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Best Practice: Exchange Server virtualisieren

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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Best Practice: Exchange Server virtualisieren

Beitragvon l.prelovsky » 05.01.2010, 12:50

Hallo zusammen,

ich will einen Exchange Server mittels VMWare ESX 4.0 Standard virtualisieren.

Folgenden Server will ich dafür einsetzen:

Dell PowerEdge T610:

- 2 x Intel Xeon X5550 Processor (2.66 GHz, 8M Cache, Quad, Turbo)
- 24GB Arbeitsspeicher für 2 CPU (6x4GB Dual-Channel)
- 2 x 146 SAS 15K Festplatte (Hot Plug)
- 6 x 600 GB SAS 15K Festplatte (Hot Plug)
- PERC 6/I RAID Controllerkarte 256MB PCI Express
- 16X DVD-ROM-Laufwerk SATA
- Intel Pro 1000VT Quad Port Gigabit Netzwerkkarte
- Embedded Broadcom 5709 2P GBE LOM
- IDRAC6 Enterprise
- High Output Redundantes Netzteil 2 PSU


Wie stelle ich es am besten an? Die Exchange Daten auf eine eigene Festplatte / Partition? Oder soll / kann ich alles auf einer Festplatte unterbringen?

Der Server hat eine "Intel Pro 1000VT Quad Port Gigabit Netzwerkkarte" welche 4 Ports zur Verfügung stellt. Besteht die Möglichkeit, das ich pro virtuelle Machine einen Netzwerkportz zuweise?

Fragen über Fragen :-)

Besten Dank im Voraus

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Re: Best Practice: Exchange Server virtualisieren

Beitragvon irix » 05.01.2010, 13:34

l.prelovsky hat geschrieben:Wie stelle ich es am besten an? Die Exchange Daten auf eine eigene Festplatte / Partition? Oder soll / kann ich alles auf einer Festplatte unterbringen?


Nun definiere erstmal welche Festplatte du genau meinst.

1. Die Platten in deinem ESX Host must du erstmal mit dem RAID Controller zu Virtuellen Disks und RAID Gruppen zusammen legen
2. Da ich annehme das die 2 146er nen RAID1 sind erspare ich mir den Hinweis das die Blocksize fuer das VMFS was per default angelegt wird nur 1MB ist.
3. Deine 6x600 muessen so aufgeteilt werden das LUN(s) kleiner 2TB-512Bytes aus Sicht des ESX heraus kommen. Wenn du auf Performance aus dann mach ein RAID10 und 2-3 Virtuelle Disk sofern sich ein diese Art von Raidgruppe ueberhaupt noch unterteilen laesst. (Feedback erwuenscht!)

Die Alternative oder aber wenn max. Platz gebraucht wird ist ein RAID5 + HS und 2-3 LUNs. Die Groesse der LUNs haengt davon ab wie gross deine vDisks innerhalb der VM fuer den Exchange werden muessen. Je nach Exchange bzw. Lizenz koennt ihr 4 oder mehr Speichergruppen machen und diese wenn man moechte auch auf unterschiedliche vDisks legen. In das eine RAID5 Gruppe lassen sich auf jeden Fall mehrere Virtuelle Disks anlegen. Diese mache 2x500,1x1000,1x Rest (wenn zu klein dann lass es weg oder mach die 500er groesser.

Der Server hat eine "Intel Pro 1000VT Quad Port Gigabit Netzwerkkarte" welche 4 Ports zur Verfügung stellt. Besteht die Möglichkeit, das ich pro virtuelle Machine einen Netzwerkportz zuweise?


Ja das koennte man. Sehe ich aber keinen Sinn bzw. nur Nachteile ausser man muss eine physikalische Trennung (braucht dann aber auch pSwitche draussen) erreichen. Eine Portgruppe fuer ein VM Netzwork fuer alle hat den Vorteil das die Adapter zum Loadbalancing und Failover zur Verfuegung stehen.

Den Exchange dann einfach nach MS Best Practices installieren. Sofern W2k3 zum Einsatz kommt an das Alignment der FS in den vDisks der VM denken bevor man das OS installiert!!!

Gruss
Joerg

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Beitragvon l.prelovsky » 05.01.2010, 14:19

Hi Jörg,

danke für deine Antwort.

