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vCenter physikalisch oder virtuell?

Alles zum Virtualisierungsmanagement und Servermanagement, was nicht direkt in ein festes Version-Schema paßt.

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vCenter physikalisch oder virtuell?

Beitragvon Keks22 » 09.01.2015, 12:10

Hallo zusammen

Ich beschäftige mich gerade mit der Frage ob es sinnvoll und machbar ist vCenter virtuell zu betreiben und auch im Support Fall eine schnelle Wiederherstellung machbar ist.

Unsere Umgebungen bei den Kunden bestehen aus 3 ESXi Hosts und je einem vCenter physikalisch. Grundsätzlich sollte es ja kein Problem die gleichen Funktionen virtuell zu gewährleisten, aber was passiert in einem Fehler Fall ohne Zugriff auf das vCenter?

Wie sind hier eure Erfahrungen und Empfehlungen?

Beispiel: vCenter Appliance (ich nehme mal an es ist sinnvoll dieser auf einen Host zu binden damit im Fehlerfall der Host schnell eruiert werden kann Zwecks HA) fällt aus. Wie stelle ich das System schnellstmöglich wieder her? Kann die vCenter VM vom "toten Host" ohne Problem de-registriert und auf einem anderen Host neu-registriert und in Betreib genommen werden? Standardmässig sollte man ja den Host aus dem vCenter nehmen und die VM dann entfernen und neu einbinden. Das geht ja nun nicht wenn das vCenter gar nicht läuft.

Lg
Rico

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Beitragvon irix » 09.01.2015, 12:41

Frage: Was machst du wenn du Probleme mit deinem phys. vCenter hast?

Wie sicherst du dich ab wenn du FW Upgrades, OS Updates oder vSphere Release Wechsel machst? Wann hast du das letzte Backup getestet und wielange dauert eine komplette Wiederherstellung?

Ich kenne nur wenige Gruende fuer ein phys. vCenter weil die Vorteile fuer ein virtuelles viel groesser sind. Eher zu diskutieren ist ob das vCenter in dem Cluster laeuft den es managed. Allerdings gibts da in kleinen Umgebungen keine Alternative aber wenn man ehrlich ist dann ist das Risiko bzw. Nachteile sehr ueberschaubar.

Von meinen Kunden wo ich die Umgebung betreue sind 3 phys. Davon ist eine etwas groesser und 2 sind mini (1-2 Hosts). Die anderen ~30 sind alle virtuell. Zur Verteidigung sei gesagt das die pyhs. vCenters schon da waren :).

Gruss
Joerg

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Beitragvon Keks22 » 09.01.2015, 13:11

Die vCenter VM würde im gleichen Cluster laufen welchen sie auch managed.

Wir haben Kleinkunden welche nur einen ESX Host haben. Hier setzten wir die vCenter VM ein. Bei unseren anderen Kunden welche mehr als 1 Host haben gibt es einen zentralen MGMT Server welcher auch den vCenter Server inne hat.

Bei physikalisch installieren vCentern (bei uns auf einem MGMT Server welcher noch andere Services beinhaltet) sind Optionen zur Problemsuche und die Funktionen bei Host Fehlern doch grösser als ohne vCenter. Wenn ich also bei einem Fehler erst die vCenter VM wiederherstellen muss um alle Funktionen (Migrationen, Management, zentrale Logs) wieder benutzen zu können, bin ich doch mit einer physikalischen VM besser bedient oder nicht?

Klar wenn mein physikalisches vCenter Probleme macht und zur gleichen Zeit Probleme mit der vSphere Umgebung dazukommen bin ich natürlich gleich aufgeschmissen.

Bezüglich Backup: Wir sichern mit ARCserve Images der jeweiligen Server. Wiederherstellung einzelner Systeme etwa 30min - 1h bis alles wieder läuft.

Welche Vorteile hab ich den mit einer vCenter VM gegenüber einer physikalischen Installation?

Lg
Rico

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Beitragvon vMario156 » 09.01.2015, 13:52

Hab da vor Jahren mal einen Blog Post zu geschrieben, sollte trotz des Alters noch passen.......

http://vknowledge.net/2012/03/18/vcente ... t-virtual/

Ich wüsste nicht wann ich das letzte mal vCenter auf einem physikalischem Host installiert habe.

