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Linux-Server unter VMware sinnvoll?

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung der VMware Workstation und VMware Workstation Pro.

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Linux-Server unter VMware sinnvoll?

Beitragvon Supaman » 27.06.2006, 10:02

eines vorweg: ich kenne mich mit vm's wenig bis gar nicht aus und sammel im augenblick informationen, ob der einsatz einer vm für meinen angedachten einsatzzweck sinnvoll ist.

es geht um eine linux server installation für klein- und mittelständische unternehmen bis ca 30 plätze. als dienste / anwendungen sollen auf dem server ein mailserver inkl. antivirusprüfung und spamfilter sowie eine open-source groupware lösung wie z.b. open-xchange oder egroupware laufen.

da die konfiguration eines solchen linux servers sehr (zeit-)aufwendig ist, überlege ich derzeit ob es sinnvoll ist ,die installation auf einem windows 2000/xp rechner zu machen und den linux server unter vmware zu installieren und dann im player laufen zu lassen.

mögliche vorteile:
- wenn das linux system sich zerlegt, startet man das backup vm-image, spielt die daten zurück und fertig
- wenn die hardware ausfällt, kann man das vm-image auf einem anderen rechner starten (hoffe ich jedenfalls das die images transportabel sind :))
- ein einmal fertig konfigurierter server kann sehr einfach für eine weitere firma dupliziert werden

ist die vorgehensweise für den genannten anwendungszeck sinnvoll?
wäre eine vm-installation performant genug bzw bis wieviel user geeignet?
habe ich irgendwas übersehen?

gruß,

supa

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Beitragvon minimike » 27.06.2006, 15:10

Gehen würde das, frage wie performant ist denn der Server und wie viel ist darauf denn so los? Bedenke das jede VM eine eigene Betriebssysteminstanz ist und und mehrere Systeme entsprechend Overhaed erzeugen. Einige Vorteile von VMware: easy to use, in der VM hat das System fast alle Funktionen wie ein richtiges, die VM's können auf Windows sowie auch Linuxhosten laufen, in VMware laufen auch andere Systeme wie Linux oder Windows.
Bei einem reinen Linuxserver wo Wert auf Effizienz, Sicherheit, hohe Performance sowie auch Skalierbarkeit gelegt wird empfehle ich Linux Vserver
Du kannst einen Host aufsetzen und dann einen Kernel mit Vserverpatch installieren. Wenn dann die vserverutils installiert wurden kannst du so mehrere Linuxsysteme abgeschottet parallel mit ein und dem selben Kernel betreiben. Swap und Arbeitspeicher verwaltet der Host und bei mehr wie acht Systeme bedarf es noch eine Kerneloption als Bootparameter.
Wenn du Interesse daran hast kann ich die sehr gerne solch eine VMwaremaschiene aufsetzen. Die Vserver kannst du wie normale Dateien behandeln und auf jedem Linuxvserverhost hin und herschieben. Es sind ganz normale Verzeichnisse die auf dem Host abgelegt werden. Die Kombination Vserver + Debian bedeutet auch das in der Regel nichts kompeliert werden muss, was ich bei einem Server als extrem angenehm empfinde. Es sind fertige Debianpakete mit Kernel und Tools als Backport erhältlich. Die Ausnahme sind evtl Treiber (z.B. Wlan)
Allerdings ware es toll wenn eine Hand die andere wäscht ;)
Ich setze derzeit schon seit einer Weile einen eigenen Mailserver in einem Vserver auf so in der Richtung wie in diesem Howto. Ich bin mittlerweile in der Testphase intern senden mit Postfix geht, aber ich komme nicht an Courier mit IMAP oder POP3 rein um die Mail mit Evolution oder Outlook zu händeln. Beim loggen mit debug konnte ich nichts aufschlussreiches protokollieren. Courier lässt mich nicht rein. Vieleicht konnen wir da zusammen drann arbeiten. Zwei Köpfe denken mehr wie einer

cu Darko

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Beitragvon Supaman » 27.06.2006, 15:32

mir ist schon klar das ein linux server nicht so performat ist, wie eine direkte installation. ich hab auch nicht vor mit mehreren hundert usern auf einer vm-installation zu arbeiten, allerdings könnte ich mir vorstellen ob das man so bis ca 30 benutzern durchaus damit arbeiten kann.

