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Verständnisfrage Crash-Verhalten bei BBU Einsatz

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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Verständnisfrage Crash-Verhalten bei BBU Einsatz

Beitragvon Ticilein » 15.01.2011, 20:06

Hallo zusammen.

ch hab noch eine Verständnisfrage zum anderen Thema:

Ich habe den Controller mit BBU. dementsprechend den WB eingeschaltet.
Was ist aber mit den Platten? diese habe ich im Moment auf WT gelassen.
Warum? Ich habe mir überlegt "Ein Dimm raucht ab. Der Server kippt durch den Kurzen weg. Per BBU schreibt der Controller noch in Richtung Platten. Diese schreiben bei WT sofort weg."
Oder schaffen die Platten auch bei WB noch, die rübergeschubsten Daten weg zu sichern?
Der BBU hängt doch am Controller und nicht noch zusätzlich an der Backplane der Platten? Oder bekommen die Platten noch übern Controller soviel Saft, daß sie WB ausführen können?

Wie gesagt, da bin ich mir jetzt nicht im Klaren. Ich hab dazu auch nix gefunden.

So steht jetzt adaptive read, write back, disk cache disabled und direct IO im Controller. von den 256 wollte ich noch auf 128 runter, da der Exchange als 2010 größere Pakete schiebt und die normalen Files recht groß sind.


Dann noch bez. NIC im Gast. Ist es kontraproduktiv, einem Gast zwei vNic zu verpassen? Oder erhöht sich der Durchsatz dadurch?


Gruß Nico

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Beitragvon irix » 15.01.2011, 20:34

Die BBU dient einzig und alleine dazu den Cachespeicher des Controllers zu sichern und hat nichts mit dem internen Cache der Platten zutun. Sofern Platten ueberhaupt einen internen Schreibcache haben schalten gute Controller diesen ab da sonst eine Konsistenz nicht gewaehrleistet werden kann da die Platten keine BBU haben. Aus diesem Grund ist die Schreibperformance ja auch so eine Katastrophe ohne BBU.

Wenn man sich mehrstufige Cache Systeme wie FastCache oder auch PAMII anguckt sieht man das diese nur fuer ReadOnly Caching verwendet werden.

Hypbrid Platten sind mir im Serverumfeld noch nicht untergekommen und wollen wir erstmal ignorieren.

Gruss
Joerg

Fuer deine andere Frage mach einen neuen Thread auf oder aendere das Topic so das man sehen kann um was es eigentlich primaer geht.

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Beitragvon Ticilein » 15.01.2011, 20:56

Demnach reicht die Latenz im Spannungsabfall 12 Volt und 5 Volt Schiene der Platten gerade, um diesen das Gecachte unterzujubeln, bevor sie ausdrehen und die Logic nicht mehr genug Saft hat.

Da gingen meine Gedanken schon in die richtige Richtung. Danke Jörg.
Die Platten bleiben also auf WT.

Gruß Nico

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Beitragvon Dayworker » 15.01.2011, 21:03

Sobald die Platte einen Spannungsabfall registriert, ist es Essig mit Lesen/Schreiben und es wäre sogar sehr sträflich, wenn die Platten jetzt noch IO-mäßig versuchen würden, etwas abzuarbeiten...
Da man jeden Server sowieso an einer USV laufen läßt, stellt WB hier absolut kein Problem da und falls man es trotz BBU deaktiviert, bist du selbst Schuld. Dann mußt du halt mit einer miserablen Performance und dem Gejauler der Server-Benutzer leben. ;)

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Beitragvon irix » 15.01.2011, 21:07

Dayworker hat geschrieben:Sobald die Platte einen Spannungsabfall registriert, ist es Essig mit Lesen/Schreiben.
Da man jeden Server sowieso an einer USV laufen läßt, stellt WB hier absolut kein Problem da und falls man es trotz BBU deaktiviert, bist du selbst Schuld. Dann mußt du halt mit einer miserablen Performance und dem Gejauler der Server-Benutzer leben. ;)


Er bezog sich auf den internen Cache der Platten und hat da anscheinend die Moeglichkeit zusaetzlich zwischen WT oder WB zuwechseln. Auf dem Controller hat er nun dank BBU auf WB umgestellt.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Ticilein » 15.01.2011, 21:13

bezüglich der zweiten Frage habe ich gerade nen Test gefahren. Zwischen den Gästen hat er mit bis zu 173 MB/s geschoben. Der Ethernet spezifische Deckel kommt hier bei mir nur bei den pNics zum Tragen.
Höchstwahrscheinlich wird ein Teaming der vNics wohl sowieso nicht gehen.
Die konfigurierbare zusätzliche vNic kann ich mir gut bei nem ISA Server o.ä. vorstellen. Also, wo Routing etc gebraucht wird.

Einen neuen Thread brauchen wir wohl nicht mehr.

Gruß Nico

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Beitragvon Dayworker » 15.01.2011, 21:14

Okay, aber welchen Sinn sollte dieses doppelte Caching von Controller und Platte(n) machen?
Der Controller-Cache ist doch dort mit mindestens 256MB bisher immer wesentlich größer als jede mir bekannte Platte mit ihren 64MB Cache. Jeder Cache vergrößert doch die Latenz zusätzlich und beim Schreiben kommt es ja gerade auf eine möglichst geringe an...

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Beitragvon Ticilein » 15.01.2011, 21:21

Dayworker hat geschrieben:Sobald die Platte einen Spannungsabfall registriert, ist es Essig mit Lesen/Schreiben.
Da man jeden Server sowieso an einer USV laufen läßt,...


