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VMWare-Wokrstation - VMWare-Server?

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung der VMware Workstation und VMware Workstation Pro.

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VMWare-Wokrstation - VMWare-Server?

Beitragvon Nobuddy » 28.02.2006, 17:23

Hallo,
habe vor kurzem gehört, daß VMWare Server kostenlos von VMWare zu Verfügung gestellt wird.
Ich bin kein SuperUser, probiere gerne aber manches aus.

Nun habe ich da eine Frage und hoffe, daß mir jemand in kurzen Sätzen den Unterschied zwischen VMWare-Wokrstation und VMWare-Server erklären kann und ob man mit VMWare-Server das Gleiche wie mit VMWare-Wokrstation machen kann?

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Beitragvon MSueper » 28.02.2006, 18:13

Workstation vs. Server

-1- Die GUI eines Gastes läuft in der Console von VMWare. Bei der Workstation ist die grundsätzlich lokal, beim Server kann sie auch remote sein. Auch neue VMs können von Remote erstellt werden, ohne Hilfsmittel wie Remote Desktop.

-2- Beim Server ist kein Player dabei.

-3- man kann beim Server SCSI-Geräte direkt an den Gast geben

Wahrscheinlich hat der Server auch bzgl. Snapshots mehr drauf, das nutze ich aber nicht wirklich. Für den Heim-PC ist der Server schlechter, da langsamer wegen der Remote-Features.

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Beitragvon Nobuddy » 28.02.2006, 21:21

Danke für Deine Kurze Erklärung.

Gruß Wolfgang

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Beitragvon continuum » 28.02.2006, 21:36

Wahrscheinlich hat der Server auch bzgl. Snapshots mehr drauf, das nutze ich aber nicht wirklich.


Genau umgekehrt - clones,snapshotmanager usw, gibt es nur in der WS

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Beitragvon Mauze » 01.03.2006, 06:37

Wenn ich kaum was mit Snapshots mache und die VMware Console des Gastes nur im Notfall benuzte, dann bin ich doch mit einer Server-Version besser bedient.
Viele User werden doch kein Geld mehr für die Workstation ausgeben, wenn sie die Server-Version umsonst bekommen. Da muss doch ein Haken an der ganzen Geschichte sein - nur welcher?

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Beitragvon jackherer » 01.03.2006, 15:24

Wiso soll da ein Hacken sein ?
VMWare muss zusehen das ZEN und Co. nicht davonrennen !

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Beitragvon Mauze » 01.03.2006, 16:19

XEN kommt von der University of Cambridge (Profs und Studenten), denen erst mal mehr das Ziel in den Augen steht, als Geld zu verdienen. Im Gegensatz zu VMware (Die Leute wollen ihre Brötchen verdienen und vor allen den Aktionären einen Gewinn geben).

Landet dann VMware da, wo SCO jetzt schon ist?

Wie bei uns in der Politik - kommt wohl auch bei VMware der größte Umsatz vom Kleinvieh (Workstation). Es kauft sich doch keiner mehr Workstation, wenn man die Server-Version umsonst bekommt. Es muss also einen Haken geben.

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Beitragvon minimike » 01.03.2006, 17:08

Die aktuelle Workstation bietet mehr Tweaks für den lokalen Endanwender. Angefangen von kompfortabelen Datarecoverylöungen ( Snapshot, Clone, usw) sowie experimentelle Features wie 3D in Gastsystemen (derzeit leider nur unter Windows) sowie deutlich mehr Performance. Ganz besonders im visuellen Bereich hinzu kommt das unter einem Linuxhost der Wechsel in den Fullscreen bei der WS endlich gescheit funktioniert. Beim Server ist das nicht wichtig und man braucht auch gar nicht zu hoffen. Wer einen Computer ohne Monitor besitzt, und nur Systeme für Netzwerkdienste virtualisieren möchte hat mit dem Server ne einfache Lösung zur Hand. Möchte jemand mit Looking Glass arbeiten oder entwickelt Eingabewerkzeuge wie Handschuhe mit Bluetooth für den PC um einen 3D Desktop besser bedienen zu können, der fällt mit dem Server auf die Nase und greift besser zur Workstation. Kommt es auf Grafik an ist die Workstation die bessere Lösung

Nun was will VMware Inc. denn tun? Es gibt XEN (ach ja, die holperige Einführung von XEN 3 hat für mich eindeutig finanziellen Charakter) ohne Support kann XEN kostenfrei sein, die Mailingliste ist auch kostenfrei. Microsoft will seinen Server anscheinend in zukünftigen Serverversionen beilegen dazu kommen noch andere Konkurenten die deutlich günstigere Produkte feilbieten. Wenn die im Geschäft bleiben wollen hilft ausschlieslich eine agressive Kundewerbung wobei der Kunde das Produkt positiv in Errinerung behalten soll. Aktionen wie sie beim z.B. Vertieb vom Realplayer vorkommen wären für die Firma tödlich, da ist doch etwas Brot und Spiele für das Volk mit einigen kostenlosen Gimmicks eher die bessere Lösung. Wenn die mit Inovationen die Oberhand im Markt halten können sehe ich eine gute Chance das die Firma in diesem schwierigen Markt bestehen kann. Dazu müssten die aber auch die third Party Opensource Produkte wie Samba oder Apache stets aktuell zur Verfügung stehen oder aber optional zu Installieren sein

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Beitragvon Mauze » 01.03.2006, 17:24

Genau das habe ich mir gedacht.
Danke für Deine Ausführungen.

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Beitragvon minimike » 01.03.2006, 17:39

habe meinem Beitrag noch etwas hinzu gefügt, allerdings warst du mit deiner Antwort scneller :)

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Beitragvon Mauze » 01.03.2006, 18:10

Hallo minimike,

folgende Zitat von Dir:
@minimike: Wenn die mit Inovationen die Oberhand im Markt halten können sehe ich eine gute Chance das die Firma in diesem schwierigen Markt bestehen kann.


..gibt genau meine pers. Meinung wieder.

Ich habe mir auch schon überlegt meinen Server im Keller auf XEN umzurüsten. Leider ist jedoch bei einer Paravirtualisierung auch eine Kerneländerung der domU notwendig. Bei eigenen Kernel kein Problem - aber bei festen Distributionen wie z.B. dem IpCop ist das schon sehr aufwendig, und man flickt immer wieder nach.

Was ist damit sagen will ist, das man für ein wirklich gutes Produkt auch etwas bezahlen will.

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Beitragvon minimike » 01.03.2006, 18:20

Die Kernel die das XEN Projekt liefert sind sehr prickelnd.... Nach 5 min baust du selber.
SuSE bietet einen brauchbaren Kernel mit XEN 3 als RPM an, für Dom0 und DomU alledings mit XEN 3. Kleine Ironie ich fahre SuSE 10 aber mit XEN 2 .....

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Beitragvon Mauze » 01.03.2006, 18:49

...klar baue ich die Kernel schnell selber (DMZ-WebServer FTP usw.)- nur halt keinen für einen IpCop - da müssen dann so einige Kernelpatches (iptables etc.) nachgebaut werden. Auf jeden Fall habe ich schon ein Reservesystem im Keller am laufen, so das ich erst mal alles auf einem Testrechner machen kann. Für die Umschaltphase muss dann das Reservesystem herhalten.


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