ich bin Admin (und "nebenberuflich" noch Lehrer) an einer beruflichen Schule und es steht die Anschaffung neuer Serverinfrastruktur an, wobei wir aus folgenden Gründen u.a. an VMWare vSphere denken, wozu ich gerne Eure Meinung hören würde, da ich in dem Thema noch nicht so tief drin stecke und einige Fragen dazu habe:
Vorrangige Ziele:
1. I/O:
Auf dem Server liegen die Homes von ca. 900 Usern. Sehr heterogener Zugriff, während der Unterrichtszeiten natürlich deutlich höhere Last. Noch wichtiger: Wir arbeiten bei den Clients mit einer Imaging-Lösung (Rembo/mySHN), bei der die Images der Clients neben einer Cache-Partition auf den Clients auch auf dem Server vorgehalten werden. Bei einer Imageaktualisierung müssen die kompletten Images (möglichst schnell!) über's Netz auf die Clients transferiert werden, dadurch - und weil nicht alle Clients multicastfähig sind - entsteht eine hohes Datenvolumen über's Netz (die Clients sind per Gbit/s angebunden, Switches sind HP ProCurve, auch beim Coreswitch leider ohne 10Gbit/s).
2. Verfügbarkeit
Auch wenn wir keine Bank und Versicherung sind, zieht ein Ausfall des Servers einen ganzen Rattenschwanz nach sich, so dass wir eine möglichst hohe Verfügbarkeit (HW und SW) anstreben. Zum Einen realisiert durch redundante HW, zum Anderen durch eine automatisierte Failover-Lösung und ein automatisiertes Backup-Konzept mit möglichst einfacher und zuverläassiger Disaster-Recovery-Funktion.
3. Preis
Da wir 'nur' eine Schule sind, ist das Budget leider sehr begrenzt. Ich nehme an, dass wir für Hardware und Lizenzen max. um die 20 k€ liegen dürfen. Kosten für (professionelle) Einrichtung, Wartung und Support kommen aus einem anderen Topf.
Folgende Server sind vorhanden und müssen in dieser Lösung laufen:
1. paedML Linux (Linuxmusterlösung des Landes Baden-Württemberg für Schulen):
- OS: Debian 4 (evtl. demnächst Ubuntu 10.4 LTS Server?)
- Authentifizierung: OpenLDAP
- Webserver: Apache
- Datenbanken: mySQL, PostgreSQL
- Druckserver: CUPS
- Fileserver: Samba 3.4.2
- Mailserver: Postfix / CyrusIMAP
- Groupware: n.n. (wahrscheinlich irgendwann eGroupware)
- Client-Imaging (PXE): Rembo2/mySHN4
- ...
2. Firewall (IPCop 1.4.21):
- LFS mit 2.4er Kernel (!)
- Proxy (Squid)
- OpenVPN
- ...
3. Backupserver für dateibasiertes Backup (NFS-Share)
Darüber hinaus evtl (irgendwann) noch:
4. Nagios Server (evtl auf weiterer physikalischer 08/15-Maschine)
5. Testserver
6. irgendwann MS Lizenzserver (zur Aktivierung von Win 7, s. geklonte Images)
Meine Idee wäre nun Folgende:
- 2 physikalische Server, jeweils mit ESX / vSphere, die sich gegenseitig über HA /FT absichern
- je 1 Quadcore CPU, 2,5 GHz
- genügend RAM (24 GB)
- Verbindung direkt über 10 Gbit/s-Link
- Verbindung in's LAN je über 4*1Gbit/s-Trunk
- 1 (oder 2?) FC-Storages für die Nutzdaten
- 1 USV
Fragen:
- was haltet Ihr von diesem Szenario?
- welche VM-Lizenzen brauchen wir und was kosten entsprechende (Academic) vSphere Lizenzen?
- Mit welchen Kosten würdet Ihr bei diesem Paket insgesamt rechnen? Wo kann man geg.falls sparen?
- kann es SATA oder sollte es SAS (a. in den Servern, b. im Storage) sein?
- Sollte die HA-Verbindung zwischen den Servern 10Gbit/s sein oder reicht hier 1Gbit/s?
- wie viel Platz sollte auf den Servern vorgehalten werden und wie hochverfügbar sollten die Platten dort sein, a. wenn die Nutzdaten doch eh auf dem Storage liegen und b. durch HA bereits Redundanz gewährleistet ist?
- ich habe gehört, dass mit vSphere HA keine Snapshots möglich sein sollen!? Da wäre ein Riesenvorteil von virtualiserten Maschinen doch gleich dahin!?
- Müssen die Daten bei HA unbedingt auf einem externen Storage liegen? Das wäre dann ja wieder ein single point of failure!? Und ein zweites Storage aus Redundanzgründen mit entsprechender redundanter Anbindung (HBAs, FC-Switches etc) sprengt wahrsch. den finanziellen Rahmen!?
Fragen über Fragen
Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,
cibomato