Es sind 2 x Raid 5 im System vorhanden:
- 1 x 1,76 TB (aktuell: vmfs3.33 / 2 MB Blockgröße)
- 1 x 931,81 GB (aktuell: vmfs3.33 / 1 MB Blockgröße)

Das andere ist ein Raid 1 mit 134,75 GB (aktuell: vmfs3.33 / 1 MB Blockgröße)

Welche Blockgröße ist die sinnvollste, optimalste für die beiden Raids5 ?

Der Exchange Server wird auf einem W2k3 Enterprise OS laufen, welches Alignment der FS in den vDisks wäre(n) am besten?

Wegen der Quad-LAN-Karte, also du meinst einfach 4 LAN Kabel rein, mit jeweils einer eigenen IP Pro Port? Sorry für diese unprofessionellen Fragen, aber bin ein totaler Anfänger in diesem Bereich!

Besten Dank nochmals.

King of the Hill
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Beitragvon irix » 05.01.2010, 14:51

l.prelovsky hat geschrieben:Hi Jörg,

danke für deine Antwort.

Es sind 2 x Raid 5 im System vorhanden:
- 1 x 1,76 TB (aktuell: vmfs3.33 / 2 MB Blockgröße)
- 1 x 931,81 GB (aktuell: vmfs3.33 / 1 MB Blockgröße)


Wenn alles schon fertig ist warum fragst du dann?

Meine Kritikpunkte:
- Krumme Groessen
- Die Bloggroessen lassen nur kleine vDisks von 256 bis 512GB zu was unter Umstaenen mal zuwenig sein kann. Da der Wert nicht mehr im nachhinein geaendert werden kann muss man soch vorher Gedanken machen. Aus Performance Sicht ist es kein Nachteil 8MB zuwaehlen. Einzig wer mit vDesktops, Linked Clones oder aber mit Thin Provisioning hantiert sollte nochmal ueberlegen was er max braucht.



Das andere ist ein Raid 1 mit 134,75 GB (aktuell: vmfs3.33 / 1 MB Blockgröße)

Welche Blockgröße ist die sinnvollste, optimalste für die beiden Raids5 ?


Wie oben angedeutet hat die Bockgroesse fuer das VMFS nichts mit denen deines RAIDs zutun. Wenn auf dem RAID auser der esx-consolen VMDK nichts weiter abgelegt werden soll kannst du das so lassen. Falls doch und besonders in dem Fall das eine VM dort eine zweite vDisk in einem der anderen DS hat und die dort groesser als 256GB ist hast du wieder den Murphy im Genick in der Form das du keine Snapshots der VM machen kannst.


Der Exchange Server wird auf einem W2k3 Enterprise OS laufen, welches Alignment der FS in den vDisks wäre(n) am besten?


Wenn du bei der RAID Erstellung nichts geaendert hast dann sind dort noch die standardmaessigen 64KB defniert. Ein altes Windows/Linux beginnt mit der Partition aber bei Block 63 und nicht bei 128 was genau die Grenze waere bzw. was dafuer sorgt das es keine Ueberschneidungen geben wuerde. Such einfach mal nach "Storage Alignment"

Das ganze ist nicht VMware spezifisch bekommt hier aber doch die hohe Anzahl der VMs sowie einer zusaetzlischen Schicht durch das VMFS (automatisch passend ausgerichtet wenn ueber GUI angelegt) eine hohe bedeutung da sich das Problem schnelll vervielfaelltigt und dem Storage schnell die IOs ausgehen.

Wegen der Quad-LAN-Karte, also du meinst einfach 4 LAN Kabel rein, mit jeweils einer eigenen IP Pro Port? Sorry für diese unprofessionellen Fragen, aber bin ein totaler Anfänger in diesem Bereich!


die pNiCs bekommen keine IPs und somit siehst du gerade einen Wald wo es doch auch nichtmal einen Baum gibt ;).

IPs werden 2 der 3 Portgroups gegeben welche vSphere hat. Die Portgruppe vom Typ "VM Network" von der du redest bekommt aber auch keine..... genau so wie der vSwitch. IPs werden in den VM Guests vergeben und sofern diese auch eine vNIC und diese mit einer Portgruppe verbunden ist kommen die dann nach draussen.

Die pNICs welche einem vSwitch zugeordnet werden sind sowas wie ein Uplink zu deinem phys. Netzwerk. Die pNICs werden an einem vSwitch bilden sowas wie einen Pool. Es gibt da verschiedene Einstellungen dann was das Loadbalacing und Failover angeht.

