. wie diese zu Bewerten sind. Letztendlich wird ja auch Ausschreibung durchgefuehrt und die sollte so genau wie Moeglich sein.

Hinzu kommt das das Thema nun nicht neu ist und es ja schon zig umgesetzte Konzepte gibt. Ergo sollten mal die gefragt werden die mit so einem Konzept nun schon laenger leben und was es an Vor- und Nachteilen gibt, bzw. warum man es gerade "so" umgesetzt hat.

- Terminalserver (ob phy. oder virtuell lass ich mal dahingestellt)
- VMware View bzw. XEN Desktop
- Verteilung von Installierenbaren Images ala Ghost oder anderen PXE Loesungen
- Linuxdesktops anstelle von Windows bzw. Mischbetrieb

Wer mit einem der beiden VIEW Bundles beginnt dem sollte klar sein das diese Loesung nur dazu benutzt werden darf eine vDesktop Infrastruktur zu betreiben und keine Server Workloads. Ob vCenter/Connectionbrooker usw. da eine Ausnahme bilden kann ich garnicht sagen.

Wer glaubt das er einfach so mal eben ein paar Windows Workstations als virtuelle Desktops bereits stellt um dann von Thin/Fat Clients zugreifen der hat die Rechnung ohne die Herren Redmond gemacht. Aehnlich zu den Terminalserver CALs gibts dafuer auch eine Strafsteuer, Das ganze ist als VECD (un)bekannt und hat viele wenn und aber die man nur Aufloesen kann wenn eine Ist Aufnahme gemacht worden ist.

Die Anforderung von 50 - 120 Clients ohne eine Zeitdefinition zuhaben wann 120 erreicht werden macht es schwer eine Systemauslegeung zutreffen. Wer gleich auf 120 geht hat am Anfang eine Überdimensionierung. Das heist es sollte ein System/Loesung her welche wachsen kann was aber auch gleichzeitig bedeutet das zum Zeitpunkt X in Hard und Software, in Form von Lizenzen, investiert werden muss.

Ich habe noch von keinem Windows 7 Virt. Desktop Projekt gehoert und auch die welche es mit Vista gemacht haben lassen sich gut ueberschauen. Die meisten haben WinXP gewaehlt weil hier eine mehrjaehrige Erwahrung was das downsizing angeht Verfuegbar ist. Die ueberhoehten Systemanforderungen von Vista/Win7 kommen dann noch dazu.

Ob VMwares neues PCoIP fuer Bild- Videobearbeitung taugt haengt sehr von der Art des Clients ab. Das was gemacht wurde ist die Workload von der VM auf den Client auszulagern... dumm nur wenn da ein schwachbrüstiger ThinClient steht. Je nach Anforderung muss man hier also zweigleisig fahren.

Kennzahlen von vDesktop Projekten was IOPs und Speicher angeht gibts ja nun schon mehrere. Allerdings die Frage von oben in wiefern es um Schulbetrieb anders aussehen kann. In einer Firma kommen selten alle Punkt 08:00 und druecken gleichzeitig auf einen Knopf oder starten das Programm X. So einen unschoenen "Bootstorm" will man normal nicht erleben :).

Zur Überpruefung wuerde man einfach vorab mal eine entsprechende VM erstellen mit allen spaeteren Programmen und protokollieren was diese im Verlauf so verbrauchen.

Das ganze muss ja dann Administrierbar sein und gepflegt werden. Wenn man also nochmal an VMware View und die Linked Clones denkt stellt sich die Frage wer die Golden Masters pflegt was Virenschutz und MS Patches angeht.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Wurzerl » 27.12.2009, 22:45

Hallo Leute,

in erster Linie geht es einmal darum verschiedene Szenarien zu prüfen, ob diese

für den Unterricht zweckmäßig
kostensparend und
einfach zu verwalten sind.

Windows Lizenzen (Server, Clients) müssen sowieso neu angeschafft werden, stellen hiermit also kein Problem dar.

Variante "nur PC´s"
+ Jede beliebige Software kann darauf installiert werden
- Auch von den Schülern, die oft mehr drauf haben als unsereins (':twisted:'),
Erweiterbar nach Modellwechsel oft problematisch, der Zeitaufwand der Wiederherstellung kann dann möglicherweise nur mit zusätzlichen Kosten durchgeführt werden.

Variante "ThinClients" (VMware View, XENDesktop)
+ einfache Systemwiederherstellung und Verwaltbarkeit, gemeinsame Oberfläche, eventuell Möglichkeit Bildschirminhalte umzuschalten (Lehrer <-> Schüler) falls dies möglich ist, Erweiterbarkeit hardwareunabhängig?
- lokale Schnittstellen für Video- und Bildbearbeitung ev. nicht oder nur schwer möglich.

Bezüglich der Zeitdefinition sollen die 50 sobald wie möglich betriebsbereit sein, eine Erweiterung soll dann je nach Budget in den nächsten Jahren erfolgen können.

Der Schulbetrieb erfordert nicht die gleichen Bedingungen wie ein Bürobetrieb, der EDV-Anteil ist und wird auch in Zukunft enorm wachsen. Jedoch sollen an unserer Schule die Techniken vermittelt werden, die auch im Arbeitsleben oder an einer weiterführenden Schule von Vorteil sind.

Bevor die Ausschreibung beginnt, sollen diese Fragen soweit wie möglich ein realistisches Fundament bekommen, da wir mit dem neuen System ja doch einige Zeit auskommen werden müssen.

@ Patrick NÖ = Niederösterreich (';)')

lg
Gustav

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Beitragvon tr » 07.01.2010, 13:34

Hi
also ich hab das erst vor kurzem in einer schule mit 50 PCs eigerichtet.
Wir haben dazu einen Modular Server mit 3 Modulen mit jeweils 2x Xeon mit 2,4 GHZ und 2 X 94 GB Ram und ein mal 12 GB Ram. Wobei die mit mehr ram für die clients da sind.
Mit findeo und foto software hatten wir nur einaml ein problem das lag aber an der version also da würde ich dir raten einfach mal zu testen wobei ich da mit der vm hotline geredet habe und die gesagt haben die arbeiten da an was damit alle gehen.
Wenn du noch fragen hast kannst du dich gerne melden.


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