der hauptvorteil wäre für mich die portierbarkeit, da ich in sachen linux nur recht grobe kenntnisse habe und fast auschliesslich auf fremde hilfe angewiesen bin. ich kenne zwar leute die mir dabei helfen würden so ein system aufzusetzen, aber die kann ich nicht jedesmal in anspruch nehmen.

das ziel wäre also einmal eine saubere linux-server vm aufzusetzen mit email, antivirus, spamassasin und open-xchange und diese installierte vm dann bei bedarf nur noch an die jeweilige firma anzupassen (domäne, zugangsdaten vom externen mailserver etc).

wenn das grundsätzlich als machbar erscheint werde ich das mal so in angriff nehmen:)

gruß,

supa

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Beitragvon MSueper » 27.06.2006, 19:19

Hallo,
wozu virtuelle Maschinen sinnvoll sind und häufig zum Einsatz kommen:

-1- schnelle Installation eines Systems => du kannst eine VM (sind ja nur 2, 3 Files) einfach kopieren und hast einen NEUEN Server, per Skript kann man danach noch die Grundkonfig anpassen, z.B. IP- und MAC-Adresse

-2- Konsolidierung von Servern => wenn man z.B. 20 alte Pentium 3 "Server" in der Ecke rumstehen hat, kann man diese alle in VMs umwandeln und auf einem modernen Server installieren, das spart Platz, Strom und so manches mehr.

-3- Linux parallel zu Windows oder 2x Windows oder sowas laufen lassen, um mehrere Umgebungen zu haben. Im Support ist das nützlich, um z.B. W2000, XP, W2003 und W98 parallel zu haben ohne lästiges Multiboot-Gefummel und auch ohne booten => HW sparen

-4- Problemloses Neuinstallieren von Systemen für Tests, ohne den Host als solches platt machen zu müssen => HW sparen, Zeit sparen

Wenn Du nur einen Rechner virtualisieren willst und das auch noch der einzig produktive Gast sein wird, macht eine VM in meinen Augen wenig sinn. Du verlierst durch den Host wertvolles RAM, CPU und viel Plattenplatz. Zudem ist die VM nur so verfügbar, wie die Ausfallwahrscheinlichkeit von Host-OS, Host-HW und Gast-OS im Produkt. Das macht den Mail-Server noch anfälliger...
Du kannst einen Linux-Host sehr wohl, sehr einfach sichern. Die Grundinstallation ist ruckzuck gemacht und den restlichen Daten kann man z.B. auch aus einem TAR-Files restoren.
Martin

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Beitragvon minimike » 27.06.2006, 20:24

Supaman hat geschrieben:mir ist schon klar das ein linux server nicht so performat ist, wie eine direkte installation. ich hab auch nicht vor mit mehreren hundert usern auf einer vm-installation zu arbeiten, allerdings könnte ich mir vorstellen ob das man so bis ca 30 benutzern durchaus damit arbeiten kann.

der hauptvorteil wäre für mich die portierbarkeit, da ich in sachen linux nur recht grobe kenntnisse habe und fast auschliesslich auf fremde hilfe angewiesen bin. ich kenne zwar leute die mir dabei helfen würden so ein system aufzusetzen, aber die kann ich nicht jedesmal in anspruch nehmen.

das ziel wäre also einmal eine saubere linux-server vm aufzusetzen mit email, antivirus, spamassasin und open-xchange und diese installierte vm dann bei bedarf nur noch an die jeweilige firma anzupassen (domäne, zugangsdaten vom externen mailserver etc).

wenn das grundsätzlich als machbar erscheint werde ich das mal so in angriff nehmen:)

gruß,

supa

Genau das kannst du mit VMware machen aber auch besser wenn nur mit Linux gearbeitet werden soll mit höherer Performance und Vserver. Debian Grundsystem mit Vserverutils Firewall und SSH als Dienst fertig. Installation in 15 min. Den Rest kannst du dann mit VMware (bedarf einiger zusäztlicher Programme) oder Vserver alleine machen. Im Vserver fordern nur zusätzliche Aplikationen oder welche die anders wie im Host laufen zusätzliche Systemressourcen. Beides kanst du unter einem Linuxhost auch parallel betreiben. Bei beiden Lösungen halte ich mindestens Raid1 und eine gute Backuplösung wie ein z.B. ein Tape oder mindestens eine USB Platte sowieso für Erforderlich. Beide Varianten kannst du mit Tar packen und zu gegebener Zeit wieder auspacken


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