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Vmware Tools für Ubuntu 8.04 unter ESX 3.5

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX/ESXi Server 3.

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Vmware Tools für Ubuntu 8.04 unter ESX 3.5

Beitragvon vboehm » 12.06.2009, 18:06

Hallo,
gibt es eine Möglichkeit, die VmWare Tools auf einer Gast-Maschine, die unter Ubuntu 8.04 läuft zu installieren?

Eigentlich wollte ich mal eben einen solchen Client in einer halben Stunde installieren (ich habe bestimmt schon 40 - 50 Clients unter VmWare installiert) aber so zäh war's noch nie. Ich quäle mich jetzt schon 1 1/2 Tage mit dem Mist rum.

Die normale Installation hakt mit dem allseits bekannten Fehler "... declaration of 'poll_initwait' ...", der zwar zig Mal beschrieben wird, für den es aber keine (bei mir funktionierende) Lösung gibt.

Die Einbindung der DEB-Repositories von VmWare scheitert daran, dass VmWare dem irrigen Glauben nachhängt, der Kernel zu Ubuntu 8.04 sei 2.6.24-16 und nicht wie in Wahrheit 2.6.24-23.

Eine Alternative wäre noch die Installation eines anderen Betriebssystems. Bloß da VmWare erstens keine Liste der unterstützten Client-Betriebssysteme an auffindbarerStelle veröffentlicht bzw. man sich auf deren Äußerungen ja nicht verlassen kann, weiß ich nicht was ich da nehmen kann. Mir ist fast alles recht, was auf Debian basiert und vielleicht nicht schon letztes Jahr veraltet war. Ich hatte extra Ubuntu 8.04 genommen, weil das ja nun wirklich gut abgehangen ist und außerdem LTS (Long Term Support) hat.

Wie ihr an meinem etwas mauligen Ton merkt, bin ich nicht mit VmWare verheiratet sondern finde deren Verhalten in den letzten Monaten eher zum Kotzen aber der Kunde hat nun mal einen ESX-Server im Einsatz und da habe ich keine Alternative.

Es wäre nett, wenn ihr eine Lösung hättet, wenn WmWare selber schon nix auf die Reihe bekommt.

mfg Volker

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Re: Vmware Tools für Ubuntu 8.04 unter ESX 3.5

Beitragvon irix » 12.06.2009, 19:02

vboehm hat geschrieben:Eine Alternative wäre noch die Installation eines anderen Betriebssystems. Bloß da VmWare erstens keine Liste der unterstützten Client-Betriebssysteme an auffindbarerStelle veröffentlicht bzw. man sich auf deren Äußerungen ja nicht verlassen kann, weiß ich nicht was ich da nehmen kann.


http://www.vmware.com/resources/compati ... search.php

Wir haben hier Gentoo und RedHat als Linux OS in VMs und was Debian artiges ist leider nicht drunter.

Gruss
Joerg

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Re: Vmware Tools für Ubuntu 8.04 unter ESX 3.5

Beitragvon vboehm » 12.06.2009, 20:43

irix hat geschrieben:
vboehm hat geschrieben:Eine Alternative wäre noch die Installation eines anderen Betriebssystems. Bloß da VmWare erstens keine Liste der unterstützten Client-Betriebssysteme an auffindbarerStelle veröffentlicht bzw. man sich auf deren Äußerungen ja nicht verlassen kann, weiß ich nicht was ich da nehmen kann.


http://www.vmware.com/resources/compati ... search.php


Hallo Irix,
vielen Dank für den Versuch. Aber leider stehen dort auch wieder nur die üblichen dummen Sprüche, deren Zuverlässigkeit nicht über ' Ich kenn einen, der kennt einen, der hat gehört ...' hinauskommt. Fragt man diese Seite gibt es mit Ubuntu 8.04 Server keine Schwierigkeiten, es wird seit langem unterstützt und man braucht keinerlei Patches. Was definitiv totaler Käse ist.

