Hi.
By the way: Mein erstes Thema in diesem Forum.
Ich bin kürzlich in Sachen vsphere "entjungfert" worden. Die Umgebung besteht derzeit grob umschrieben aus:
4 x Dell Poweredge 710
2 x Equalogic 6000XV
und einigen iSCSI Switchen
Wir haben bereits einige "einfache Server" virtualisiert wie z.B. Printserver, kleinere Diensteserver, Citrix, etc. und ich bin echt begeistert.
Nun kommen aber so langsam die Datenbankserver dran. Bei denen sind wir uns nicht einig, ob wir die Datenplatten via vmdk oder durch eine direkte iSCSI Anbindung in der VM realisieren sollen.
Die Server sind Oracle, MSSQL und Exchange (ca. 220 Postfächer) mit jeweils zwischen 200 und 500GByte Datenplatten.
Vom Gefühl her würde ich zu iSCSI in der VM tendieren, aber bei dieser neuen Technologie soll man natürlich nicht nach Gefühl entscheiden. Mir ist die 2TByte Grenze einer vmdk bekannt. iSCSI-Verbindungen zwischen den ESXen und den EQLs stehen genügen zur Verfügung bzw. können auch nachgebaut werden.
Ich habe bereits ein best practices zu exchange von vmware überflogen, die sich aber auf esx3 bezieht. vSphere 4 soll aber gerade bei der ESX-iSCSI SoftwareHBA-Anbindung wesentlich schneller sein, als noch bei ESX3, oder?
Kann mir einer bei der Entscheidungsfindung helfen?
Danke und Gruß
Jörg
Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!
Mal wieder die Frage: vmdk oder iSCSI-Initiator in der VM
-
irix
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- Registriert: 02.08.2008, 15:06
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Hallo Jörg und Willkommen im Club
Ja, der swISCSI Initiator ist viel besser geworden und es gibt nun ein funktionierendes MPIO womit zumind. das Path Failover realisiert werden kann.
Dein Hinweis mit den genuegend freien Connections immer im Kopf behalten
4xVMK in einem 1:1 Mapping mit 4 pNICs und 4 Hosts sind schon mal 16 Initiators. Sofern die 6000XV jeweils 600SAS haben und ihr RAID50 gewaehlt habt sind das ~12.5TB Netto und dann evtl. aufgeteilt auf 20 LUNs. 16x20 = 320.
Wenn man dann fuer einen Backupserver nochmal 20 oder auch 40 dazu rechnete sind wir bei 360 Connections.
Wenn deine beiden EQL in einer Gruppe sind und ihr nur einen Pool gemacht habt dann ist das Poollimit bei 512 Connections.
Aber zum eigentlichen Thema,
neben evtl. Performance Gruenden gibt noch viele weitere Punkte welche fuer VMDK oder aber iSCSI im Guest sprechen koennen.
- Mit HIT gibts speziellen Support fuer einige Anwendungen
- Thema Backup und DR
- Snapshots von VMs
- sVMotion vorhanden?
- EQL hat ASM/VMware. Falls im Einsatz bitte gucken wie es ausschaut mit VMs welche dann Zweigleisig fahren. Bin nicht Sicher ob das Supportet wird
Wir haben hier alles auf dem VMFS und somit VMDK liegen. Der Exchange ist 1.1TB gross und solange wie moeglich wollen wir an einer Struktur festhalten.
Gruss
Joerg
Ja, der swISCSI Initiator ist viel besser geworden und es gibt nun ein funktionierendes MPIO womit zumind. das Path Failover realisiert werden kann.
Dein Hinweis mit den genuegend freien Connections immer im Kopf behalten
4xVMK in einem 1:1 Mapping mit 4 pNICs und 4 Hosts sind schon mal 16 Initiators. Sofern die 6000XV jeweils 600SAS haben und ihr RAID50 gewaehlt habt sind das ~12.5TB Netto und dann evtl. aufgeteilt auf 20 LUNs. 16x20 = 320.
Wenn man dann fuer einen Backupserver nochmal 20 oder auch 40 dazu rechnete sind wir bei 360 Connections.
Wenn deine beiden EQL in einer Gruppe sind und ihr nur einen Pool gemacht habt dann ist das Poollimit bei 512 Connections.
Aber zum eigentlichen Thema,
neben evtl. Performance Gruenden gibt noch viele weitere Punkte welche fuer VMDK oder aber iSCSI im Guest sprechen koennen.
