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Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung des VMware Player und VMware Workstation Player.

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Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Beitragvon vm_user » 15.02.2018, 12:32

Hallo,

nach jedem Kernelupdate unter Lubuntu muß der VMware-Player neu kompiliert werden. Das funktioniert seit einem der letzten Updates (ich glaube es war der 12.01.18) bei mir nicht mehr. Das Fenster mit ...Stopping Services, ...Compiling usw. ist zu sehen, ohne daß man einen Fortschritt erkennt. Dann kommt die Fehlermeldung Error - Unable to start services ... .

Ich habe den Player schon deinstalliert und neu installiert (aktuelle 12er Version), das Problem bleibt. Da es vorher funktioniert hat, gehe ich mal davon aus, daß es mit dem Linux-Kernel zusammenhängt.

Kennt jemand das Problem, und hat eine Lösung dafür?

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Re: Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Beitragvon ~thc » 15.02.2018, 13:24

Ich setze zwar auch lubuntu ein, aber nicht auf Prozessoren, die Virtualisierung erlauben.

Ich habe jahrelang unter Debian einen VMWare Server 2.0 betrieben und bin dann bei späteren Debian-Releases auch über die fehlschlagende Kompilierung der Dienst-Kernel-Module gestolpert. Damals half mir Tante Google und ein Paar Enthusiasten, die die Sourcen der Module des VMWare-Produktes so veränderten, dass der neuere Kernel damit zurecht kam.

BTW: Nimmt man einen Open-Source-Virtualisierer, den die Distribution im Repository hat, vermeidet man solche Fehler.

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Re: Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Beitragvon vm_user » 15.02.2018, 14:25

Ich bin nicht ganz sicher, von welcher Seite das Problem gelöst werden kann.

Besteht die Möglichkeit, daß das Ganze mit dem nächsten Kernelupdate wieder funktioniert, oder muß man hoffen, daß es eine nächste Playerversion gibt, die wieder kompiliert werden kann?

Ich habe einen Rechner mit Kubuntu und einen mit Lubuntu. Beide bekommen regelmäßig Updates. Bei dem mit Kubuntu funktioniert der Player, bei dem mit Lubuntu nicht. Es scheint also eher an VMware zu liegen.

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Re: Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Beitragvon ~thc » 15.02.2018, 14:56

Ich wäre vorsichtig mit der Aussage, dass der Player Schuld ist. Ohne Analyse der Vorgänge (Log-Dateien der Kompilier/Update-Vorgänge) kann man nichts genaues sagen.

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Re: Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Beitragvon Dayworker » 15.02.2018, 20:57

@vm_user
Das Problem ist, daß VMware nicht im 3-Monatsrhythmus der Kernel-Maintainer neue Produktversionen herausbringt. Da jede neue Kernel-Version einer neuen Windows-Version entspricht, wirst du entweder auf VMware warten müssen oder suchst dir einen VMware-Patch passend zu deinem Kernel. Da sich momentan dank Meltdown und Spectre noch extrem viel mehr als sonst tut und das stellenweise auch nicht deutlich besser ist, wird man da mit proprietärer SW früher oder später immer wieder in Probleme laufen. Einen Ausweg hat "~thc" ja genannt.

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Re: Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Beitragvon rprengel » 16.02.2018, 06:35

vm_user hat geschrieben:Ich bin nicht ganz sicher, von welcher Seite das Problem gelöst werden kann.

Besteht die Möglichkeit, daß das Ganze mit dem nächsten Kernelupdate wieder funktioniert, oder muß man hoffen, daß es eine nächste Playerversion gibt, die wieder kompiliert werden kann?

Ich habe einen Rechner mit Kubuntu und einen mit Lubuntu. Beide bekommen regelmäßig Updates. Bei dem mit Kubuntu funktioniert der Player, bei dem mit Lubuntu nicht. Es scheint also eher an VMware zu liegen.

Es ist wie häufig bei Software.
Nutz ein System das sauber unterstützt wird wenn deine Anwendung einfach und zuverlässig laufen soll.
Ansonsten kannst du nur hoffen das jemand die Kernemodule anpasst oder du es selber schaffst.
Gruss

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Re: Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Beitragvon vm_user » 16.02.2018, 11:45

@Dayworker:
Woher bekommt man denn VMware-Patches? Gibt es dafür eine offizielle Seite von VMware?