Ich glaube ich starte noch mal einen letzten Versuch mit einem 'Debian Stable' und warne alle Kunden, die Finger von VmWare zu lassen, wenn sie nicht Gast-Systeme aus Redmond einsetzen wollen.

mfg Volker

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Beitragvon daniel337 » 12.06.2009, 23:29

Bei uns laufen ca. 20 Ubuntu-VM auf verschiedenen ESX 3.5 Servern, alles Ubuntu Server LTS 8.04.1 und 8.04.2. Laufen wie verrückt, und natürlich alle mit den aktuellen VMware Tools bestückt.
Den von Dir geschilderten Fehlerhinweis kann ich nicht nachvollziehen.

Daniel

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Beitragvon GTMK » 12.06.2009, 23:29

Oooch, wir setzen hier (neben den bekannten OSen aus Redmond, die sich zugegebenermaßen am besten virtualisieren lassen) auch sehr erfolgreich SLES und Solaris 10 ein.

Georg.

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Beitragvon vboehm » 15.06.2009, 12:19

daniel337 hat geschrieben:Bei uns laufen ca. 20 Ubuntu-VM auf verschiedenen ESX 3.5 Servern, alles Ubuntu Server LTS 8.04.1 und 8.04.2. Laufen wie verrückt, und natürlich alle mit den aktuellen VMware Tools bestückt.
Den von Dir geschilderten Fehlerhinweis kann ich nicht nachvollziehen.
Daniel


Hallo,
ich habe gerade gesehen, dass die vom Server angebotenen VmWareTools ein Datum (des ...-tar.gz) von November 2007 haben. Kann es sein, dass das etwas alt ist und der Admin des Kunden die Maschine nicht auf einem aktuellen Stand hat?

Welches Datum sollten die Tool-Archive denn so etwa haben?

mfg Volker

PS: ich habe mittlerweile ein Debian Stable installiert; da lassen sich die Tools genausowenig installieren. Das sich die Tools bei zwei von den vier großen Distris in der aktuell stabilen Version nicht problem(-los/-arm) installieren lassen, kann ich eigentlich nicht glauben.
Aber dass es seit über einem Jahr keinen Infrastructure-Client gibt, der ohne Windows läuft, kann ich eigentlich genausowenig glauben :-(

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Beitragvon vboehm » 15.06.2009, 17:57

Hallo,
so, jetzt ist es amtlich:

Ein Techniker von VmWare, der sich gut drei Stunden auf der Kiste erfolglos ausgetobt hat, sagt, ohne einen Update des Servers (läuft jetzt unter 3.5.0) geht gar nichts.

Und da so ein Update laut Auskunft des Admins des Kunden und des VmWare-Technikers nur mit einem Neustart des gesamten Systems geht (was ich ja noch verstehen kann), müssen da jetzt erstmal 10+ Abteilungen zustimmen das ihre 20+ Server alle runtergefahren und neu gestartet werden. Das wird dann wohl zwischen Weihnachten und Neujahr passieren. Mahlzeit!

Also gibt es zwei Möglichkeiten:
Den Client-Rechner ohne VmWare-Tools laufen lassen (denn laufen tut er natürlich prima) oder zu Saturn gehen und einen separaten Rechner kaufen. Das Erste ist nicht so toll und das Zweite wohl hochgradig schwachsinnig.

Langsam weiß ich nicht, ob ich Virtualisierung - zumindest in dieser Form - noch so praktisch finde ...

mfg Volker

PS: Aber wenigstens ist es jetzt nicht mehr mein Problem.

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Beitragvon irix » 15.06.2009, 18:13

Das heist das die seit 1.5 Jahren keine Updates eingespielt haben? Nunja.. man kann sich auch aufs wesentliche konzentrieren ;).

PS: Ich bin immer froh wenn die Kunden sich fuer Enterprise entschieden haben und man per vMotion die Maschine verschubsen kann, ohne sich um das VMGuest OS kuemmern zumuessen.

Gruss
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Beitragvon vboehm » 15.06.2009, 19:17

irix hat geschrieben:Das heist das die seit 1.5 Jahren keine Updates eingespielt haben? Nunja.. man kann sich auch aufs wesentliche konzentrieren ;).

PS: Ich bin immer froh wenn die Kunden sich fuer Enterprise entschieden haben und man per vMotion die Maschine verschubsen kann, ohne sich um das VMGuest OS kuemmern zumuessen.