Solange du also nicht drauf angewiesen bist das eine VM ueber ein eine bestimme pNIC nach draussen kommuniziert machen mehre vSwitche/PG keinen Sinn.

Gruss
Joerg

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Beitragvon l.prelovsky » 05.01.2010, 15:27

Hallo Joerg,

der Server ist noch in der Testphase und nicht im Livebetrieb. Ich kann noch alles ändern, deswegen die Fragen.

Zu deinen Kritikpunkten:

- Krumme Grössen: Welche Größen schlägst du für so ein Vorhaben vor?
- Blockgrössen: Wenn ich mehr als 8 MB wähle, welche Vor- und / oder Nachteile habe ich hierbei?

Das Raid 1 dient lediglich nur rein für die ESX Installation und evtl. noch für OS Images (zur Installation)

Besten Dank!

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Beitragvon GTMK » 05.01.2010, 17:03

Tschuldigung, wenn ich mich hier einmische:

Ich verstehe nicht ganz, wie aus 6 x 600 GB die 2 RAID-5 Arrays zustande kommen, aber vielleicht kenne ich den PERC nicht genau genug. Ich persönlich würde eher ein einziges RAID-5 mit einer Hot Spare daraus zimmern, darauf dann mehrere VMFS-Dateisysteme. Das OS und die Exchange Transaction Logs auf das RAID-1 und die Datenbanken auf das RAID-5. Auf keinen Fall die Logs und die DBs auf die gleichen physikalischen Platten.

Wie groß soll die Exchange-Installation eigentlich werden (Anzahl und Größe der DBs, Anzahl der Benutzer, Maildurchsatz...), und was soll sonst noch auf dem ESX laufen?

Georg.

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Beitragvon l.prelovsky » 06.01.2010, 11:42

Hi Georg,

du hast Recht ein einzelnes Raid 5 mit einer Hot Spare ist effektiver.
Welche Stripe Size sollte ich hierfür am besten nehmen?

Es kommt der Exchange + DC drauf, evtl. FileServer

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Beitragvon irix » 06.01.2010, 11:48

l.prelovsky hat geschrieben:Welche Stripe Size sollte ich hierfür am besten nehmen?


Du nimmst 64KB.

Gruss
Joerg

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Beitragvon l.prelovsky » 06.01.2010, 14:30

Hallo,

habe das Raid5 mit dem Hot Spare erstellt, stehe aber nun vor einem Problem:

Wenn ich die Festplatte durch den vSphere Client hinzufügen will, zeigt er mir die Platte (Raid5) an mit einer Kapazität von 2,18 TB aber Verfügbar sind nur 185.50 GB ?

Was ist schiefgelaufen?

Danke & Gruss

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Beitragvon irix » 06.01.2010, 15:05

*Seufz*,

2. Post und da der 3. Punkt.

Gruss
Joerg

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Beitragvon l.prelovsky » 06.01.2010, 15:52

irix hat geschrieben:*Seufz*,

2. Post und da der 3. Punkt.

Gruss
Joerg


...wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Danke für den Hinweis!

Liegt es an meiner ESX 4 Standard Version, das die Disk keine 2 TB überschreiten kann?

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Beitragvon mschoen » 06.01.2010, 17:24

l.prelovsky hat geschrieben:
irix hat geschrieben:*Seufz*,

2. Post und da der 3. Punkt.

Gruss
Joerg


...wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Danke für den Hinweis!

Liegt es an meiner ESX 4 Standard Version, das die Disk keine 2 TB überschreiten kann?


Scheint ne generelle Begrenzung beim ESX(i) zu sein.

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Beitragvon sirrossi » 06.01.2010, 20:27

Moin, moin,

die maximale Größe einer VMFS wie auch eines RAW Device beträgt 2 TB minus 512 Byte (bei 8 MB Blockgröße).
Diese Grenzen sind auf jeden Fall bei der Erstellung der LUN's zu beachten, sonst hast Du doppelt Arbeit. :?

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Beitragvon irix » 06.01.2010, 21:12

sirrossi hat geschrieben:Moin, moin,

die maximale Größe einer VMFS wie auch eines RAW Device beträgt 2 TB minus 512 Byte (bei 8 MB Blockgröße).
Diese Grenzen sind auf jeden Fall bei der Erstellung der LUN's zu beachten, sonst hast Du doppelt Arbeit. :?


Die Blockgroesse hat damit nichts zutun. Du darfst auch 1MB waehlen fuer eine 2TB LUN.

Gruss
Joerg


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