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Virtual Center empfehlenswert?

Virtualisierungsmanagement, Servermanagement.

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Virtual Center empfehlenswert?

Beitragvon timeliner » 16.03.2005, 10:27

Hallo,

war gestern auf der Cebit und konnte mir dort mal die Geschichten P2V und das Virtual Center "live" ansehen.

Natürlich wurden diese Tools hoch gelobt aber:

ist das Virtual Center wirklich im täglichen Betrieb sinnvoll bzw. wird es von Euch auch intensiv genutzt oder einfach nur teuer ( ca. 3000€ ) und nice to have?

Gibt es von Euch schon Erfahrungswerte mit P2V?

Grüsse, Thomas

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Beitragvon timeliner » 17.03.2005, 13:29

... hat noch keiner Erfahrungen mit den beiden Tools sammeln können? :roll:

Habe heute den P2V-Assistant Enterprise Edition geordert - kann ja meine Erfahrungen damit mal posten, falls es jemanden interessiert...

Grüsse, Thomas

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Beitragvon continuum » 18.03.2005, 08:48

Der P2V-assistent ist ein Schoenwetter-tool: unter guten Bedingungen macht er seine Arbeit gut - aber es gibt sehr viele Faelle wo das System nicht erkannt wird. Es ist zumindest schon mal kein feiner Zug, dann nicht einfach zu fragen - ;-) ???

Da wurde wohl der ansich banale Kern des Programs so verschleiert und versteckt, dass die Funktion etwas gelitten hat. Naja - wer es selten braucht kann es nicht bezahlen und wer es oft braucht, kommt nicht ohne Ausweichtools aus.

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Beitragvon se » 18.03.2005, 10:52

Hallo,

Ist das P2V nicht sowas wie Norton Ghost ? Also etwas was einfach nur stumpf die Platte cloned ?

Das Virtual Center ist nett finde ich, hatte es mal als Testversion hier, fuer mehrere GSX Server vereinfacht es viele Sachen, ueber GUI Gaeste hoch runter fahren oder moven von GSX zu GSX Host ist halt immer noch was anderes als "manuell".

Das Clonen von vorgefertigten Gaesten hat mir auch sehr gut gefallen. Eine beliebige Linux installation in 5 minuten vom klick bis zur laufenden Installation inklusive der gewuenschten Ip Adresse fand ich einfach nur toll :D

gruss se

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Beitragvon timeliner » 18.03.2005, 11:33

continuum hat geschrieben:...Es ist zumindest schon mal kein feiner Zug, dann nicht einfach zu fragen - ;-) ???
Ulli


Moin Ulli,

wie meinst Du denn das?
Das mit dem P2V läuft doch folgendermaßen:

- CD rein ( z.B. Windows-Server )
- Image ziehen lassen
- dieses auf den Server auf dem der GSX/ESX läuft kopieren
- vm-hinzufügen und starten

...oder mache ich da jetzt einen Gedankenfehler?

Grüsse, Thomas

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Beitragvon continuum » 19.03.2005, 14:27

Hi
der P2V-assistent ist ein kleines Programm das in einem fertigen Image folgende Aktionen durchfuehrt:
1. pruefen ob alle benoetigten Treiber vorhanden sind - wenn nicht werden diese hinzugefuegt
2. die Registry wird so gepatched dass die richtigen Treiber aktiv sind

Die P2V-Boot-CD ist nicht mehr als ein nettes Gimmick - das Clonen erledigt man besser mit ghost oder aehnlichen Tools.

Bei der Rekonfiguration der Treiber prueft der Assistent welches OS er vor sich hat (um zu wissen welche Patches er verwenden muss) Dieses schlaegt oft fehl - da der User dass in den meisten Faellen aber selber genau weiss - waere es nett wenn der Assistent fragen wuerde. Tut er aber nicht !!!

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Beitragvon timeliner » 23.03.2005, 08:15

Moin continuum,

danke für Deine Erklärung!
Habe das Tool wie gesagt bestellt und bin mal gespannt ob das klappt...
( Für den Preis müsste das aber eigentlich was können oder? )

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist das dann schlussendlich ein ganz normales Image was da vom "physikalischen" Rechner erstellt wird und der P2V-Assistent sorgt nur für das Einbinden der Treiber?

Wie verhällt sich das denn mit der Grösse der vorhanden Festplatten? Werden die komplett gezogen, nur der tatsächlich belegte Teil oder werde ich gefragt wie das ablaufen soll?

Grüsse, Thomas

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Beitragvon franzkat » 26.03.2005, 19:50

Wie verhällt sich das denn mit der Grösse der vorhanden Festplatten? Werden die komplett gezogen, nur der tatsächlich belegte Teil oder werde ich gefragt wie das ablaufen soll?


Die Target Virtual Disk muss mindestens genau so groß sein wie die physische Quell-Disk. Wieviel an Daten effektiv drauf ist, spielt, was die Größe der Disks angeht, keine Rolle. Nur der Clone-Vorgang selbst ist abhängig von der Datenmenge (also dasselbe Prinzip wie bei Imaging-Tools). Was im Gegensatz zu Imaging -Tools bei P2V-Assistant anders ist : Man muss die gesamte Platte klonen, nur eine Partition herausselektieren, geht nicht.
Bestimmte Betriebssysteme werden auch nicht unterstützt : z.B. XP Home; Win 9x.

