Hilfe für FT und KMU bzw. VmWareFT vs Xen/MarathonVM
Verfasst: 15.10.2009, 00:38
Hallo Leute,
Meine Server-Projekt-Planung steht in der Endphase, naja zumindest dachte ich das. Das letzte hatte ich aus mangelnder Erfüllung der Anforderungen wieder bachab geschickt und auf Eis gelegt. Jetzt muss aber bald was her, die alten Server serbeln teilweise schon und ich schlafe schlecht... Sehr schlecht
Allerdings habe ich immer noch ein paar Vorbehalte. Vielleicht könnt/wollt ihr mir ja helfen. Habe auch schon mit einigen Anbietern, Herstellern, SMB-Schmieden gesprochen, diverses ausprobiert usw. aber für SMB gibt es wohl nicht viel sinnvolles.
Vielleicht erst die Anforderung:
- Fault Tolerance für einen SQL-Server + einen Small Business Server
--> Ausfall nicht verschmerzbar. 5min Datenverlust = ziemlich uncool. Offline auch nicht prall, da Produktion teilweise stehen würde.
Aktuelle Vorsorge: Ablage der Daten auf zwei Systemen/Datenbanken. Bei Crash allerdings nicht unbedingt schnell wiedr online, da nur Messdaten nicht ganze DB redundant gespeichert wird.
- FT oder zumindest Datensicherheit für Restart für einen Unix SCO Server
--> Ausfall wäre zwar verschmerzbar, da Daten reproduzierbar. Aber trotzdem mühsam. Daher wenn schon Kohle ausgeben, dann soll auch die HA sein. Auch waren die Backups in der Vergangenheit nicht immer zuverlässig, auch wenn System dies so gemeldet hat.
- FT zumindest Datensicherheit für einen Windows Client inkl. Objektorientierter Datenbank (Name entfallen)
--> braucht Performantes DiskSubSytem für die Datenbank damit Sortierung + Filterung nicht zur qual werden (1DS = 1MB), soll aber nicht in der Produktivumgebung stehen, sondern per ThinClient + natives USB-Redirect mit der VM verbunden werden.
--> Dachte an Kombi mittels VmWare View + Teradici-Protokoll welches mir das alles mitgibt.
- Später Virtualisierung aller Clients für einfacheres Deployment sowie 0 Daten auf Client. --> Sicherheit.
- Zwei getrennte Räume (Feuer)
- SMB-Kosten.
- Möglichst einfacher Unterhalt
Eine Clusterlösung kommt aufgrund der massiv gesteigerten Komplexität sowie der horrenten Preise für MS-Lizenzen nicht in Frage.
LoadBalancing, LiveMigration und solche Spässe brauche ich nicht zwingend. Mir ist es eigentlich ziemlich latte wenn ein Server ein Core auf beiden Servern für sich beansprucht. Prozzi+Ram ist der kleinste Teil der Kosten. Wenn ein Core/Thread nicht reicht, ist halt schade und ein dickerer Prozzi muss her, aber das gilt für beide Varianten.
Pro Xen
- Xen Free + Marathon für 2 Hosts (Soviele Prozzi-Sockel wie gewünscht) = ca. 5000 Euro (exkl.)
- Absolut simple Infrastruktur + Setup, jeder halbwegs taugliche Freizeitadmin bekommt Unterhalt etc. hin, auch Failover rekonstruktion ist mehr oder minder ein Klacks.
- Simples 'richtiges' Full Machine FT oder Component Level FT
- Einfachstes Storage für 'richtiges' Storage FT nötig --> 2xLocal
- Angeblich (gemäss Marathon) viel kleinerer Performance-Verlust bei FT als VmWare
- Keine Hardwarebeschränkung
Contra Xen/Marathon
- Kein Unix SCO möglich und wohl auch nie unterstützt (Keine Pläne seitens Marathon)
- Kein Client OS möglich und auch keine Pläne (Marathon)
--> Evtl. lösbar mittels Serverlizenz, allerdings dann Backup-Agent teurer + Serverlizenz + evtl Lizenzverletzung der verwendeten Applikation, sollte sie laufen.
