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vSphere Storage - extern oder intern

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX Server 4/VMware vSphere 4.0.

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vSphere Storage - extern oder intern

Beitragvon sege » 28.09.2010, 15:54

Hallo *,

ich hoffe ihr könnt mir helfen und ein paar Tips geben, bezüglich der Hardware-Anschaffung für eine neue vSphere Installation.

Wir möchten bei uns in der Firma zwei Server (HP Proliant DL380 G7 o.Ä.) anschaffen inklusive vSphere Essential Plus.

Verwendungszweck des Systems wird sein, dass wir Test-Systeme für unsere Software installieren, diese aber nach gewisser Zeit wieder löschen und neu aufsetzen. Teilweise auch mehrere parallel, da das ganze Kunden-spezifisch ist.
Desweiteren möchten wir langsam einzelne Server / Dienste virtualisieren und die Anzahl an einzelnen Servern reduzieren. Hier geht es vor allem um LDAP, Domänen-Kontroller, Druckerserver, Terminal-Server, vllt unser Fileserver...

Da diese Dinge natürlich kritisch sind und vorzugsweise ausfallsicher aufgestellt sein sollen (mit HA von vSphere) stellt sich nun die Frage nach dem Storage. Hier ist nämlich immer noch ein großes Fragezeichen über meinem Kopf:

Was sollen wir kaufen?
    - Sollen wir internes Storage in jedem der beiden Server verwenden? Was passiert dann, wenn ein System abstürzt? Vermutlich sind dann die entsprechenden Maschinen komplett weg, oder gibt es da auch etwas, dass einfach alle Maschinen-Daten auf allen Rechnern bereithält?
    - Oder ist es für einen solchen Einsatzzweck unabdingbar ein externes Storage zu benutzen?
    - Wenn ja, welche Anbindung an die Server sollten wir verwenden? FC, iSCSI, NAS, SAS? Ich habe leider noch nie mit FC, iSCSI oder SAS gearbeitet, deswegen weiß ich nicht, was hierfür geeignet ist.
    - Ich gehe davon aus, dass die beiden VMWare-Server ja dann gleichzeitig auf die gleichen Daten zugreifen wollen. Ist das bei diesen Anschluss-Varianten möglich oder gibt es da wieder Einschränkungen?

Wir möchten natürlich jetzt auch nicht Unmengen an Geld für ein Storage ausgeben, dass überdimensioniert ist und dessen Features wir damit gar nicht nutzen können.


Vielen Dank schonmal fürs Antworten!

sege

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Beitragvon Supi » 28.09.2010, 16:08

Ich vermute mal du bist in deiner Denke schon einen Schritt zu weit.

Erstmal überlegen, welche Ziele du mit der Virtualisierung erreichen willst. Wieviele Server (zukünftig) konsolidiert werden sollen.
> Also ein Pflichtenheft

Daraus kann man dann überlegen, welche HW passt.
Nur knapp, schon alleine wegen HA (also einer der Server springt für den anderen ein) brauchst du ein externes Storage.

Ein paar "Verkäufer" haben wir ja hier im Board, die anhand konkreterer Anforderungen was sinnvolles stricken können.

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Beitragvon Dayworker » 28.09.2010, 16:12

HA läßt sich meines Wissens nach nur mit einem externen Storage realisieren. In welcher Größe das dimensioniert sein sollte, hängt immer auch von der Anzahl der darauf laufenden VMs und deren IO-Anforderungen ab. Speziell DC, Terminalserver und Fileserver unterscheiden sich dort ganz erheblich. In jedem Fall solltest du dann auch von einem NAS absehen und dich in Richtung Entry-SAN oder höherwertig bewegen.
Es wäre hilfreich, wenn du einen Preisrahmen nennen könntest. Hier gibts genügend Helfer, dir dir ggf auch ein Angebot über ihre Firma erstellen könnten. ;)

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Beitragvon sege » 28.09.2010, 16:40

Wow das geht ja richtig schnell hier.

Momentan sieht es so aus, dass wir folgende Dienste (jeweils einzelne Maschinen, liegen teilweise auch schon als VMWare-Maschine vor) dann gleich auf die neuen Server umziehen:

- Backup DC und Secondary LDAP
- Druckerserver
- Fileserver mit SVN, kompiliert regelmäßig (2 bis 5 mal täglich) unseren Code durch (dauert ca 10 Minuten auf aktueller XEON-Hardware)
- Antivirus-Management
- Terminalserver für ca. 10 Leute

Eben alles Maschinen, die tendenziell wenig oder nur sehr punktuell (dafür aber viel) Leistung brauchen.
Danach sollen dann noch andere Maschinen, wie z.b. unser primärer LDAP-Server, unser Haupt-Fileserver folgen.

Dann noch unsere Testing-Systeme, auf denen wir unsere Software testen (Web-Framework mit Java und MSSQL-Server). Hierfür brauchen wir dann viel CPU-Leistung und mind. 8 GB RAM. Typische Datenbankgrößen in diesen System sind 40 bis 150GB.

Die Server, die wir uns konkret angesehen haben, also HP Proliants DL380 G7 bzw ähnliches von SuperMicro mit 2 Xeon E5620 Prozessoren und 24 GB belaufen sich auf ca. 5000 Euro.

Ein externes Storage sollte (inkl Controller und Zubeör) nicht mehr als 5000 Euro kosten , hätte ich jetzt gesagt. Ansonsten sollte es 2 bis 4 TB haben und noch erweiterbar sein.

Was gäbe es denn in diesem Bereich für sinnvolle Storages ?

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Beitragvon JMcClane » 28.09.2010, 18:48

2-4TB Speicher der noch erweiterbar sein soll... da fängt Storage so im unteren bis mittleren 5-stelligem Bereich an.