Hallo,
ja, das ist wohl ein konzeptionelles Problem:
Entweder ich benutze so ein Tool wie vMotion, von dem ich mir habe sagen lassen, es sei ca. 5 mal so teuer, wie ein ESX-Server für dieselbe Maschine. Aber auch das bedingt, dass man eine zweite Maschine hat, die alle Aufgaben der ersten übernehmen kann, während diese aktualisiert wird.

Oder VmWare würde sich bequemen, auch mal Backports neuerer VmWare-Tools für ältere (ältere - nicht uralte) Server zu adaptieren. So schwierig kann das ja auch nicht sein, wenn man schon mal dabei ist. Es geht ja nur darum mit den Header-Files neuerer Linuxe klarzukommen. Die VmWare-Any-Any-Tools können das für Player, Workstation und Server auch recht gut ... aber die sind ja auch nicht von VmWare :-)
Eine Software, die eine Designed-Lifetime von sechs Monaten (4 Updates in knapp 2 Jahren) hat, finde ich nicht so prickelnd. Also nicht das der Server nach sechs Monaten seinen Dienst einstellt, aber man kann - je nach dem, wie die Update-Zyklen der eingesetzten Betriebssysteme so sind - nach einem halben Jahr unter Umständen keine neuen Klienten mehr dazu installieren.

Für mich war bisher ein Server ein Ding, das ich einmal einrichte und auf dem ich danach alle halbe Jahr mal persönlich nach dem Rechten sehe und mir sonstige Unregelmäßigkeiten von einem Nagios o.Ä. melden lasse. Ich halte Uptimes von über zwei Jahren, zwar nicht für Pflicht, aber durchaus für normal.
Aber seit Windows gilt ja wohl eher: Jeder Boot tut gut :-)

mfg Volker

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Beitragvon GTMK » 15.06.2009, 23:21

Für mich war bisher ein Server ein Ding, das ich einmal einrichte und auf dem ich danach alle halbe Jahr mal persönlich nach dem Rechten sehe und mir sonstige Unregelmäßigkeiten von einem Nagios o.Ä. melden lasse. Ich halte Uptimes von über zwei Jahren, zwar nicht für Pflicht, aber durchaus für normal.


Dann muss ich dir sagen, dass ich meine Server lieber nicht von dir betreiben lassen möchte. Wenn du nur alle 6 Monate mal nach deinem Server sehen willst, dann musst du schon so exotische Betriebssystems wie OpenVMS installieren, von denen (fast) niemand weiß, wie man sie angreift und an denen (fast) niemand ein Interesse hat. Oder die Server dürfen eben keine Dienste anbieten...

Ohne eine Glaubens- oder Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen zu wollen - patchen muss ich Windows- und Linux-Server näherungsweise gleich häufig. Wenn du den ESX-Host in ein Managementnetz stellst, kannst du die Patcherei auf der Ebene deutlich reduzieren.

Du sprichst die Update-Zyklen von VMware an: Wäre es dir lieber, es gäbe nur alle zwei Jahre ein Update Support dafür, was zum Zeitpunkt des Release an OS in der freien Wildbahn war? Backports scheinen mir ganz allgemein nicht besonders gängig. Ich finde es da viel störender, wenn noch relativ junge Hardware (sagen wir 3 Jahre alt) auch von den großen Herstellern plötzlich von der HCL rutscht.

Und wenn du 10+ Abteilungen mit 20+ Servern mit EINEM ESX-Host betreuen musst und die Server nur alle Jubeljahre runterfahren darfst: was passiert denn bei einem Ausfalls des Hosts? Ich würde sagen, ein zweiter ESX mit VMotion ist da Pflicht...

Georg.

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Beitragvon vboehm » 16.06.2009, 14:42

GTMK hat geschrieben:
Für mich war bisher ein Server ein Ding, das ich einmal einrichte und auf dem ich danach alle halbe Jahr mal persönlich nach dem Rechten sehe und mir sonstige Unregelmäßigkeiten von einem Nagios o.Ä. melden lasse. Ich halte Uptimes von über zwei Jahren, zwar nicht für Pflicht, aber durchaus für normal.

