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Win2k3 32Bit Standard R2 Performance verbessern?

Verfasst: 03.12.2008, 13:21
von MichaelK
Hi,

habe eine physikalischen Server mit VmWare Converter in den ESX integriert. Auf der Maschine arbeitet eine Fremdfirma, die habe ich gefragt zu Veränderung zu der jetzt Virtuellen Maschine.
Die meinten es wäre träger, also Programme öffnen geht langsamer und so. Heute Nacht wird eine Migration gestartet wo dann genauer gesagt werden kann "wie langsam" er geworden ist.

Bin jetzt natürlich schon dabei, zu schauen was es bei Win2k3 32bit unter ESX3.5 zu verbessern gibt. Der Server hat 1xXeon Quad E5440, 10GB Ram, Raid5 mit 5oder6 SAS Hdd's.

Der virtuellen Maschine, stehen alle 4Cpu's zu verfügung und 4GB Ram.

Das einzigste was ich bisher gefunden habe war die Visuellen Effekte zu deaktiveren.
Gibt es sonst noch Tips?
Macht sich die Hardwarebeschleungigung der virtuellen Grafikkarte auf die Performance des System bemerkbar?

Hoffe ihr habt ein paar Tips für mich, danke schonmal!!

EDIT: Hyperthreading ist nicht aktiv, wäre sinnvoll zu aktivieren?

Verfasst: 03.12.2008, 16:13
von decom
Hallo Michael,

ja, die Hardwarebeschleunigung macht sich stark bemerkbar und sollte möglichst auf "Voll" gestellt werden. Die HW deiner ESX hört sich nicht gerade schwachbrüstig an. Die Frage ist eben, wieviele VMs parallel laufen...

Hyperthreading sollte meiner Meinung nach auch aktiviert sein.

Verfasst: 03.12.2008, 17:07
von mangold
die Hardware Beschleunigung wirkt sich aber nur auf Consolen Sitzungen per VI Client, auf RDP Sessions hat das keine Auswirkung. Ich empfinde RDP aber immer performanter als den Client.

Und selbst 1 CPU vms mit 1 GB Ram sollten unter ESX flüssig laufen, da scheint etwas anderes nicht zu stimmen. Was zeigt denn die VM im taskmanager an, und was zeigt der VC Client in der Perfromance der VM an?

Verfasst: 03.12.2008, 17:41
von PANIC
Weniger ist mehr! Gibt der VM weniger CPUs, mal zum testen 2 und es sollte deutlich besser auf dem Quadcore laufen.

Erklärung: Die VM benötigt IMMER 4 freie Cores um nur einen Befehle auszuführen, sollte einer belegt sein, muss die Maschine warten und daher kommt die Trägheit.
Kann man schön im Echtzeitgrafen im VI Client sehen, einfach nach hohem CPU Ready wert schauen :grin:

Verfasst: 03.12.2008, 23:03
von Tschoergez
richtig! und ich denke mal, es gibt recht hohe CSTP-Werte im esxtop.

Die VM denkt/rechnet/benutzt 4 komplette CPUs!!! Wenn das Ding jetzt auf nur einem Quadcore-PRozi physikalisch läuft, kann das nicht gutgehen....

Schau mal hier im Forum, da gabs schon öfters Diskussionen drüber...

Viele Grüße,
Jörg

Verfasst: 04.12.2008, 09:32
von MichaelK
Danke schonmal für das Feedback, testweise lief nur eine Maschine auf dem ESX.
Werde heut nochmal nachfragen und dann mal Hyperthreading aktivieren.
Werden dann "8" Cpu's angezeigt oder wie geht das? Weil Win2k3 Standard unterstützt ja "nur" 4Cpu's?

Wenn die VM alleine läuft sollte es ja eigentlich nichts ausmachen wenn ich ich alle Core's ihr zuteile oder?

Eine Frage, bei dem Bild:
-die rote Linie, zeigt die Auslastung aller cores zusammengefasst? Theoretisch müsste die Skalierung aber bis 11,2Ghz gehen dann oder?
Weil wenn ich die Schwarze Linie anschaue, passt es eher. Da ist nämlich max ~25% ausgelastet, was für das gesamt System sprechen würde

http://bilder-hoster.de/show.php/101572 ... t.JPG.html

Verfasst: 04.12.2008, 09:38
von bauers
Diese Diskussion, dass man eigentlich keine 4 vCPUs zuweisen sollte liest man ja in jedem Thread. Was ich nicht verstehe warum es diese Funktion dann überhaupt gibt wenn es die Performance hindert als verbessert.
Best Practise müsste dann ja sein: Eine CPU pro VM und den Rest den ESX erledigen lassen, da dieser die CPU Befehle auf alle seine Kerne verteilt?!

Wenn ich eine 4 vCPU VM habe und 4 Kerne dediziert zuweise sollten die Ready-Werte keinen nennenswerten Auschlag zeigen, da jeder Kern immer Gewehr bei Fuß für diese VM steht.

