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Fehlertoleranz im Cluster einbauen

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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Fehlertoleranz im Cluster einbauen

Beitragvon ffreimuth » 21.06.2011, 18:38

Hallo,
ich habe von meinem Chef den Auftrag bekommen ein Cluster mit zwei Servern einzurichten. Beides sind identische Dell Server (Dell PowerEdge R310). Das Cluster scheint soweit zu laufen. Ich habe die VM angelegt und würde nun gerne die Fehlertoleranz einrichten....
Das Einschalten funktioniert auch soweit, wenn ich nun "Sekundäre VM migrieren" auswähle wird im Wizard der Punkt "Host ändern" ausgewählt.
Anschließend der zweite Server auswählen dort erscheint aber die Fehlermeldung:

"Der Zugriff auf die Konfiguration der virtuellen Maschine ist nicht möglich: Zugriff auf die Datei [Oberer_Server] Einwahlserver/Einwahlserver_1.vmx nicht möglich" und

"Auf die virtuelle Festplatte 'Hard disk 1' kann auf dem Host nicht zugegriffen werden: Zugriff auf die Datei [Oberer_Server] Einwahlserver/Einwahlserver.vmdk nicht möglich.

Wobei der Hauptserver (wo die VM schon isntalliert ist) als Festplattennamen "Oberer_Server" hat.....

Was mach ich falsch ich hoffe ihr habt Informationen für mich? :) Wenn ihr ein Bild zur Fehlermeldung etc. braucht bitte bescheid geben.

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Beitragvon irix » 21.06.2011, 18:46

Du hast ein SAN/Shared Storage und beide Server haben Zugriff auf den Datastore?

Gruss
Joerg

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Beitragvon ffreimuth » 21.06.2011, 19:00

Nein... ich dachte das ich das problemlos migrieren kann bedeutet ich muss entweder: externe Festplatte anschließen... oder reicht es wenn ich auf dem vCenter ein Laufwerk freigebe und dies dort einfüge? wofür wird das gemeinsame Laufwerk benötigt?

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Beitragvon irix » 21.06.2011, 19:06

ffreimuth hat geschrieben:Nein..



Nun, somit ist klar warum es nicht funktioniert.

. ich dachte das ich das problemlos migrieren kann bedeutet ich muss entweder: externe Festplatte anschließen... oder reicht es wenn ich auf dem vCenter ein Laufwerk freigebe und dies dort einfüge? wofür wird das gemeinsame Laufwerk benötigt?


Es wird ein gemeinsamer Datenspeicher benoetigt wo beide Hosts zur gleichen Zeit Zugriff haben, so das im Notfall der anderen ohne Unterbrechnung uebernehmen kann.

Wenn dir das Konzept von VMware nicht gefaellt dann schau dir mal XEN und everRun von Marathon an.


PS: Mir scheint das es da Defizte gibt was die technischen Vorrausetzungen sind was vSphere angeht. Hab ihr eigentlich eure Lizenzen schon gekauft?

Gruss
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Beitragvon ffreimuth » 21.06.2011, 19:08

Jop lizenzen etc. sind mit über Dell bezogen... Ok ist ja kein Problem kann ja ein gemeinsames Laufwerk einrichten. Nur wie am besten ? :)

Kann ich auf dem vCenter Server (2008er) nicht irgendwie den gemeinsamen Datenträger einrichten?

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Beitragvon irix » 21.06.2011, 19:14

ffreimuth hat geschrieben:Jop lizenzen etc. sind mit über Dell bezogen... Ok ist ja kein Problem kann ja ein gemeinsames Laufwerk einrichten. Nur wie am besten ? :)


Mann nimmt einen 5stelligen Betrag und kauft sich ein SAN. Sag bescheid wenn du ein Angebot ueber eine DELL Powervault MD32x0 oder eine DELL Equallogic PS 4000 haben moechtest. Gibt noch ein 0% leasing im Moment :)

Kann ich auf dem vCenter Server (2008er) nicht irgendwie den gemeinsamen Datenträger einrichten?


Nein.