- Keine wirkliche Community für Lösung von Problemen.
Pro VmWare
- Unterstützt alles an OS die ich gerne hätte
- Riesige Community
Contra VmWare
- Nur gemeinsames Disksubsystem, fällt dieses aus zbsp. wegen Feuer, ist tote Hose. DR notwendig
- Recht hohe Lizenz + Hardwarekosten. SAN mit sicher 2 Controller (hängt ja alles von ab) + grundsätzlich auch nen Mirror. SAN-Failover aber schwierig realisierbar.
- Desasterfälle sind ein Graus. Schon einfache Ausfälle von Komponenten sind nicht unbedingt spassig.
- Ziemlich zickig in Bezug auf die Hardware (zumindest wenn man VM-Ware-Anforderungen liest)
Ergebnis: Nun wie man unschwer erkennen kann, hatte ich mich eigentlich schon für Xen + Local Storage entschieden. Aus Komplexitäts + Kostengründen. Das Dillema mit dem Client könnte ich evtl. mit einem supporteten Serversystem lösen (ergibt neue Lizenkosten für OS + BackupAgent), was übrig bleibt ist die Unix-Mühle die in einer VM laufen muss.
Ansatz 1:
- Nested VM's innerhalb einer geschützten Windows Server VM, produktiv wohl nicht wirklich empfehlenswert. Technisch auch eher schwierig bis gar nicht zu realisieren.
Ansatz 2:
- Innerhalb Windows Server VM auf Marathon Level 3 ein iSCSI Target bereitstellen.
- Von diesem iSCSI target die Unix Maschine booten. Entweder als weitere VM auf Xen ohne Marathon-Protect oder einer physikalischen Maschine. Bei einem Serverausfall reboot mit vollständig erhaltenen Daten von anderem Server. Gemäss Marathon: Möglich
Ansatz 3:
- VmWare nehmen + Pille schlucken das Disksubsystem der SPOF ist.
- Dual Controller mit SAS Anbindung (kein teures FC)
- Hoffen auf Besserung bei Performance und Direktuntestützung für separate Local-Storages.
Ansatz 4:
Kombination aus beidem, iSCSI Starwind Target auf einer/mehreren protecteten Marathon-Maschinen (also mirrored Storage), billigstes VmWare-Small-Business HA Paket + zwei zusätzliche physische Maschinen auf welchen alles via VmWare virtualisiert wird, was sich Unix oder Client schimpft.
Wäre wohl kostentechnisch langsam grenzwertig, Technisch auch die Kategorie Overkill, Performance wohl auch eher Kategorie grenzwertig, aber wohl machbar. Dafür eine nette Spielwiese mit der man alles machen kann.
Ansatz 5:
VmWare HA + Beten + iSCSI Starwind target auf Windows + Replikation des Starwind-Servers mittels DoubleTake. Wird so promoted von Starwind, aber ehrlich gesagt habe ich darin nicht wirklich viel vertrauen.
Ansatz 6:
- Nix von aldem, SMB auf BareMetal
- Rest virtualisiert innerhalb des SMB mit VmWare Workstation, Server oder ähnlichem
- Full Server Replikation mit DoubleTake, asynchron (nahezu synchron bei dicker leitung)
- Ungutes Gefühl aber angeblich zumindest windows alleine funktionstüchtig
- Kein guter Schlaf, Blanke Nerven
Desaster-Fall:
Nur damits erwähnt ist, Backup ist schon auch geplant. Sollte alles schiefgehen. Mit MS SCDPM + Acronis Images.
Wäre super wenn ich ein paar konstruktive Inputs bekommen könnte. Denke wir sind nicht alleine mit solchen Wünschen/Ängsten etc. mit welchen auch Kleinfirmen zu kämpfen haben, die zwar durch die IT ne Menge automatisieren können, gleichzeitig aber immer mehr von einem funktionierenden System abhängig sind je mehr produktive Maschinen daran hängen.