Gibts zu dem Thema irgendwo ein WhitePaper von VMWare in dem der technische Zusammenhang detailiert erklärt wird?
Was auch nützlich wäre eine Tabelle von Messwerten, die als "normal" gelten. Man kann im ESX soviel auswerten, CPU Ready, CPU Extra usw, aber nirgends steht, ab wann man sich Gedanken machen sollte.

Sebastian

Verfasst: 04.12.2008, 12:37
von echt_weg
bauers hat geschrieben:Diese Diskussion, dass man eigentlich keine 4 vCPUs zuweisen sollte liest man ja in jedem Thread. Was ich nicht verstehe warum es diese Funktion dann überhaupt gibt wenn es die Performance hindert als verbessert.
Best Practise müsste dann ja sein: Eine CPU pro VM und den Rest den ESX erledigen lassen, da dieser die CPU Befehle auf alle seine Kerne verteilt?!

nein so ist es nicht. grundsätzlich gibt man den vms soviele kerne wie sie benötigen. die meisten benötigen aber nur einen. wenn ich 4 kerne zur verfügung habe und an die vm 4 gebe muß sich die vm schon mit der service konsole bzw dem esx selbst streiten -> nicht sinnvoll!

man sollte also wenn man 4 kerne hat nur maximal 2 vergeben.

meine vorgehensweise ist immer: 1 vcpu geben und gucken ob die an die wand fährt. wenn ja zweite dazu und hal drehen. wenn es dann noch ärger macht: 4 cpus

Verfasst: 04.12.2008, 12:48
von MichaelK
OK gut, da die Auslastung bisher nicht wirklich hoch war werd ich evtl mal probieren auf 2Cpu's zu switchen. Warum gibt es eigentlich kein Zwischending(3cpu's)? Wäre ja optimal.

Kann jemand noch was zum Hyperthreading sagen? Und wie der Lage auf meinem Screenshot ist?

Verfasst: 04.12.2008, 14:17
von Tschoergez
hm, hyperthreading ist wohl eher hinderlich, denn dann laufen die vCPUs nur noch auf den Hyperthreading-"Teilen", und die sind natürlich noch weniger leistungsfähig.

Zu den 4vCPUs: Das kann man ohne Probleme machen, wenn man
1. die 4 vCPU wirklich benötigt, ansonsten verschenkt man ressourcen, weil jedes mal die anderen CPUs "mitgezogen" werden müssen, und
2. man mehr physikalische Kerne im Server. Auf nem System mit 2*Quadcore oder noch besser, 4* Dualcore-Prozis gibts da keine Probleme.

Zu den CPU-Ready-Werten: da gabs mal ne groobe richtlinie, alles unter 10% im esxtop ist ok. Aber Du muisst wohl selber Deine VMs beobachten. Es kann auch sein, dass die höhere ready-Werte hat, ohne dass die Applikation deshalb schlechter läuft.

Die CPU-Affinitität würde nur was bringen, wenn man explizit auch alle anderen VMs dann NICHT auf diesen Cores binden würde. Aber das verletzt die VMotion-Richtlinien, schränkt den vmkernel genau in dem ein, was er am besten kann, und sollte deshalb in produktivsystemen tabu sein (auch wenns wenige ausnahmen gibt, wo das sinnvoll sein KANN).


Whitepaper? fällt mir grad keines ein, evtl. steht im "asplos vmware" was (gib das bei google ein, müsste bald finden, der genaue Titel fällt mir grad nicht ein :grin: ).
Aber im Resource MAnagement Guide stehen die Dinge eigentlich auch schon recht gut beschrieben....

edit: http://www.vmware.com/pdf/esx3_ready_time.pdf
(war ja zu einfach, um dran zu denken...)

Viele Grüße,
Jörg

Verfasst: 06.12.2008, 22:08
von SkyDiver
Wenn die Maschine konvertiert wurde, schon mal den SCSI Adapter auf LSI Logic umgestellt? Meist hat das extrem geholfen wenn sich jemand beschwert hat, außerdem setzt ich jede konvertierte VM immer erst mal auf eine vCPU und erhöhe nur bei Bedarf.

Läuft meist am besten.

Verfasst: 10.12.2008, 14:56
von NoFx200x
SkyDiver hat geschrieben:Wenn die Maschine konvertiert wurde, schon mal den SCSI Adapter auf LSI Logic umgestellt? Meist hat das extrem geholfen wenn sich jemand beschwert hat, außerdem setzt ich jede konvertierte VM immer erst mal auf eine vCPU und erhöhe nur bei Bedarf.
Läuft meist am besten.


Moin!
Das mit dem LSI ist eigentlich auch ne Idee bei mir gewesen. Wie kann ich denn aber dem Bluescreen vorbeugen der irgendwie zwangsläufig kommt? IRQ not less.... ist die bekannte Meldung.
Gruß!

Verfasst: 12.12.2008, 10:33
von MichaelK
Hmm also im Geräte Manager steht unter SCSI- und Raid...
"LSI Logic PCI-X Ultra320-SCSI-Hostadapter" dürfte also passen oder?

Performance ist eigentlich auch ok
Bild
Link http://bilder-hoster.de/show.php/102453_hdd.JPG