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Datacore SANSymphonyV - Mirror

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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Datacore SANSymphonyV - Mirror

Beitragvon mullfreak » 10.10.2011, 21:22

Hallo,
kriege es in der Testumgebung nicht gebacken die Virtual Disks zu spiegeln.
Wenn ich eine neue Virtual Disk anlege, ist der RadioButton Mirrored ausgegraut.
Genau diese Funktion interessiert mich.
Wie krieg ich es hin?

Nutze die 30-Tage-Eval.

Gruß und danke.

Markus

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Beitragvon irix » 11.10.2011, 07:47

Hast du die Ports spezifiziert welche fuer die Replikation verwendet werden sollen?

Gruss
Joerg

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Beitragvon mullfreak » 11.10.2011, 20:08

Hallo Jörg,
danke für Deine Antwort. Das mit den Ports habe ich noch nicht ganz verstanden.
Du schreibst für die Replikation, diese funktioniert ja bereits ohne große Einstellungen. Ich kann also eine Virtual Disk über den Replication-Tab zur Replikation einrichten. Das funktioniert.
Ich will aber, dass bei Ausfall einer Seite der Server weiterhin verbunden ist und weiter verfügbar ist. Dazu verwende ich einen W2K8 R2 als Dateiserver mit dem MS iSCSI-Initiator zum testen. Wenn das funktioniert, dann vCenter, etc.
Wenn ich nun eine neue Virtual Disk anlege, kann ich Mirrored nicht auswählen. Ist ausgegraut und nur Non-mirrored wählbar.
Nur dann ist ja eine Seite lauffähig bei Ausfall der anderen Seite???
Gruß
Markus

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Beitragvon mullfreak » 11.10.2011, 20:14

Ok, ich habe jetzt eine Netzwerkkarte in dem ersten Datacore-Server.
Unter den Ports wird mir angezeigt:
--LoopbackPort
--Microsoft iSCSI-Initiator (BE, MR)
--Server iSCSI Port 1 (FE, MR)

Reichen diese für einen Mirror?

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Beitragvon bla!zilla » 13.10.2011, 20:21

Du solltest dir einen DCIE oder einen Partner dazuholen, der sich damit auskennt. Das ist mit Sicherheit Zielführender als mit der Eval zu testen. Zumal sich so Fragen zum Setup direkt beantworten lassen.

Die Infos sind ein wenig knapp. Du brauchst ZWEI DataCore Storage Server. Diese müssen zu einer Server Group gehören. Die NICs für Front-End und Mirror sollten/ müssen in unterschiedlichen IP-Subnetzen sein. Die Front-End NICs verwendest du am Initiator als Targets. Die Mirrorports dienen NUR für den synchronen Spiegel von Virtual Disks. Dir Mirrorports müssen am jeweils anderen Storage Server als "logged in" markiert sein (siehst du bei den "Remote Ports". Beim Microsoft iSCSI Inititiator Port musst du also jeweils die andere Mirror-Port NIC als Target hinzufügen. Erst danach haben die Storage Server überhaupt eine Verbindung, die für einen Mirror genutzt werden kann. Dementsprechend kannst du dann auch erst bei einer Virtual Disk auswählen, ob du sie spiegel willst oder nicht.

Das Setup einer SSV Umgebung ist ein wenig komplexer als es die Software vermuten lässt. Da kann man schnell einen Fehler einbauen der zu Lasten der Verfügbarkeit und/ oder Performance geht. Nicht umsonst geht DataCore den Weg, dass eine gespiegelte SSV Umgebung NUR von einem DCIE installiert und gewartet werden darf. Andernfalls nimmt DataCore die Installation nicht unter Support. Zudem wird ein strenger Installationsprozess mit Site Planning Checklist, Pre-Installation Checklist und Functional Test Plan vorausgesetzt.

Bei Fragen zu SSV kann ich gerne weiterhelfen. Bin selber DCIE und kenne DataCore seit SMY2 bzw. SYM6.

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Beitragvon mullfreak » 13.10.2011, 20:30

Hi blazilla,
danke für die ausführliche Antwort! Leider kann ich erst wieder Samstag oder Sonntag ein wenig testen. Einfach keine Zeit...

Nach Gesprächen mit weiteren Systemhäusern mit anderen Lösungen (NetApp, EMC, BlueArc) legen die Ihre Bedenken dar, was DataCore betrifft (Windows-Server, nicht performant genug für HPUX mit OracleDB (ERP-Bereich), usw.
Ich selbst hab längere Recherche betrieben zu DataCore. Berichtet wird nur positives.

Momentan steht in der ganz engen Auswahl zwei HP DL5xx Server für die DataCores mit 72GB RAM und eingebauten SSD´s. Dazu zwei HP Pxxxx (keine MSA´s) als Storage mit 146GB 15k Platten SAS. So könnten wir das Tiering nutzen.

Für CIFS stehen zwei HP NAS-Systeme bereit mit einem DFS-Stamm unter W2K8 R2. LUN´s natürlich von DataCore.

Why not?

Gruß
Markus

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Beitragvon bla!zilla » 13.10.2011, 23:42

Es gibt keinen Grund DataCore nicht einzuführen, man muss nur einen Usecase haben. Mein Brötchengeber reitet auch nicht nur auf der DataCore Welle. Je nach Kunde und Anforderungen ist es eine Option oder auch nicht.

