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SAN Sizing, Beachtung Windows Paging IO Last

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX/ESXi Server 3.

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SAN Sizing, Beachtung Windows Paging IO Last

Beitragvon pewe1201 » 25.09.2008, 13:05

Hallo,

ich bin gerade dabei, eine sehr grosse ESX 3.5 Umgebung zu sizen.
Dabei stellt sich die Frage, wie genau ich die IO Last berechnen kann, die zur Ursache das Pagen eines Windows Servers hat.

Im Einzelnen muss ich ca. 400 virtuelle Windows Server bereitstellen. Eine entsprechende Anzahl ESX Hosts ist selbstverständlich, und diese festzulegen macht mir auch kein Problem. Da ich in dieser Umgebung selbstverständlich alle ESX Features wie HP, DRS und VMotion nutzen will, werde ich entsprechende SAN Ressourcen (FC attach) planen.

Meine Frage geht nun dahin, dass ich eine verlässliche Aussage (White Paper, Berechnungs Formel, ...) brauche, um berechnen und festlegen zu können, welche IO Last aus dem Paging der virtuellen Server herrührt. (Angenommen ein Windows Server hat ca. 40 Pages/Sekunde und ich muss 400 virtuelle Server bereitstellen, dann müsste ich hier mit ca. 16000 IOpS rechnen!!! Das würde jede SAN Lösung zum kolabieren bringen)!

Also, wo ist mein Fehler?
Wo kann ich diese Annahmen nachlesen/berichtigen/berechnen?

DANKE!
Peter

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Beitragvon GTMK » 25.09.2008, 13:29

16000 IOPs bringen ein anständiges SAN sicherlich nicht zum Kollaps.

Ich habe gerade die Specs einer HP MSA2212fc vor mir liegen - danach kann das Ding (eher Entry Level) mit 8 SAS-Platten (15k, 300 GB) in einem RAID-10 knapp 8000 random write IOPs. Du wirst aber doch 400 VMs nicht auf ein einzelnes Array packen wollen?

Was man für eine SEHR GROSSE ESX-Umgebung nehmen sollte, dazu werden Dir die hier versammelten Storage Gurus sicher mehr sagen können...

Georg.

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Beitragvon TDZ » 25.09.2008, 18:44

Hallo Georg,

kann es sein das du dich ein bisschen mit den Zahlen vertan hast.
Laut technischen specs schafft eine MSA2212fc mit 48 Platten in 4 Raid10 Arrays im wirte max. 7800 IO/sec. Wenn man dann 16000 IO/sec erreichen will benötigt man theoretisch schon 96 Platten zzgl spare-drives usw.
Quellenangabe von HP: http://h18000.www1.hp.com/products/quic ... 1_div.html

Genrell kann man sagen das circa folgende IO/Leistungen pro PLatte maximal zu erreichen sind:
S-ATA: 60 IO/sec
FC 10krm: 150 IO/sec
FC 15krm: 200 IO/sec
Für die praktische Berechnung sollte man hier aber die Verluste der Raid Arrays mit einrechnen (Raid10 z.B. 50%) und das je nach Array/LUN Konfiguration (disk aligning,...) mit weiteren Verlusten von bis zu 30 Prozent zu rechnen ist.
Grob gerechnet schafft man mit einem vernünftigen Storage Controller pro Raid5 Array mit 9 * 15krm FC-Platten 1500 IO/sec. Wenn man hierfür in der Berechnung 1000 IO/sec ansetzt sollte das System auch mit Peaks sehr gut zurecht kommen).
Ineteressantes Storage PDF von IBM:
http://www-03.ibm.com/systems/hu/resour ... ztte02.pdf

Ciao
Thorsten

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Beitragvon bla!zilla » 25.09.2008, 20:02

Vielleicht mal kurz zur Praxis:

Test mit einer MSA2212fc, 16x 300 GB 15k, RAID 5 mit 15x 300 GB über zwei Enclosures:

32 KB IO Size, 100% sequential Write: ca. 6000 IOPS.

Die MSA2212fc cached ganz gut. Die Werte, die man in den Specs liest sind, wie all zu oft und auch bei anderen Herstellern, max. IOPS zum Cache.

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Beitragvon GTMK » 25.09.2008, 22:05

Danke für die Aufklärung. Da habe ich die Zahlen wohl etwas zu unkritisch übernommen, meine eigenen Tests hatte ich nicht mehr wirklich im Kopf. ist auch schon 4 Jahre her, seit ich mal mit IOmeter auf einer frischen DS4300 herumgespielt habe.

Es gab auf vmguru.com damals ein Whitepaper zur Performance von Windows SCSI-Treibern in VMs, das ich leider nicht wiederfinde. Unter den verschiedenen Tests war einer, um maximale IOs zu erreichen, der wohl mit 512 Byte-Blöcken arbeitete, 100 % sequential read. Meinen rudimentären Unterlagen zufolge bin ich damals mit einem RAID-5 aus 9 Platten, 146 GB, 10 krpm auf 24000 IOs gekommen.

Georg.

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Beitragvon bla!zilla » 25.09.2008, 22:18

Also 24000 mit 9 Platten 10k ist etwas sehr viel... ;)

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Beitragvon GTMK » 25.09.2008, 22:37

Naja, minimale Blockgröße, nur sequentiell lesen, und so ganz schlecht ist die DS4300 auch nicht.

Die Zahl habe ich aus einer Präsentation, die ich mal gehalten habe. In einer Excel-Tabelle finde ich für den ominösen max-IO-Test von vmguru 7 MB/s (bei 512 Byte-Blöcken also 14 kIOPS) auf einem 8-Platten-RAID-10 oder einem 5-Platten-RAID-5.

Vielleicht hat hier noch jemand dieses Whitepaper und könnte es mir zukommen lassen - ich habe es leider verbaselt.

Georg.


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