Grüsse und Dankeschön
Meine Server-Projekt-Planung steht in der Endphase, naja zumindest dachte ich das. Das letzte hatte ich aus mangelnder Erfüllung der Anforderungen wieder bachab geschickt und auf Eis gelegt. Jetzt muss aber bald was her, die alten Server serbeln teilweise schon und ich schlafe schlecht... Sehr schlecht
Allerdings habe ich immer noch ein paar Vorbehalte. Vielleicht könnt/wollt ihr mir ja helfen. Habe auch schon mit einigen Anbietern, Herstellern, SMB-Schmieden gesprochen, diverses ausprobiert usw. aber für SMB gibt es wohl nicht viel sinnvolles.
Vielleicht erst die Anforderung:
- Fault Tolerance für einen SQL-Server + einen Small Business Server
--> Ausfall nicht verschmerzbar. 5min Datenverlust = ziemlich uncool. Offline auch nicht prall, da Produktion teilweise stehen würde.
Aktuelle Vorsorge: Ablage der Daten auf zwei Systemen/Datenbanken. Bei Crash allerdings nicht unbedingt schnell wiedr online, da nur Messdaten nicht ganze DB redundant gespeichert wird.
- FT oder zumindest Datensicherheit für Restart für einen Unix SCO Server
--> Ausfall wäre zwar verschmerzbar, da Daten reproduzierbar. Aber trotzdem mühsam. Daher wenn schon Kohle ausgeben, dann soll auch die HA sein. Auch waren die Backups in der Vergangenheit nicht immer zuverlässig, auch wenn System dies so gemeldet hat.
- FT zumindest Datensicherheit für einen Windows Client inkl. Objektorientierter Datenbank (Name entfallen)
--> braucht Performantes DiskSubSytem für die Datenbank damit Sortierung + Filterung nicht zur qual werden (1DS = 1MB), soll aber nicht in der Produktivumgebung stehen, sondern per ThinClient + natives USB-Redirect mit der VM verbunden werden.
--> Dachte an Kombi mittels VmWare View + Teradici-Protokoll welches mir das alles mitgibt.
- Später Virtualisierung aller Clients für einfacheres Deployment sowie 0 Daten auf Client. --> Sicherheit.
- Zwei getrennte Räume (Feuer)
- SMB-Kosten.
- Möglichst einfacher Unterhalt
Eine Clusterlösung kommt aufgrund der massiv gesteigerten Komplexität sowie der horrenten Preise für MS-Lizenzen nicht in Frage.
LoadBalancing, LiveMigration und solche Spässe brauche ich nicht zwingend. Mir ist es eigentlich ziemlich latte wenn ein Server ein Core auf beiden Servern für sich beansprucht. Prozzi+Ram ist der kleinste Teil der Kosten. Wenn ein Core/Thread nicht reicht, ist halt schade und ein dickerer Prozzi muss her, aber das gilt für beide Varianten.
Pro Xen
- Xen Free + Marathon für 2 Hosts (Soviele Prozzi-Sockel wie gewünscht) = ca. 5000 Euro (exkl.)
- Absolut simple Infrastruktur + Setup, jeder halbwegs taugliche Freizeitadmin bekommt Unterhalt etc. hin, auch Failover rekonstruktion ist mehr oder minder ein Klacks.
- Simples 'richtiges' Full Machine FT oder Component Level FT
- Einfachstes Storage für 'richtiges' Storage FT nötig --> 2xLocal
- Angeblich (gemäss Marathon) viel kleinerer Performance-Verlust bei FT als VmWare
- Keine Hardwarebeschränkung
Contra Xen/Marathon
- Kein Unix SCO möglich und wohl auch nie unterstützt (Keine Pläne seitens Marathon)
- Kein Client OS möglich und auch keine Pläne (Marathon)
--> Evtl. lösbar mittels Serverlizenz, allerdings dann Backup-Agent teurer + Serverlizenz + evtl Lizenzverletzung der verwendeten Applikation, sollte sie laufen.