Gegen die angedachte Config spricht nichts. Die DL580 sind sicherlich wegen der IO Slots interessant. Wird das eine reine iSCSI Umgebung? DL380 G7 sind nicht ausreichen von der IO Slot Anzahl? Wir haben Installation mit MSA2000/ P2000 und DAS MSA Lösungen. Funktioniert beides, kommt halt darauf an was man möchte und welche Features man nutzen will. Gegen die Kombination P812/ D2x00 spricht gar nichts. Aber darauf achten in jedem Fall Dual-Domain Module und Dual-Path SAS Platten.

Noch mal: Es kommt auf den Usecase an. DataCore bewirbt auch ganz heftig Installationen mit Hyper-V im Backend. Da läuft auf zwei physikalischen Servern SSV und zusätzlich die Hyper-V Rolle. Auf jedem Server läuft dann noch eine W2K8 R2 VM und beide bilden ein Fileserver-Cluster (kann ja auch Basis für einen Standalone oder Domänen-DFS sein). Das Konzept habe ich aber bisher nur mal im Lab durchgespielt. Nett, aber sowas hochintegriertes würde ich bei Kunden derzeit nicht einsetzen. So groß kann der Budget-Druck gar nicht sein.

Welche Lösung es am Ende wird hängt vom den Anforderungen und dem Pflichtenheft ab. Je besser man seine Anforderungen spezifiziert, desto besser kann man ein System aussuchen. Es ist aber fatal ein System nur nach Killerfeatures wie Seamless Failover, Cachegröße o.ä. auszusuchen.

Wichtig ist, dass du dir einen Partner suchst der sich damit auskennt, also zwingend einen DataCore Partner. Anders bekommst du die Installation auch nicht bei DataCore durch - DCIE ist halt Pflicht. Sprich auch mit Referenzkunden bezüglich Erfahrungswerten. Viele IT-Leiter und CIOs fühlen sich "gebauchpinselt" wenn sie mal berichten dürfen. ;) Sowas ist sicherlich besser als PowerPoint Blättchen oder Marketing PDFs... DataCore hat ein exzellentes Marketing. ;)

Interessant das du HP-UX und Oracle ansprichst. Können das Thema gerne mal per PN besprechen. Mir ist eine sehr große HP-UX/ Oracle Installation mit SANsymphony 7 bekannt und auch die dort aufgetretenen Probleme und Lösungen.

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Beitragvon mullfreak » 23.10.2011, 15:27

Hallo blazilla,

hier mal die jetzige Hardware-Aufstellung einer Datacore-Umgebung:

2x DataCore-Server:
HP DL785 G6
4x AMD Opteron 6-Core
64GB RAM
2x NC371i
SmartArray P400i + Drive Cage
1GB Upgrade für P410i
P812/1GB SAS-Controller
16x 146GB SAS 15k SFF
3x HP 82E 8GB Dual Channel FC HBA

2x Storage:
HP D2600 Disk Enclosure
8x 450GB 6G SAS LFF 15k
4x 2TB 6G SAS 7.2 LFF MDL

1x Bandlaufwerk:
HP MSL4048 2x LTO-4 Ultrium 1840 FC Library

4x Switches:
HP 8/24 SAN Switch Base 16 Full Fabric Ports
Aktiv: 16 Ports

Was meinst Du dazu? Sollte passen oder?

Gruß
Markus

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Beitragvon bla!zilla » 23.10.2011, 20:42

HP DL785 G6?? Wer will euch denn da abzocken? Sollen interne Platten und D2600 in den Pools kombiniert werden? Ziemlich krudes Setup... Ich würde die HP 82Q nehmen, aber das ist Geschmackssache. Warum die FC-Switches als Base und nicht PowerPack? Ich denke da speziell an ISL Trunking.

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Beitragvon mullfreak » 23.10.2011, 20:50

Hi,
danke für die Hilfe und Ratschläge. Kann ich momentan gebrauchen bei den ganzen Hersteller, Features, Verhandlungen, etc. :-)

Die DL785 sind gar nicht so teuer...
Interne Platten sollen für das Auto-Tiering verwendet werden. Lt. Anbieter wirkt sich das extrem auf I/O aus. Das würde also der schnellste Pool werden. Später evtl. SSD nachstecken. So die Aussage.
HP82Q kann in das Angebot übernommen werden. Halte Rücksprache.
Die Switche sollten Lizenz für ISL Trunking enthalten. Ebenfalls Rücksprache.

Dann entnehme ich:
Keine Kombination von DAS und internen Platten. Unbedingt ISL Trunking!

Passt?

Gruß
Markus

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Beitragvon bla!zilla » 23.10.2011, 21:14

Die 785 sind für den Zweck der reinste energetische Unsinn. ISL Trunking ist nur im PowerPack enthalten. Interne Platten würde ich auch nicht machen. Eher DL380 G6 und die Platten in eine oder zwei D2600 oder besser 2700. Hat dein Anbieter an das Dual Domain Modul gedacht? Die 4 SATA sind Mist. Dann lieber 8x 1 TB, sonst ist der Verschnitt zu hoch, zudem dauert der Rebuild bei 2 TB länger.

Wenn du ein Angebot brauchst: Meine Firmenkontaktdaten hast du ja sicherlich noch.


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