Auf eine andere Virtualisierungssoftware umzusteigen ist natürlich prinzipiell eine gute Lösung, da ich aber beruflich unter Windows mit VMware arbeite, und meine VMs auch zu Hause unter Linux nutzen möchte (muß), wäre es schön, wenn der Player funktionieren würde.

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Re: Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Beitragvon rprengel » 16.02.2018, 12:53

vm_user hat geschrieben:@Dayworker:
Woher bekommt man denn VMware-Patches? Gibt es dafür eine offizielle Seite von VMware?

Auf eine andere Virtualisierungssoftware umzusteigen ist natürlich prinzipiell eine gute Lösung, da ich aber beruflich unter Windows mit VMware arbeite, und meine VMs auch zu Hause unter Linux nutzen möchte (muß), wäre es schön, wenn der Player funktionieren würde.

Hallo,
wenn es so wichtig ist nimm eine Distribution unter der der Player erfahrungsgemäss stabil läuft. Alles andere ist Gebastel und Gemurkse.
Mag sein das du das nicht lesen willst aber so ist es nun mal.
Gruss

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Re: Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Beitragvon ~thc » 16.02.2018, 13:24

Dreh- und Angelpunkt der Modul-Kompilation ist die Kernel-Version bzw. die Header.
Zwischen den *buntus gibt es da Unterschiede (LTS/artful), auch wenn sie alle von Debian abgleitet sind.

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Re: Probleme beim Kompilieren unter Lubuntu

Beitragvon Dayworker » 16.02.2018, 21:59

Die VMware-Patches gab es noch nie von offizieller Seite. VMware hat einfach dann und wann eine neue Produktversion veröffentlicht, die dann je nach Änderungslaune der Kernel-Maintainer entsprechend lange auch unter neueren Kernel-Versionen ihre Kernel-Module kompilieren konnte. Bei einigen Distributionen wie OpenSuse und CentOS hatten (haben, keine Ahnung weil nicht mehr verfolgt seitdem ich ESXi einsetze) diese sogar Patches rausgebracht, damit die VMware-Produkte noch zusammenspielten. Inzwischen gibts Virtualisierer wie Sand am Meer...

Ein guter Anlaufpunkt für Patches ist auch das offizielle VMTN. Such da einfach mal nach deiner Kernel- und deiner VMware-Produktversion. Einige Benutzer haben da ihre eigenen Patches für die Allgemeinheit veröffentlicht, weil das VMware selber nicht zeitnah gebacken bekommt. Leider ist auch Windows dank Win10 und dessen Feature-Upgrades inzwischen keine wirklich dauerhaft stabile Plattform mehr. Mit jeder als halbjährliches Feature-Upgrade getarnten neuen Win10-Version muß auch VMware meist deutliche Anpassungen vornehmen und Winzigweich muß dank Hyper-V inzwischen auch keine Rücksicht mehr auf VMware nehmen, wie es noch unter WinXP zumindest bis SP2 der Fall war.


Das die *buntus sich da so sehr unterscheiden, liegt an den einzelnen GUI-Teams. Canonical als Firma hinter Ubuntu hat sich ja etwas eingeschränkt und unterstützt nicht mehr alle Teams gleich stark bzw hat sich sogar auf einige beschränkt. Das sichtbarste Merkmal dafür sind die LTS-Versionen. Während Ubuntu Server volle 5 Jahre Support hat, gibt es bei Lubuntu sprich Ubuntu mit LXDE-GUI nur 3 Jahre Lubuntu-Teamsupport. Danach wird der normale Ubuntu-Communitysupport aktiv. Da aber eh alle 2 Jahre eine neue LTS-Version kommt, ist das für uns Lubuntu-Nutzer kein wirkliches Problem. Einfach 3 Monate nach LTS-Release auf das Minorupdate mit Punkt 1 am Ende warten und dann auf die laufende LTS-Version upgraden. Dann sind für gewöhnlich die gröbsten Bugs der LTS-Releaseversion beseitigt und man kann wirklich damit arbeiten.


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