Gruß Mario

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Beitragvon irix » 09.01.2015, 14:00

Keks22 hat geschrieben:..
Welche Vorteile hab ich den mit einer vCenter VM gegenüber einer physikalischen Installation?


Frage dich warum ihr Systeme als VM betreibt und nicht auf Blech und du hast die Anwort. Alle Vorteile und Gruende treffen auch auf eine vCenter VM zu.

Gruss
Joerg

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Beitragvon stahly » 09.01.2015, 14:21

Keks22 hat geschrieben:...
Welche Vorteile hab ich den mit einer vCenter VM gegenüber einer physikalischen Installation?
...


Ich kenne jemanden, der installiert in großen Umgebungen nur noch physikalische vCenter auf einem schnellen Blech mit SSD, da nur so richtig Performance erreicht werden kann.
vCenter und Webclient seien so rasent schnell ;-) ...sagt er...

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Beitragvon bla!zilla » 09.01.2015, 14:23

stahly hat geschrieben:Ich kenne jemanden, der installiert in großen Umgebungen nur noch physikalische vCenter auf einem schnellen Blech mit SSD, da nur so richtig Performance erreicht werden kann.
vCenter und Webclient seien so rasent schnell ;-) ...sagt er...


:roll:

Mehr fällt mir dazu nicht ein, sorry.

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Beitragvon Devron » 09.01.2015, 14:53

Mehr fällt mir dazu nicht ein, sorry.


Nicht ärgern, nur wundern. :lol:

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Re: vCenter physikalisch oder virtuell?

Beitragvon irix » 09.01.2015, 15:49

Keks22 hat geschrieben:Beispiel: vCenter Appliance (ich nehme mal an es ist sinnvoll dieser auf einen Host zu binden damit im Fehlerfall der Host schnell eruiert werden kann Zwecks HA) fällt aus.


Nein, das ist so nicht richtig. Das vCenter wird nur benoetigt um HA erstmalig zu konfigurieren, aber zur Laufzeit bzw. Durchfuehrung machen es dann die Host untereinander aus. Alle 60sek. aktualisieren sie welche VM auf welchem Host laeuft. Der Host welcher die Rolle "HA Master" koordiniert den Failover dann.


Wie stelle ich das System schnellstmöglich wieder her? Kann die vCenter VM vom "toten Host" ohne Problem de-registriert und auf einem anderen Host neu-registriert und in Betreib genommen werden?


Die vCenter VM ist hier nichts anderes als eine normale VM. Des weiteren ist kein typischer Loesungsansatz eine VM zu derigistrieren und neu anzumelden weil die VM hier eine neue Identitaet bekommt was Auswirkungen auf nachgelagerte System (Backup) haben kann.

Hinzu kommt das ich mehr als einmal gesehen habe das noch ein Lock vorhanden ist.

Standardmässig sollte man ja den Host aus dem vCenter nehmen und die VM dann entfernen und neu einbinden. Das geht ja nun nicht wenn das vCenter gar nicht läuft.


Nein.

Gruss
Joerg

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Beitragvon PeterDA » 11.01.2015, 12:03

Hi,
auch ich will hier noch meinen Senf dazugeben. Ich habe keinen einzigen Kunden der den vCenter physisch betreibt. Wüsste auch nicht warum! Ist günstiger ist HA gesichert. Kann bei Hardware Wartung online bleiben.

Die Aussage mit der Performance und SSDs bringt mich auf die Idee im unserem Testlab die Tage mal den SSD Cashe für diese VM zu aktivieren. :

Gruß Peter

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Beitragvon Keks22 » 14.01.2015, 09:30

OK. Hab mich aufgrund der zahlreichen Antworten für eine virtuelle Appliance entschieden.

Eine Frage noch zum Backup. Wir setzen zur Sicherung ARCserve UPD ein. Die Sicherung ist so eingerichtet, dass die zu sichernden VM's vom vCenter ausgelesen werden. Ich denke das sollte dann auch noch möglich sein wenn das vCenter virtuell ist.

Wie sichert ihr eurer virtuelles vCenter? Macht ihr eine Snapshot Sicherung der VM oder sichert ihr die DB der Appliance (manuell)?