- Mit HIT gibts speziellen Support fuer einige Anwendungen
- Thema Backup und DR
- Snapshots von VMs
- sVMotion vorhanden?
- EQL hat ASM/VMware. Falls im Einsatz bitte gucken wie es ausschaut mit VMs welche dann Zweigleisig fahren. Bin nicht Sicher ob das Supportet wird
Wir haben hier alles auf dem VMFS und somit VMDK liegen. Der Exchange ist 1.1TB gross und solange wie moeglich wollen wir an einer Struktur festhalten.
Gruss
Joerg
Danke "für die Infos "Namensvetter"
Als Lizenz haben die die Enterprise+ und somit auch vMotion.
Wenn ich mir Deine Exchange-Umgebung so anschaue, brauche mir keine Sorgen zu machen. Ich werde dann wohl auch auf VMDKs setzen.
Wir hatten hier auch ein wenig Sorge, wie es mit der "Verkleinerung" nicht mehr benötigten Festpatten-Speichers bei VMDKs verhält. Bei einem Exchange ist das ja eh schnuppe, da der priv-und pub-Store in der Regel linear wächst.
Sorry, aber was meinst Du mit HIT und EQL-ASM/VMWare?
Gruß
Jörg
Als Lizenz haben die die Enterprise+ und somit auch vMotion.
Wenn ich mir Deine Exchange-Umgebung so anschaue, brauche mir keine Sorgen zu machen. Ich werde dann wohl auch auf VMDKs setzen.
Wir hatten hier auch ein wenig Sorge, wie es mit der "Verkleinerung" nicht mehr benötigten Festpatten-Speichers bei VMDKs verhält. Bei einem Exchange ist das ja eh schnuppe, da der priv-und pub-Store in der Regel linear wächst.
Sorry, aber was meinst Du mit HIT und EQL-ASM/VMWare?
Gruß
Jörg
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irix
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vrmgoesvm hat geschrieben:..
Sorry, aber was meinst Du mit HIT und EQL-ASM/VMWare?
HIT = Host Integration Toolkit
Das ist von Equallogic und wird auf den (Windows) Servern installiert welche Volumes per iSCSI direkt vorgesetzt bekommen sollen. Neben MPIO bringen sich auch VSS Hardware Provider mit und VSS Support fuer Exchange und MS SQL. Hauptprogramm ist der ASM (AutoSnapShotManager) welche sich auch per CLI (normal ist MMC) dann automatiesieren laesst (Snap machen, Mounten usw.)
Auto Snapshot Manager/VMware Edition ist dann eine App welche mit dem vCenter sprechen kann damit das Storage einen Snap machen kann so auch die VMs konsistent sind. ASM/VMware informiert die VMs das sie auch einen Snap machen sollen damit man die LUN snapshoten kann.
Ich empfehle das auf jedenfall mal anzugucken/querlesen ob es in die Landschaft passt. Wenn man bei der VMFS/VMDK Schiene bleibt dann hat man mit HIT weniger zutun und je nach Backupstrategie kann ASM/VMware Sinn machen. Aber wenn man Snapshots der LUN hat dann ist das noch lange kein Backup fuer mich. Solange man die LUNS nicht wo anderes hin repliziert oder mal auf ein anderes Medium uebertraegt.
Wir haben hier 3xPE900 + 2xPS5000E & 1xPS4000X und
3xPE710 + 1xPS6010X.
Nochmal zum Thema Exchange... die Clients haben im Qutlook den CacheMode aktiv und der faengt das meise ab. Das Exchange liegt mit 70 VMs auf den 2xPS5000E Arrays.
Gruss
Joerg
Re: Mal wieder die Frage: vmdk oder iSCSI-Initiator in der V
Hallo Jörg,
als ober DELL Guru habe ich bereits mehrere EqualLogic Projekte mit vSphere realisiert. Grundsätzlich kann man zu Deinem Problem keine pauschale Antwort geben.
Einen Tip habe ich aber: Wenn man die integrierten Snapshot Funktionalitäten der EQLs vollständig nutzen möchte, bietet sich für die Datenlaufwerke der VMs nur ein direkter iSCSI Mount an, heißt HIT in die VM installieren und dann mittels MPIO drauf auf die EQL. Dann kann man aus der VM heraus konsistente Snapshots auf Storage Ebene schießen. Bei der VMDK Variante kann man zwar ebenfalls mit dem ASM VMware Edition Snaps ziehen, allerdings eben nur auf VMDK Basis, was einen Restore von einzelnen Guest Files sehr schwer macht.
