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HA / FT ohne gemeinsamen Datenspeicher

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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HA / FT ohne gemeinsamen Datenspeicher

Beitragvon sebmichel » 17.11.2011, 21:09

Hallo Zusammen.

Ich habe eine Frage. Ich habe 2 IBM x3650 M3 Server mit ESX 4.1. Jeder dieser Server hat folgende Konfiguration:

2 x 146GB HDD + 1 x 146GB Hotspare
4 x 600GB HDD + 1 x 600GB Hotspare

Auf dem 146GB RAID1 ist das ESX installiert. Die 600GB HDD´s sind als RAID5 mit ca. 1,6TB konfiguriert auf welchem die VM´s liegen.

Die Server stehen nicht in dem selben Gebäude, sondern sind über eine Glasfaserleitung 1000MBit untereinander verbunden. Dies ist auch so gewollt, da im Falle eines Brandes o.ä. die Daten an einem anderen Standort verfügbar bleiben und man sozusagen an dem neuen Standort einfach ein paar Clients aufstellt und "sofort" weiter arbeiten kann.

Server A ist bereits seit längerer Zeit im Produktionsbetrieb. Nun möchte ich Server B gerne hinzuschalten. Da ich aber aufgrund der 2 Standorte nicht über einen gemeinsamen Datenspeicher verfüge, stellt sich mir nun die Frage, wie ich trotzdem eine HA / FT aufbauen kann.

Gedacht habe ich mir, dass die VM´s auf beiden Maschinen jeweils auf dem RAID5 liegen und VMware diese synchron hält. Ist dies Möglich und wenn ja, was müsste ich dafür tun?

Falls VMware das nicht kann, was gibt es für alternativen um zu dem beschriebenen Ziel zu kommen?


Danke für eure Hilfe.

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Beitragvon echt_weg » 17.11.2011, 21:30

der SRM von vSphere 5 kann das - bei vSphere 4 geht es nur seeehr asyncron mit externen tools z.B. Veeam Backup and Replication

Die teure "richtige" und mitwachsende Lösung (bitte nicht falsch verstehen mir ist klar, dass das nicht immer geht) wäre an jedem Standort ein Shared Storage was zum Partner spiegelt

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Beitragvon mbreidenbach » 17.11.2011, 21:44

Da liegt einmal 1 GBit dazwischen ? Das dürfte für einen synchronen Spiegel zuwenig sein.

Es gibt Softwarelösungen wie Lefthand VSA, vSphere VSA, Datacore mit denen man sowas machen kann. Da werden virtuelle Storage Appliances auf den ESXen gespiegelt.

Es gibt auch physikalische Storage Systeme die sowas machen - so von HP Lefthand bis NetApp MetroCluster.

Synchroner Spiegel heißt ja wenn 'links' geschrieben wird dann stehen die Daten erst sicher auf der Platte wenn 'links' und 'rechts' melden sie hätten geschrieben (und sei es in einen NVRAM cache).

Aber mit nur 1 GBit dazwischen wird das nix.

'Split Brain' Situationen sollte man im Konzept auch berücksichtigen - was passiert wenn der Bagger alle Leitungen zwischen den RZs kappt ? Dann kennt keine Seite den Zustand der anderen Seite. Wer darf weiterlaufen ?

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Beitragvon irix » 17.11.2011, 21:45

SRM5 benoetigt aber je ein vCenter Standard auf jeder Seite und das scheint mir Kostentechnisch ausser Reichweite. Somit bleibt nur Veeam Backup&Replication oder besser Quest ihre vRanger+Replication.

Gruss
Joerg

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Beitragvon sebmichel » 17.11.2011, 22:26

Hallo.

Danke für eure Antworten.

Ich habe hierzu noch ein paar Fragen.

Was für eine Leitung müsste zwischen den beiden Standorten aufgebaut werden, damit ich so einen Spiegel mit SRM hinbekomme? Gibt es Erfahrungswerte, welche ich zur Grundlage und zur Berechnung der benötigten Bandbreite verwenden kann?

Wo liegt preislich ein vCenter Standard Lizenz welche ich für diesen Zweck benötigen würde?

Ich möchte ungerne eine Backup+Replication-Lösung einsetzen, da ich dann im Falle eines Systemausfalls alle Daten seit der letzten Replication verloren habe.

Was die Split-Brain-Situation betrifft gilt eigentlich folgendes. Server B dient lediglich als Backup-Lösung. Server A hat generell immer vorrang, da am Server B keine Clients etc. angeschlossen sind.

Was könntet ihr mir empfehlen bzw. was würdet Ihr machen um zum Ziel zu kommen?

Zur Info:
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Beitragvon irix » 17.11.2011, 22:51

vCenter Standard kostet knapp 4k plus SnS. Auch ein SRM macht nur eine ansynchrone Replikation. Der Vorteil des es mitbringt ist halt Host oder Storage Replikation mit der Moeglichkeit das Netzwerk des GuestOS anzupassen und das ganze ueber Gruppen in Plaene zusammen zufassen welche man dann auch zwecks Test oder im Disasterfall laufen lassen kann.

In meinen Augen solltest du dir mal die vSphere VSA angucken welche den Lokalstorage in ein NFS SAN umwandelt und auf dem jeweils anderen Partner eine Kopie der Daten ablegt.

Die VSA bedingt aber ein neues aufsetzen der Umgebung und das vCenter muss ausgelagert sein. Des weiteren waren damals die Requirements ein 8xSAS RAID10 wobei ich das nicht ganz so dramatisch sehen wuerde. Allerdings sieht ein ausfallsicheres Design 2x 1GbE fuer die replizierung vor und nicht nur eine Leitung.

Somit bleibt es eigentlich beim Quest vRangerPro bzw. im Moment das TVDP.

Gruss
Joerg


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