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Beitragvon sirrossi » 28.09.2010, 19:19

Moin, moin,

es gibt zwar die Möglichkeit für Deinen Preisrahmen einen Storage zu beschaffen. Bedenke aber, das dies der SPoF ist. :roll:

Ab etwa 10.000 € kann ein redundantes System aufgesetzt werden (jedoch nur mit recht geringen IO Anforderungen).

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Beitragvon sege » 30.09.2010, 15:03

Die Tatsache, dass das dann der SPoF ist mir bewusst. Ich habe das bei einem unserer Kunden gestern gesehen. Die nutzen 6 Server und ein gemeinsames Storage, das sie allerdings täglich komplett sichern.
Das wäre für uns auch vorstellbar.

Könntet ihr mir vielleicht noch sagen, was der Unterschied zwischen den Anbindungsarten ist? Möchte ich NFS, iSCSI oder FC oder doch etwas ganz anderes? Wie schwierig ist es die einzelnen Systeme zu planen und einzurichten? Was sind die Vorteile, was die Nachteile?

NFS und iSCSI könnte ich mir schon vorstellen, vor FC habe ich aber Respekt, da ich soetwas noch nie in der Hand hatte.

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Beitragvon echt_weg » 30.09.2010, 15:51

solange man nicht ständig etwas ändert hat fc (bis auf den preis) nur vorteile. performance, skalierbarkeit und failover sind besser als iscsi oder nfs.

sollte man häufig änderungen vornehmen benötigt man auch wissen von der materie (wwwns,zoning etc. sollte einem dann kein fremdwort sein)

aus erfahrung ist fc auch nicht deutlich teurer als vergleichbare iscsi lösungen (bitte nicht äpfel mit birnen vergleichen sondern z.b. 4/8gb FC gegen 10Gbit Ethernet auf dedizierten Switches).

Bei Vergleichen 1Gbit Ethernet ohne dedizierte Switches ist ISCSI oder NFS natürlich deutlich günstiger (unb bei Mini-Umgebungen auch brauchbar)

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Beitragvon irix » 30.09.2010, 15:55

Moin,

1. Egal ob SPOF oder mirrorred SAN mittels DataCore oder Metrocluster
- Es wird immer ein Backup auf eine andere Physik gemacht. Viel hoeher als ein rein technisches Problem sind menschliche Fehler oder ein Software Problem.

99% aller Kunden hier haben nur ein SAN ohne Spiegelung. Neben dem vollstaendigen Backup kommt die Moeglichkeit Replikas der VMs in regelmaessigen Abstaenden zu erstellen um eine Wiederanlaufzeit zu verkuerzen.

Nun zum eigenlichen. Die normalen Dienste Server lassen ohne Probleme virtualisieren und mit der Performance wird man immer zufrieden sein. Bei den Sachen wo evtl. Performance einbusen zu erwarten sind weil die Referenzsysteme da 4 CPUs auslassten koennen bzw. die lokalen Plattensystem extrem auslasten (evtl. schon hier der Bottleneck) sieht es anders aus. Hier muss man sich die Frage stellen ob man auch mit einer geringeren Performance, in eurem Fall laengeren Laufzeiten, leben kann und die anderen Vorteile das Wett machen koennen.

Das Thema Storage is ja nun unendlich.... das was halt unschoen ist bei NFS/iSCSI ist die Latenz welche einwenig hoeher ist als bei FC bzw. lokalem Speicher. Weiterhin ist immer lustig zusehen das viele erwarten mit weniger Platten als die Gesamtmenge aus ihren phys. Server im "SAN" die gleiche Performance zu erreichen.

Wenn man wuesste das euere Umgebung bei 2 ESX Hosts bleibt koennte man schauen was euer $Vendor an SAS Storage im Angebot habt und ob dieser aus der Sicht von VMware als shared Storage angesprochen werden kann.

Solange ihr euch nicht fuer eine NetApp entscheidet faellt auch NFS heraus weil das die einzigen sind welche es halbwegsvernuenftig hinbekommen und somit verbleibt nur iSCSI oder FC. Keiner der grossen 4 hat ein SAN in der 5k Preisklasse im Angebot und ich meine da immer etwas mit redundanten Kontrollern, Netzteilen, BBU usw. Selbst bei kleineren Anbietern gehts da bei 12 Platten Arrays mit 2x4GbE,512MB fuer iSCSI so mit 5-8k los sofern man auch auf eine VMware Zertifierung Wert legt.

Wenn ihr mit 2 Hosts plant dann immer dran denken das einer mal zu Wartungszwecken ausgeschaltet werden koennte oder mal defekt ist. Da sind 24GB dann evtl. fuer alle VMs sehr wenig. Als SAN wuerde ich in eine iSCSI Loesung investieren welche mit 2.5" Platten arbeitet. So ein Array bietet Platz fuer ca. 25 Disks welche natuerlich nicht von Anfang bestueckt werden muessen. Sofern das fuer euen Buildserver nicht reicht koennte man seine eine vDisk auch lokale ansiedeln. Das heist einer der ESX Hosts hat interne Platten dafuer. Will man das nicht bestueckt man die Hosts mit 3-4 Satas und legt dort seine Replicas ab (Veeam/Vizioncore).

Wer IP basiertes Storage verwenden will muss dran denken genuegend pNICs einzupacken in seine Hosts. Wenn man VMware HA und vMotion nutzen moechte dann ist man bei 6-8 Interfaces pro Rechner.

@sege
Falls du speziellere Fragen zu Hardware oder Vmware Lizenzen hast kannst du mich einfach per PM ansprechen.

Gruss
Joerg


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