Dann muss ich dir sagen, dass ich meine Server lieber nicht von dir betreiben lassen möchte. Wenn du nur alle 6 Monate mal nach deinem Server sehen willst, dann musst du schon so exotische Betriebssystems wie OpenVMS installieren, von denen (fast) niemand weiß, wie man sie angreift und an denen (fast) niemand ein Interesse hat. Oder die Server dürfen eben keine Dienste anbieten...

Hallo GTMK,
ich glaube auch, dass wir hier nicht großartig Sicherheitsstrategien diskutieren sollten, aber ein paar Kleinigkeiten wollte ich noch richtigstellen:
    Ich bin kein Server-Hoster oder Rechnenzentrumsbetreiber sondern Softwareentwickler. Wenn ich einen Server betreue, dann nur, weil ich der einzige (naja - nicht ganz) bin, der eine *N*X-Maschine mehr als rauf und runterfahren kann. Alle anderen sind maximal Microsoft-Certified-Mausschubser :)
    Die Server, von denen ich rede, stehen selbstverständlich nicht mit dem blanken Hintern im Internet, sondern sind firmeninterne Server, was die Angriffsfläche schon mal um den Faktor 1.000.000 verkleinert. Von den übrigen Sicherheitsmaßnahmen die einen Zugang selbst zum Intranet deutlich erschweren und 99 % Benutzern, die mit Mühe die Return-Taste auf einem Rechner finden, wollen wir gar nicht reden.
    Auf den Servern läuft selbstverständlich neben dem einen Dienst, für den er da ist, nur noch ein SSH-Zugang und sonst gar nix. Wenn dieser Dienst oder der SSH-Daemon einen Patch brauchen, wird der eingespielt und dieser Dienst neugestartet; und normalerweise nicht der ganze Server.
Du sprichst die Update-Zyklen von VMware an: Wäre es dir lieber, es gäbe nur alle zwei Jahre ein Update Support dafür, was zum Zeitpunkt des Release an OS in der freien Wildbahn war? Backports scheinen mir ganz allgemein nicht besonders gängig.

Nein, von mir aus können die alle vier Wochen Updates rausbringen, solange ich nicht gezwungen bin, sie einzuspielen, um meinen Betrieb aufrecht zuhalten, sondern selbst entscheiden kann, ob ich das für sinnvoll/notwendig halte.
Außerdem redete ich nicht von großartig geänderten Versionen von VmWare, sondern lediglich davon, für einen z.B. ein Jahr alten ESX-Server angepasste Vmware-Tools bereitzustellen, die Installation mit Kernel-Sourcen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieser ESX-Version noch nicht existierten, ermöglichen. Das sind normalerweise einige (2 - 20) kleine Patches. Die gennannten VmWare-Any-Any-Tools machen genau so etwas für 'veraltete' Player, Workstations und Server.
Ich finde es da viel störender, wenn noch relativ junge Hardware (sagen wir 3 Jahre alt) auch von den großen Herstellern plötzlich von der HCL rutscht.

Das würde mir aber auch stinken.
Und wenn du 10+ Abteilungen mit 20+ Servern mit EINEM ESX-Host betreuen musst und die Server nur alle Jubeljahre runterfahren darfst: was passiert denn bei einem Ausfalls des Hosts? Ich würde sagen, ein zweiter ESX mit VMotion ist da Pflicht...

Ja, selbstverständlich ist ein zweiter Server und vMotion eine schöne Sache oder sogar Pflicht, wenn ich einen 365/24-Betrieb garantieren muss. Wenn ich sowas aber für einen störungsfreien Normalbetrieb brauche, vervielfachen sich aber schon mal meine Kosten.
Aber wie gesagt: Ich bin kein hauptberuflicher Server-Betreiber und selbstverständlich kann man seine Server auch deutlich häufiger aktualisieren wenn man es aus anderen Gründen für nötig hält. Aber es zu müssen, weil VmWare keine aktualisierten VmWare-Tools für 10 oder 15 Monate alte Installationen herausbringen kann/will, finde ich persönlich doch eher suboptimal.

mfg Volker


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