Frage: Seit ihr beraten oder veraten worden? Hat den Eindruck das da einer im Blindflug Kreuzchen auf einem Bestellformular gemacht hat :shock:

Gruss
Joerg

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Beitragvon ffreimuth » 21.06.2011, 19:17

ich kotze gleich (sorry für die Ausdrucksweise).... bedeutet ich habe keine Möglichkeit ein Cluster einzurichten, welches bei Ausfall einspringt?

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Beitragvon irix » 21.06.2011, 19:22

ffreimuth hat geschrieben:ich kotze gleich (sorry für die Ausdrucksweise).... bedeutet ich habe keine Möglichkeit ein Cluster einzurichten, welches bei Ausfall einspringt?


Du hast es erfasst.

Ich moechte drauf hinweisen das VMware vSphere zwei Feature hat was fuer die Ausfallsicherheit von VMs verwendet werden kann. Allerdings ist bei beiden ein Shared Storage die Grundvorraussetzung.

1. VMware HA
2. VMware Faulttolerance

Du hattest expliziet die Nummer 2. verwendet und diese bedingt das VMware HA aktiviert und konfiguriert ist.

Gruss
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Beitragvon ffreimuth » 21.06.2011, 19:23

Also das HA scheint (angeblich laut Tool) zu laufen.... was wäre den die Preiswerteste Variante die man schnellstmöglichst dazu kaufen kann?

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Beitragvon irix » 21.06.2011, 19:29

Nein... VMware HA mag zwar an sein.... kann aber nicht funktionieren weil HOST B nicht auf die Daten von Host A zugreifen kann wenn dieser susfaellt. Ergo kann keine VM neu gestartet werden. Die (Fehler) Meldungen siehst du erst wenn der HA Fall eingetreten ist.

Verate mir mal bitte welche VMware Lizenz ihr mit eingekauft habt. Das von dir angesprochende VMware FT ist erst mit vSphere Adv. verfuegbar und egal ob Einzellizenzen oder das Adv. Accel. Kit ueberschreitet im Wert den euer Hardware. Solange du keine Keys eingegeben hast ist vSphere Enterprise Plus in der 60 Tage Trial aktiv.

Gruss
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Beitragvon ffreimuth » 21.06.2011, 19:31

auf dem Lizenz-Key von Dell steht:

vSphere Essentials Plus V4.0 3YR.

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Beitragvon irix » 21.06.2011, 19:32

ffreimuth hat geschrieben:...was wäre den die Preiswerteste Variante die man schnellstmöglichst dazu kaufen kann?


Das haengt von den Anspruechen ab und wieviele IOPS und Kapazitaet man haben muss. Da in kleinen und mittleren Umgebungen das SAN dann der SPOF darstellen kann hat man hier i.d.R Komponenten welche moeglich aus redundanten FRUs bestehen und vom Hersteller mit 99.99 oder 99.999% (Dell Equallogic) angegeben sind.

Gruss
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Beitragvon irix » 21.06.2011, 19:33

ffreimuth hat geschrieben:auf dem Lizenz-Key von Dell steht:

vSphere Essentials Plus V4.0 3YR.


Da ist nur vMotion und HA drin aber KEIN FT.

Aber auch die ersten beiden Feature kann man nur verwenden wenn man ein Shared Storage hat.

Gruss
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Beitragvon ffreimuth » 21.06.2011, 19:33

Zuerst erstmal Danke für deine Hilfe :)

Also was den Speicher angeht von der Kapazität ist es eigentlich egal da dort keine großen Daten zwischengespeichert werden. 20-30 GB oder so reichen da VÖLLIG!

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Beitragvon irix » 21.06.2011, 19:37

ffreimuth hat geschrieben:Zuerst erstmal Danke für deine Hilfe :)

Also was den Speicher angeht von der Kapazität ist es eigentlich egal da dort keine großen Daten zwischengespeichert werden. 20-30 GB oder so reichen da VÖLLIG!


Wieviele VMs sind es und wieviel gesamten Festplatten Speicher werden die haben?

Ja, man koennte fuer <1k sich ein NAS von $Vendor kaufen aber das ist dann das schwaechste Glied in der Kette und passt nicht wirklich in das Konzept.

