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Cold Standby unter VMware

Hilfe bei Problemen mit Installation & Benutzung des VMware ESX/ESXi Server 3.

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Cold Standby unter VMware

Beitragvon wschoepf » 28.02.2005, 13:03

Hallo,

ich möchte eine hohe Verfügbarkeit (bzw. minimale time to repair zeiten) mittels VMWare und folgender Konstallation erreichen:

*) ESX Server 1 (bestehend aus 3 Guest OS)
*) SAN
*) ESX Server 2 (mit denselben OSses wie server 1, cold standby server)

beide ESX greifen auf dasselbe SAN zu, eventuell kann auch noch ein tape backup inkludiert werden.

Gibt es für so eine Konfiguration Erfahrungswerte/Dokumentation, auf die man zurückgreifen kann? Kann man den Switch auf den Standby-Server automatisieren? Was muss beachtet werden?

Vielen Dank für jegliche Infos.
Lg,
Wolfgang

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Beitragvon arknius » 28.02.2005, 15:00

Option 1:
Du legst alle drei VMs auf beiden Servern an und schaltest aber nur die auf Server 1 an. Die drei auf Server 2 bleiben auf aus oder suspended bis Server 2 abraucht.

Option 2:
Sobald Server 1 abraucht migrierst du die VMs während der Laufzeit mittels VMotion auf Server 2. Mit diesem Tool kannst du Server von ESX zu ESX verschieben ohne sie auszuschalten. Dazu brauchst du aber Virtual Center und Vmotion was Lizenztechnisch recht teuer ist.

http://www.vmware.com/products/vmanage/ ... ml#vmotion

Option 3: (recommended)
Du baust mit MSCS einen ESX übergreifenden Cluster. Dann kannste Quota Disk schön im SAN ablegen. Mehr Info zum Setup hier:

http://www.vmware.com/support/esx2/doc/ ... tml#999280

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Beitragvon GTMK » 28.02.2005, 15:25

Zu Option 1: Suspended geht nicht, wenn die virtuellen Platten im SAN liegen. Also nur die .vmx-Files auf beiden Servern vorhalten.

Zu Option 2: Ich fürchte, in den meisten Fällen kündigt sich das Abrauchen nicht so rechtzeitig an, daß VMotion noch möglich wäre..

Zu Option 3: Von Windows war noch nicht die Rede... Wenn Hochverfügbarkeit gewünscht ist, ja - ich selbst habe damit keine Erfahrung. Ansonsten sollte Option 1 reichen.

Mit entsprechendem Skripting kann man sicher erreichen, daß die VMs auf Server 2 hochgefahren werden, wenn sie auf Server 1 nicht mehr antworten. Und dafür sorgen, daß sie auf Server 1 auch nicht wieder antworten werden. Ich meine, FSC bietet so ein Tool auch an.

Georg.

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zu option 1

Beitragvon wschoepf » 28.02.2005, 17:13

danke für eure antworten...

für mich kommt aus derzeitiger sicht die option 1 in Frage (clustering geht nicht, da für die zielapplikationen ansonsten doppelte lizenzpreise (pro CPU) bezahlt werden müssen)

geht also folgendes?
*) server 1 läuft und greift auf alle 3 vmware-files über das SAN zu
*) am cold standby server 2 (ausgeschaltet) ist basis os und vmware installiert (oder auch schon die 3 guest os?).
*) raucht server 1 ab, kann ich über server 2 auf die bestehenden vmware files der guest os zugreifen, der betrieb läuft danach weiter.

Was passiert aber, wenn ein guest OS im server 1 abschmiert? kann ich dafür einmal pro tag ein backup (im life betrieb?? hab was von hot shot gehört) ziehen und damit das system vom z.b. vorigen tag durch zugriff auf dieses vmware file am server 1 wiederherstellen?

Vielen Dank für Eure Hilfe,
lg,
Wolfgang

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Beitragvon arknius » 01.03.2005, 09:02

Also die dsk/vmdk - Files der Vms liegen im San und sind nur einmal vorhanden. Die Konfigurationsdateien (.vmx) der Vms existieren 2 mal - einmal auf jedem ESX. Das heisst du baust 2 VMs mit einem .dsk die dann halt nie gleichzeitig laufen können/dürfen

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Beitragvon GTMK » 01.03.2005, 10:51

Zum Thema Backup: Ja, Du kannst im Betrieb die .vmdk einfrieren, indem Du vorher ein Redo-File hinzufügst, in das die Änderungen geschrieben werden. Dann das .vmdk wegsichern und anschließend das Redo-File einarbeiten. Die Befehle habe ich nicht im Kopf, weil ich es bislang nicht gemacht habe.

Du bekommst auf diese Weise ein crash-konsistentes Backup - wenn Du es zurückspielst, benimmt es sich so, als hättest Du zum Zeitpunkt des Backups den Reset-Knopf der Maschine gedrückt. Ob die Applikationen das mögen, mußt Du entscheiden...

Ich bevorzuge die saubere Methode: VM herunterfahren, .vmdk sichern, VM wieder starten. Mag aber sein, daß Du Dir die Ausfallzeit nicht erlauben kannst.

Georg.

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Beitragvon timeliner » 16.03.2005, 10:22

Hallo,

du könntest alternativ per v2i-Protector die Dateien im laufenden Betrieb von Server 1 zu Server 2 spielen ( wenn es sein muß stündlich/minütlich ) und per Batch von Server 2 aus den "Hartbeat" von den VM´s auf Server 1 abfragen lassen und ggf. diese dann auf Server 2 starten.

So haben wir es momentan mit dem GSX im produktiven Betrieb ( natürlich ohne die Option SAN )

grüsse, thomas


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