Lg
Rico

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Beitragvon irix » 14.01.2015, 09:39

Einfach sichern.... da wo ich ein Windows vCenter hab ist halt die VSS Integrations des SQL Servers vorhanden und man kann in seinem Log das auch schoen sehen das der IO fuer DBs angehalten wird.

Bei der VCSA gibts da nichts und somit einfach sichern und gut ist.

Gruss
Joerg

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Beitragvon monster900 » 14.01.2015, 09:45

Moin,
sichern unsere virtuelle Umgebung komplett mit Veeam. VCenter läuft natürlich auch komplett virtuell.
Einzige pysikalische Maschine neben unseren VMHosts ist unser Veeam Backupserver :D
Selbst unsere DC's laufen komplett virtuell. Allerdings läuft eine DC VM auf dem lokalen Storage eines VMHosts, damit zumindest ein DC noch laufen würde falls es unser SAN zerlegt. ;)

Gruß
Dirk

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Beitragvon Keks22 » 14.01.2015, 10:10

monster900 hat geschrieben:Selbst unsere DC's laufen komplett virtuell. Allerdings läuft eine DC VM auf dem lokalen Storage eines VMHosts, damit zumindest ein DC noch laufen würde falls es unser SAN zerlegt. ;)


Lustig, genau das ist uns kürzlich passiert! :-) DC war natürlich virtuell und auf der "zerfetzten" SAN. :-(

Also dann gibt es ein Snapshot Backup über ARCserve. Manuell Export der vProgress DB macht wohl niemand mehr....

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Beitragvon v-rtc » 14.01.2015, 13:16

monster900 hat geschrieben:Moin,
sichern unsere virtuelle Umgebung komplett mit Veeam. VCenter läuft natürlich auch komplett virtuell.
Einzige pysikalische Maschine neben unseren VMHosts ist unser Veeam Backupserver :D
Selbst unsere DC's laufen komplett virtuell. Allerdings läuft eine DC VM auf dem lokalen Storage eines VMHosts, damit zumindest ein DC noch laufen würde falls es unser SAN zerlegt. ;)

Gruß
Dirk

Microsoft empfiehlt aber immer noch, wenn nicht berechtigt mich, einen oder mehrere physikalische DCs zu haben.

Viele Grüße

Rolf

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Beitragvon irix » 14.01.2015, 13:43

Rolf-Walter.Wolff hat geschrieben:
monster900 hat geschrieben:Moin,
sichern unsere virtuelle Umgebung komplett mit Veeam. VCenter läuft natürlich auch komplett virtuell.
Einzige pysikalische Maschine neben unseren VMHosts ist unser Veeam Backupserver :D
Selbst unsere DC's laufen komplett virtuell. Allerdings läuft eine DC VM auf dem lokalen Storage eines VMHosts, damit zumindest ein DC noch laufen würde falls es unser SAN zerlegt. ;)

Gruß
Dirk

Microsoft empfiehlt aber immer noch, wenn nicht berechtigt mich, einen oder mehrere physikalische DCs zu haben.


Bei Hyper-V und CSV durchaus ratsam. Fuer alle anderen ... nunja.


Wer mehr als einen DC hat der schaut halt das er auf unterschiedlichen LUNs liegen und gut ist. Wer mit Replikation arbeitet der muss halt wissen das er diese VM nur starten darf wenn er alle anere (virtuellen) DCs verloren hat weil er sonst das USN Problem hat. Da hat sich war bei Server 2012R2 getan aber mann will sein Glueck nicht ueberstrapazieren.

Gruss
Joerg

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Beitragvon mbreidenbach » 14.01.2015, 19:50

Wenn mal die SAN Storage wegsemmelt (warumauchimmer) freut man sich schon wenn AD noch geht. So Authentifizierung und Namensauflösung hat was. Ich hatte da mal auf unserer HP EVA (sie ruhe in Frieden bzw auf ner Palette im Lager) seltsame Firmwareversionen mit lustigen Nebeneffekten. Oder waren es lustige Firmwareversionen mit seltsamen Nebeneffekten ?

Noch besser isses in diesem Fall übrigens wenn die Netzwerkdoku nicht nur in einer VM liegt.

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Beitragvon stahly » 16.01.2015, 06:57



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