Was genau ist die Aufgabenstellung gewesen bzw. die Anforderungen?

Gruss
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Beitragvon ffreimuth » 21.06.2011, 19:40

Also:
Maximnal werden 2 VMs auf den System installiert. Es sollen einzelnen PPPoE-Einwahlserver werden als Betriebssystem für die VM wird "Mikrotik OS" verwendet das selber braucht an Speicher um die 500MB oder sowas....

Mehr als 4 Server sollten es Maximal nicht werden (Pro VM 1 Kern und 2GB Ram, damit man 4 Einwahlserver einrichten kann...).

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Beitragvon irix » 21.06.2011, 19:55

Dann ein iSCSI/NAS mit 4 Platten welches fuer VMware zertifiziert ist. Alternativ eine Softwareloesung wie Starwind, Nexenta welche von einem 3 Server aus ein iSCSI Target bereit stellt.

Es gibt auch Loesungen die laufen auf 2 oder mehr vSphere Hosts und präsentieren dem vSphere CLuster dann Storage auf dem die VMs dann laufen.

Gruss
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Beitragvon ffreimuth » 21.06.2011, 20:01

Blöde Frage aber hast du eine bestimmte NAS wo du mir recht zuverlässig sagen kannst das es laufen sollte.... Danke dir!

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Beitragvon ffreimuth » 21.06.2011, 23:41

Ich weiß wird nicht die sauberste Lösung sein aber was wäre wenn ich eine Maschine mit: http://de.wikipedia.org/wiki/FreeNAS aufsetze?

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Beitragvon ch-hunn » 22.06.2011, 00:14

ffreimuth hat geschrieben:Ich weiß wird nicht die sauberste Lösung sein aber was wäre wenn ich eine Maschine mit: http://de.wikipedia.org/wiki/FreeNAS aufsetze?


Das führt alles ad absurdum: Zum einen willst Du VMware FT einsezten (was mit deiner Lizenz spätesten in 60 Tagen nicht mehr funktionieren wird), lagerst dann aber das Storage in einen SPOF aus.

Wie diverse Vorredner schon beschrieben haben, benötigst Du weit mehr.
- Storage mit redundanten Netzteilen, Lüftern, Controllern, Platten
- Redundante Anbindung der Hosts an die Switches
- Redundante Switches
- Redundantes Routing/ReReouting
- Redundante Internetanbindung
- Redundante Stromversorgung aller beteiligten Komponenten
- Redundante Kühlung
- etc pp

Du musst Dir einfach nur für jede beteiligte Komponente ausmalen, was passiert, wenn diese ausfällt und welche folgen dies dann hat. Dementsprechend dann für Redundanz sorgen.
Obendrauf müssen auch alle Komponenten überwacht werden, nicht dass nach dem zweiten Ausfall einer Komponente das Licht ausgeht.

Wenn Du gewissenhaft das umsetzen willst, was Dein Chef von Dir verlangt, muss er wohl oder übel noch ein paar 10k Euronen springen lassen.

hth
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Beitragvon ffreimuth » 22.06.2011, 07:49

- Storage mit redundanten Netzteilen, Lüftern, Controllern, Platten
- Redundante Anbindung der Hosts an die Switches Erledigt!
- Redundante Switches Erledigt!
- Redundantes Routing/ReReouting Erledigt!
- Redundante Internetanbindung Erledigt!

Die Server werden in einem RZ verbaut dort sind die Komponentenen vorhanden...

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Beitragvon ffreimuth » 22.06.2011, 08:31

Also Chef hat gesagt Server gehen zurück, könnt ihr mir sagen welche Hardware bzw. Zusatzhardware ich benötige und welche genaue Lizenz....

Danke !

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Beitragvon irix » 22.06.2011, 08:58

ffreimuth hat geschrieben:Also Chef hat gesagt Server gehen zurück, könnt ihr mir sagen welche Hardware bzw. Zusatzhardware ich benötige und welche genaue Lizenz....

Danke !


Schick mir mal eine PM und wir koennen dann telefonieren.

Gruss
Joerg


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