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Beitragvon MYO » 06.05.2005, 13:04

ZU meinen Erfahrungen mit P2V und VC kann ich sagen:

P2V:
mit HIlfe eines P2Vhelper als VM haben wir einen win2000 Server von einer urlaten Gentran maschine virtualisiert.
Die platten wurden mit ghost behandelt und in virtuelle platten geschrieben. die Bootpartition wurde vom Helper analysiert und di trieber ausgetauscht.
das ging ziemlich schnell, nur das ghost image erstellen ist der Zeitfaktor.
hat auch alles wunderbar geklappt, und wir sind glücklich da direkt nach dem image erstellen der alte gentran die biege machte ;-) (zufall?)

Man muss P2V nicht als produkt kaufen, man kann es auch als dienstleistung von IT unternehmen erwerben.
wenn man eine grosse Serverlandschaft hat, dann ist die Anschaffung sinnvoll.

VC:

Im ESX umfeld hat sich VC sehr bewährt.
Besonders für Linux Neulinge (wegen der Rechtevergabe) ist es sehr simpel. VM Gruppe anlegen maschinen rein und die permissions für die berechtigten Leute auf den VM Group ordner, fertig.

sheduled tasks sind auch sehr einfach zu handhaben (runterfahren, einschalten, speicher erhöhen usw.)

sehr schön ist das VMotion, grade jetzt wenn 2.5.1 rauskommt und ich auf allen ESX produktive systeme habe, die höchstens mal nachts kurz aus sein dürfen. Die VMs auf die andren ESX verteilen, ESX runter, patchen, rauf, zurückschieben, fertig

Performanceanalysen mit grafischer aufbereitung wird ebenfalls in der datenbank gehalten. (Für analytiker)
Und gibt ausserdem Aufschluss darüber, ob eine VM auch wirklich die 2 GB speicher braucht oder nicht doch mit einem Gig auskommen könnte.

Sehr schön ist auch die Template funktion. Ich habe unterschiedliche BS (auch 1 oder 2 CPU versionen) als templates erstellt. wenn ein neues VM gefordert wird, erstelle ich die neue Maschine jetzt in 5 min. Nur noch Lizenz und ein paar grundeinstellungen sind notwendig, aber das BS ist schon vorhanden....wie bei Sysprep halt.

GSX 3.1 wird auch von VC unterstützt. Allerdings nicht im vollen Umfang.
somit werden keine Infos über Memory auslastung von den VMs abgefragt, weil z.Zt. nicht möglich.

Auch die Freunde der Snapshots müssen im VC bis jetzt nch darauf
verzichten und die VM remote COnsole benutzen.

Und:
SAN; mehrere Platten über HBAs werden bei ESX servern angezeigt und beim erstellen von VMs auch als Auswahl angeboten.
Bei GSX sieht man die nicht.

Mein Fazit:
Für eine wachsende ESX umgebung ist das VC eine Grosse Hilfe, für GSX im moment nicht so sehr, da man auf einige Dinge verzichten muss die bisher mit der Console möglich waren. Mit der nächsten version von ESX und GSX wird wahrscheinlich auch dieses manko mit einem neuen VC aus der welt geschafft.

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Beitragvon timeliner » 25.05.2005, 08:27

Morgen Leute,

so nachdem ich nun über einen Monat mit P2V rumgespielt habe muß ich sagen das das eigentlich eine super Geschichte ist.

Nachdem in den ersten Versuchen Versuchsobjekte wie des Kollegens PC oder mein Laptop zum Einsatz kamen habe ich nun schonmal unsere alten CAD-Server "virtualisiert" da die Carepacks ausliefen und ein Server-Neukauf hätte erfolgen müssen ( DL380 G1 ).

Mein Fazit: Die eigentlich Hauptfunktion, das erstellen des Image mit dem P2V-Assistent ist, wie continuum es schon sagte, eine reine Glückssache.
Beim normalen PC oder Laptop funktionierte es auf anhieb, bei Server-Systemen mit Raid&Co. konnte man es absolut vergessen...

Also das gute alte Drive-Image rausgeholt und dann klappte es einwandfrei.

Selbst die Umstellung eines noch auf NT laufenden Servers klappte ( Treiberprobleme mal aussen vor genommen ).


Grüsse, Thomas

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Beitragvon subzero49 » 26.05.2005, 09:12

hallo,

ich bin mit p2v ein neuling.
daher eine frage:
weiter oben steht "Die P2V-Boot-CD ist nicht mehr als ein nettes Gimmick - das Clonen erledigt man besser mit ghost oder aehnlichen Tools".
wenn ich nun z.b. mit drive image ein image gezogen habe, wie gehts dann weiter mit p2v oder gsx server?
oder kann mir jemand erklären wie man am besten vorgeht wenn man einen physikalischen server in gsx server einbinden möchte.
schon mal vielen dank für jeden tip.

gruß
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Beitragvon TheProdigy » 26.05.2005, 10:33

Im der Zeitschrift c't wurde eine Technik mit dem Namen "Impfen" vorgestellt. AFAIK gibt es auch hier einen Thread dazu *such" ...

... im folgenden Thread hab ich meine Probleme und Erfahrungen beschrieben. Du findest dort auch einen Link auf den Ursprungsthread und zu den benötigten Tools:


http://vmware.itst.org/viewtopic.php?t=2573

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Beitragvon clabo » 19.12.2005, 17:46

Beide Produkte sind offen gesagt wenig interessant.

VC wird nur dann benötigt, wenn man Farmen und VMotion verwalten will. Sonst schlichtweg zu teuer.

P2V ist recht dreist im Preis und scheitert oft. Es gibt billigere und zuverlässigere Alternativen.


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