Vor zwei Tagen kam ein Anruf, Outlook geht nicht. Ich per Remote nur bis zum ersten Konzentrator gekommen, kein Zugriff zum Server-Raum. Ein Angestellter sagte dann, hier geht kein einziges Licht mehr! Alles dunkel (juchu) Laut den noch vorhandenen Logs hat es einen kurzen Stromausfall gegeben. Die USV wollte alles einpacken, dann war der Strom wieder da, die USV wollte wieder hochschalten und hat den FI im Stromkasten gekickt. Soviel zum "Vertraue einer USV" :roll:


irix hat geschrieben:Er bezog sich auf den internen Cache der Platten und hat da anscheinend die Moeglichkeit zusaetzlich zwischen WT oder WB zuwechseln. Auf dem Controller hat er nun dank BBU auf WB umgestellt.


Genau!! 8)

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Beitragvon Ticilein » 15.01.2011, 21:25

Dayworker hat geschrieben:Okay, aber welchen Sinn sollte dieses doppelte Caching von Controller und Platte(n) machen?
Der Controller-Cache ist doch dort mit mindestens 256MB bisher immer wesentlich größer als jede mir bekannte Platte mit ihren 64MB Cache. Jeder Cache vergrößert doch die Latenz zusätzlich und beim Schreiben kommt es ja gerade auf eine möglichst geringe an...


Jup, 512 MB, und genau das habe ich mir ja auch gedacht. Daß das Ganze dann so lahm wird, daß er das Wegschreiben nicht mehr schafft. Daß dies im Normalfall genauso bremst, kommt ja noch dazu.
Wir schwingen gerade auf gleicher Welle. ;)

Gruß Nico

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Beitragvon Dayworker » 15.01.2011, 21:44

Ticilein hat geschrieben:Vor zwei Tagen kam ein Anruf, Outlook geht nicht. Ich per Remote nur bis zum ersten Konzentrator gekommen, kein Zugriff zum Server-Raum. Ein Angestellter sagte dann, hier geht kein einziges Licht mehr! Alles dunkel (juchu) Laut den noch vorhandenen Logs hat es einen kurzen Stromausfall gegeben. Die USV wollte alles einpacken, dann war der Strom wieder da, die USV wollte wieder hochschalten und hat den FI im Stromkasten gekickt. Soviel zum "Vertraue einer USV" :roll:

In meinen Augen ist das eine ungeschickte Ansteuerung der USV...
Wenn der Strom innerhalb eines Zeitfenstern wieder zurückkommt, können die VMs doch online bleiben und ansonsten werden die VMs von der USV runtergefahren und da bleiben sich auch erstmal.
Unabhängig von Kapazität und Art der USV ist es in meinen Augen als normal anzusehen, daß sich der FI-Schalter verabschieden kann. Zumal jede USV am Eingang schon eine Sicherung hat und damit der FI-Schalter sogar hinderlich ist.
"Dazu vergleicht der Fehlerstromschutzschalter die Höhe des hin- mit der des zurückfließenden Stromes. Die vorzeichenbehaftete Summe aller durch den Fehlerstromschutzschalter fließenden Ströme muss bei einer intakten Anlage Null sein. Anders ausgedrückt muss der Strom zum Verbraucher genauso groß sein wie der Strom, der vom Verbraucher zurückfließt." und das kann bei einer USV nunmal nicht der Fall sein. Sobald die USV wieder Dauerspannung bekommt, werden deren Ausgänge wieder versorgt und zeitgleich auch der Speicher aufgeladen...

[edit]
Ich bin kein Elektriker und könnte damit auch daneben liegen. Wenn es jemand besser weiß, darf man mich gerne korrigieren. ;)

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Beitragvon e-e-e » 15.01.2011, 21:46

Hallo,

welcher Depp hat denn eure E-Anlage geplant und installiert? Vor Servern incl. USV FI-Schutzschalter einzusetzen, bei den Ableitströmen der Netzteile, ist aber mehr als daneben. Wenn's unbedingt ein FI sein muss, gibts die auch als selektive Ausgabe (zeitverzögertes Ansprechen) oder mit höheren Fehlerströmen.

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Beitragvon e-e-e » 15.01.2011, 21:53

Hallo Dayworker,

"Dazu vergleicht der Fehlerstromschutzschalter die Höhe des hin- mit der des zurückfließenden Stromes. Die vorzeichenbehaftete Summe aller durch den Fehlerstromschutzschalter fließenden Ströme muss bei einer intakten Anlage Null sein. Anders ausgedrückt muss der Strom zum Verbraucher genauso groß sein wie der Strom, der vom Verbraucher zurückfließt."

ich glaube da hast du was falsch verstanden, das hat nichts mit den Akkus zu tun. In Idealfall fließt natürlich auch beim Aufladen der Akkus der Strom wieder zurück ins Netz, aber alle Halbleiterbauelemente und die Entstörkondensatoren usw. lassen Teilströme zum Schutzleiter fließen und damit nicht mehr durch den FI zurück. Das bringt dann Probleme mit sich.

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Beitragvon Ticilein » 15.01.2011, 22:06

ja hee,

da kommen ja richtig wichtige Sachen hoch.

die Installation des Serverraumes ging sowieso gehörig an mir vorbei. Da wurden bei einem Büro daneben die Telefonleitungen vergessen !!!
Ergebnis: Ich hatte vom ersten Konzentrator weg nur noch die Hälfte der Lan Leitungen, weil sie die als Telefon-Leitungen zweckentfremdet hatten.

Da werde ich doch glatt mal zum 3. GF laufen müssen. Der bringt solche Sachen flott in die Gänge.

Danke für das Hände über den Kopf schlagen!

Gruß Nico


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