Ich mache es oft so:
System Partition -> VMDK
Data Partitionen -> VM iSCSI mount
Wenn man mittels ASM VMware Edition von der VM einen Snap zieht kann man mit angeben, dass er die inkludierten iSCSI Targets ebenfals mit abzieht. Damit hat man auch bei dieser Hybrid Lösung die volle snap-Funktionalität gegeben.
Achtung: Bei Heavy Load empfiehlt es sich die VMkernel Ports und die VM-Portgruppen auf unterschiedliche physische NICs zu hängen. Wichtig dabei, dass Du manuell die einzelnen VMKs und VM-Portgruppen einzeln hart auf die physischen NICs hängst. Dann klappt auch MPIO aus der VM sehr gut. Entfällt übrigens für den VMK Bereich, wenn im Juli dann endlich der offizielle MPIO Treiber von EQL für vSphere rauskommt.
Hoffe es war in der Eile etwas verständlich
Grüße
Manuel
als ober DELL Guru habe ich bereits mehrere EqualLogic Projekte mit vSphere realisiert. Grundsätzlich kann man zu Deinem Problem keine pauschale Antwort geben.
Einen Tip habe ich aber: Wenn man die integrierten Snapshot Funktionalitäten der EQLs vollständig nutzen möchte, bietet sich für die Datenlaufwerke der VMs nur ein direkter iSCSI Mount an, heißt HIT in die VM installieren und dann mittels MPIO drauf auf die EQL. Dann kann man aus der VM heraus konsistente Snapshots auf Storage Ebene schießen. Bei der VMDK Variante kann man zwar ebenfalls mit dem ASM VMware Edition Snaps ziehen, allerdings eben nur auf VMDK Basis, was einen Restore von einzelnen Guest Files sehr schwer macht.
Ich mache es oft so:
System Partition -> VMDK
Data Partitionen -> VM iSCSI mount
Wenn man mittels ASM VMware Edition von der VM einen Snap zieht kann man mit angeben, dass er die inkludierten iSCSI Targets ebenfals mit abzieht. Damit hat man auch bei dieser Hybrid Lösung die volle snap-Funktionalität gegeben.
Achtung: Bei Heavy Load empfiehlt es sich die VMkernel Ports und die VM-Portgruppen auf unterschiedliche physische NICs zu hängen. Wichtig dabei, dass Du manuell die einzelnen VMKs und VM-Portgruppen einzeln hart auf die physischen NICs hängst. Dann klappt auch MPIO aus der VM sehr gut. Entfällt übrigens für den VMK Bereich, wenn im Juli dann endlich der offizielle MPIO Treiber von EQL für vSphere rauskommt.
Hoffe es war in der Eile etwas verständlich
Grüße
Manuel
vrmgoesvm hat geschrieben:Hi.
By the way: Mein erstes Thema in diesem Forum.
Ich bin kürzlich in Sachen vsphere "entjungfert" worden. Die Umgebung besteht derzeit grob umschrieben aus:
4 x Dell Poweredge 710
2 x Equalogic 6000XV
und einigen iSCSI Switchen
Wir haben bereits einige "einfache Server" virtualisiert wie z.B. Printserver, kleinere Diensteserver, Citrix, etc. und ich bin echt begeistert.
Nun kommen aber so langsam die Datenbankserver dran. Bei denen sind wir uns nicht einig, ob wir die Datenplatten via vmdk oder durch eine direkte iSCSI Anbindung in der VM realisieren sollen.
Die Server sind Oracle, MSSQL und Exchange (ca. 220 Postfächer) mit jeweils zwischen 200 und 500GByte Datenplatten.
Vom Gefühl her würde ich zu iSCSI in der VM tendieren, aber bei dieser neuen Technologie soll man natürlich nicht nach Gefühl entscheiden. Mir ist die 2TByte Grenze einer vmdk bekannt. iSCSI-Verbindungen zwischen den ESXen und den EQLs stehen genügen zur Verfügung bzw. können auch nachgebaut werden.
Ich habe bereits ein best practices zu exchange von vmware überflogen, die sich aber auf esx3 bezieht. vSphere 4 soll aber gerade bei der ESX-iSCSI SoftwareHBA-Anbindung wesentlich schneller sein, als noch bei ESX3, oder?
Kann mir einer bei der Entscheidungsfindung helfen?
Danke und Gruß
Jörg
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