- Keine wirkliche Community für Lösung von Problemen.
Pro VmWare
- Unterstützt alles an OS die ich gerne hätte
- Riesige Community
Contra VmWare
- Nur gemeinsames Disksubsystem, fällt dieses aus zbsp. wegen Feuer, ist tote Hose. DR notwendig
- Recht hohe Lizenz + Hardwarekosten. SAN mit sicher 2 Controller (hängt ja alles von ab) + grundsätzlich auch nen Mirror. SAN-Failover aber schwierig realisierbar.
- Desasterfälle sind ein Graus. Schon einfache Ausfälle von Komponenten sind nicht unbedingt spassig.
- Ziemlich zickig in Bezug auf die Hardware (zumindest wenn man VM-Ware-Anforderungen liest)
Ergebnis: Nun wie man unschwer erkennen kann, hatte ich mich eigentlich schon für Xen + Local Storage entschieden. Aus Komplexitäts + Kostengründen. Das Dillema mit dem Client könnte ich evtl. mit einem supporteten Serversystem lösen (ergibt neue Lizenkosten für OS + BackupAgent), was übrig bleibt ist die Unix-Mühle die in einer VM laufen muss.
Ansatz 1:
- Nested VM's innerhalb einer geschützten Windows Server VM, produktiv wohl nicht wirklich empfehlenswert. Technisch auch eher schwierig bis gar nicht zu realisieren.
Ansatz 2:
- Innerhalb Windows Server VM auf Marathon Level 3 ein iSCSI Target bereitstellen.
- Von diesem iSCSI target die Unix Maschine booten. Entweder als weitere VM auf Xen ohne Marathon-Protect oder einer physikalischen Maschine. Bei einem Serverausfall reboot mit vollständig erhaltenen Daten von anderem Server. Gemäss Marathon: Möglich
Ansatz 3:
- VmWare nehmen + Pille schlucken das Disksubsystem der SPOF ist.
- Dual Controller mit SAS Anbindung (kein teures FC)
- Hoffen auf Besserung bei Performance und Direktuntestützung für separate Local-Storages.
Ansatz 4:
Kombination aus beidem, iSCSI Starwind Target auf einer/mehreren protecteten Marathon-Maschinen (also mirrored Storage), billigstes VmWare-Small-Business HA Paket + zwei zusätzliche physische Maschinen auf welchen alles via VmWare virtualisiert wird, was sich Unix oder Client schimpft.
Wäre wohl kostentechnisch langsam grenzwertig, Technisch auch die Kategorie Overkill, Performance wohl auch eher Kategorie grenzwertig, aber wohl machbar. Dafür eine nette Spielwiese mit der man alles machen kann.
Ansatz 5:
VmWare HA + Beten + iSCSI Starwind target auf Windows + Replikation des Starwind-Servers mittels DoubleTake. Wird so promoted von Starwind, aber ehrlich gesagt habe ich darin nicht wirklich viel vertrauen.
Ansatz 6:
- Nix von aldem, SMB auf BareMetal
- Rest virtualisiert innerhalb des SMB mit VmWare Workstation, Server oder ähnlichem
- Full Server Replikation mit DoubleTake, asynchron (nahezu synchron bei dicker leitung)
- Ungutes Gefühl aber angeblich zumindest windows alleine funktionstüchtig
- Kein guter Schlaf, Blanke Nerven
Desaster-Fall:
Nur damits erwähnt ist, Backup ist schon auch geplant. Sollte alles schiefgehen. Mit MS SCDPM + Acronis Images.
Wäre super wenn ich ein paar konstruktive Inputs bekommen könnte. Denke wir sind nicht alleine mit solchen Wünschen/Ängsten etc. mit welchen auch Kleinfirmen zu kämpfen haben, die zwar durch die IT ne Menge automatisieren können, gleichzeitig aber immer mehr von einem funktionierenden System abhängig sind je mehr produktive Maschinen daran hängen.
Grüsse und Dankeschön