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Veeam B&R 4.1

Verfasst: 08.01.2010, 15:02
von TOM_M
Hallo,

ich habe hier nun Veeam Backup&Replication installiert um zu sehen, was damit alles
möglich ist. Backups, meiner VMs, laufen schon auf eine NAS im Netz und nun spiele
ich mit "Copy" und "Replic" - dazu habe ich eine Frage!

Wenn ich eine VM auf meinem SAN kopieren oder repliziere und müsste diese irgendwann
scharfschalten, wie muss ich dazu vorgehen?

Ist diese überhaupt sinnvoll??

Danke für alle Tipps

CU
TOM

Verfasst: 08.01.2010, 21:55
von GTMK
Mir kommen im wesentlichen zwei Gründe in den Sinn, Replikate herzustellen: Beschleunigung von Recoveryprozessen und Erstellung von Testumgebungen.

Wenn du bspw. ein Replikat auf einer anderen Storageeinheit erstellst, ist das vergleichbar damit, sozusagen schon "auf Verdacht" ein Backup deiner Maschine zurückzuspielen, sodass du den eventuellen Verlust eines Storage abfedern und die Maschine schneller wieder online bringen kannst. Je nach Alter des Replikats musst du aber trotzdem noch die Anwendungsdaten vom Backup nachziehen (außer bei "statischen" Maschinen). Windows-Maschinen werden u.U. auch neu in die Domäne gebracht werden müssen, wenn sie zwischenzeitlich das Maschinenpasswort geändert haben.

Außerdem kannst du dir mit Replikaten eine Spielwiese erstellen, auf der du in einem abgetrennten Netz Dinge durchtesten könntest, von der du in der Produktion lieber die Finger lässt oder schlecht rückgängig machen kannst (AD- und Exchange-Migrationen bspw.).

Georg.

Verfasst: 11.01.2010, 09:46
von TOM_M
Hallo,

mein Ziel ist ein Replikat des Mail-Servers. Bisher wurde der Mail-Server jede Nacht
auf Band gesichert und im "Ernstfall" fehlten dann die Mails seit der letzten Sicherung!
Die Wiederherstellungszeit des Servers war auch nicht gerade schnell, denn die
Mail-DB ist zwischenzeitlich bei 50GB.

Wenn ich nun nachts ein BAckup oder ein Copy (oder auch beides) mit Veeam mache
(auf mein NAS) und tagsüber eine Replikation direkt auf der SAN, könnte ich im Ernstfall
einfach meine Replikation in Betrieb nehmen und wäre innerhalb ein paar Minuten wieder
auf den Beinen!!
Die fehlenden Mails könnte ich aus der letzten Datensicherung wieder zurückholen.

Liege ich da richtig??

CU
TOM

Verfasst: 12.01.2010, 19:11
von GTMK
Über was für einen Mailserver reden wir? Wann und wie oft willst du replizieren? Wann, wie oft und wie sicherst du deinen Mailserver?

Georg.

Verfasst: 15.01.2010, 08:11
von TOM_M
Hallo,

unser Mailserver ist Exchange - läuft auf einem W2K Server!
Der Server wird/wurde bisher von BackupExec (auf Band) täglich gesichert. Mit Veeam
habe ich nun auch dieses tägliche Backup gebaut (auf ein NAS) und nun spiele ich ein
bisserl mit der Replikation auf dem SAN. Somit könnte ich im Ernstfall, innerhalb weniger
Minuten, wieder anlaufen falls mir irgenwer/irgendwas meinen Exchange zerstört hat!

Richtig??


CU
TOM

Verfasst: 15.01.2010, 11:40
von JMcClane
Bei W2k funktioniert das VSS leider nicht mit dem Exchange. D.h. im laufenden Betrieb kann man den Exchange nicht sichern. Die VM muss runtergefahren oder der Exchangedienst gestoppt werden.
Erst ab 2003 funktioniert VSS mit SQL und Exchange im Zusammenhang mit Veeam.

Verfasst: 15.01.2010, 11:55
von TOM_M
Bist du sicher dass VSS nicht funktioniert??

CU
TOM

Verfasst: 15.01.2010, 17:25
von GTMK
W2K kennt noch kein VSS, wenn ich mich recht entsinne (habe keins mehr im Einsatz).

Du hast also Exchange 2000? Dann musst du, bevor die Replikation startet, die Exchangediesnte herunterfahren und kannst sie, wenn der Snapshot erstellt ist, wieder starten. Ob dies tagsüber in deiner Produktiosumgebung akzeptabel ist, musst du wissen.

Ich bilde mir auch ein, dass du, wenn du das Replikat einmal gestartet hast und die Exchangedienste angelaufen sind, die Logs nicht mehr zurückspielen kannst.

IIRC: Exchange 2003 und höher könnten, wenn das Veeam per VSS für einen konsistenten Zustand sorgt, annehmen, dass du ein Backup gezogen hast, und die Logs abschneiden. Dann funktioniert dein BackupExec nicht mehr anständig... Jedenfalls ist das der Fall, wenn Veeam ein Backup erstellt. Möglicherweise wird bei einer Replikation dem Exchange auch mitgeteilt, dass eine Kopie (kein Backup) gezogen wird; dann würden die Logs nicht angefasst, und es wäre in Ordnung.

Georg.