Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!

VMware bockt - hab alles versucht und bin ratlos

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung der VMware Workstation und VMware Workstation Pro.

Moderatoren: irix, continuum, Dayworker

Member
Beiträge: 15
Registriert: 13.12.2004, 14:39

VMware bockt - hab alles versucht und bin ratlos

Beitragvon Cassandra » 15.12.2004, 17:19

Hallo an Alle!

Also ich hab da ein sehr bockiges VMware das einfach nicht laufen will und mich mit Fehlermeldungen fast totschmeißt! :cry:
Ich habe die VMware-any-to-any-patches versucht, die in diesem Forum beschriebene Installations und Configurationsanleitung von Suse ausprobiert und Vorschläge von vmware.com ausprobiert bei denen es darum ging unter vmware ein OS laufen zu lassen das auch als Dual-Boot-System physikalisch vorhanden ist.
Ich geb jetzt mal eine genaue Problembeschreibung in der Hoffnung doch noch irgendwo Hilfe oder eine Lösung zu finden.

host operating system: Suse 9.1
guest operating system: Win2K Prof
vmware workstation 4.5.2

Beim starten der virtuellen Maschine unter vmware kommt es zu folgenden Fehlermeldungen in der angegebenen Reihenfolge:

1.
The partition table on the physical disk has changed since the disk was created. Remove the physical disk from the virtual machine then add it again.
(Hab versucht die Partitionstabelle zu reparieren, die ist aber nicht kaputt...
Wie bitte habe ich die Aussage zu verstehen: "remove the physical disk from the virtual machine" ???)

2.
This version of Linux Kernel is newer then the newest series with which vmware workstation is supported. It may or may not work. Do you wish to continue?
(Hab das vmware-any-to-any-patch nach Anleitung aufgespielt, der Fehler taucht nach wie vor auf, genauso wie die anderen...)

3.
If you are dual booting a native Windows Installation it is possible that problems will occur while trying to boot your system in vmware workstation.
More information:
http://www.vmware.com/info?id=49&sn=6A1 ... 4N%2d4039M
(Der link führt zu einer Beschriebung wie man eine bereits vorhandene physikalische OS-Installation unter vmware zum Laufen bringt, hab alles genau befolgt, danach tauchte dann noch die Fehlermeldung auf die als letztes kommt. Einen kleinen Erfolg hat es aber doch gebracht, vorher hat vmware gar nicht erst versucht Windows zu booten, danach ist er bis zum Laden von Grub gekommen, dann kommt die letzte Fehlermeldung und das wars.)

4.
Unable to open disk "Windows XP Professional.vmdk".
Failed to configure disk ide0:0.
The virtual machine can not be powered on with an unconfigured disk.
(Bitte nicht vom Namen der .vmdk verwirren lassen, es ist tatsächlich Windows 2000, wurde nur falsch benannt, die Einstellungen sind richtig.
Dieser Fehler taucht nicht mehr auf nachdem ich die Anweisungen von vmware.com befolgt habe, siehe 3.)

5.
VMware Workstation internal monitor error:
This virtual machine has tried to execute an invalid part of memory.
It is possible that the virtual disk or CDmedia you are using is not bootable or that a program or driver running in the virtual machine has malfunctioned.
(Danach kommt eine Beschreibung wie man sich an den support wenden soll, leider haben wir keinen support für vmware... :x
Dieser Fehler tritt wie gesagt beim Laden von GRUB auf und zwar erst seitdem ich die vmware-Anweisungen befolgt habe :!: :roll:
Danach schaltet sich die virtuelle Maschine wieder ab.)

Tja, das war soweit alles, ich hoffe da wird irgendjemand schlau draus, so langsam weiß ich echt nicht mehr weiter.
Bedanke mich schonmal im Vorraus für jede Hilfe und jeden Hinweis! :)

LG
Cassandra

Benutzeravatar
Moderator
Beiträge: 14745
Registriert: 09.08.2003, 05:41
Wohnort: sauerland
Kontaktdaten:

Beitragvon continuum » 15.12.2004, 20:26

Wie bitte habe ich die Aussage zu verstehen: "remove the physical disk from the virtual machine" ???)

- das ist woertlich zu verstehen: einfach wegwerfen! Keine Sorge - du loeschst nur die ca 1kb grosse Beschreibung der Festplatte.

Suse9.1 hat Kernel 2.6 oder?
Du musst einmal mit Kernel 2.4 booten (Knoppix zum Beispiel) und die Anweisungen der Knowlegebase 1235 befolgen.
Danach bootest du ins 2000 entweder von Floppy-image (mein Tipp) oder vverwendest Petr's Grub-patch oder installierst LILO.

Ulli

Member
Beiträge: 15
Registriert: 13.12.2004, 14:39

Beitragvon Cassandra » 16.12.2004, 09:15

Hallo Continuum!

Erstmal danke für die schnelle Antwort. :)
Jetzt muß ich aber doch erst nochmal zurückfragen, ich bin nämlich relativ neu in dem Job und kenn mich nicht so wirklich gut aus.
Also welche Datei ist das denn die die Beschreibung der Festplatte enthält und die ich wegwerfen soll?
Was den Kernel angeht so ist es 2.6.5.7.
Dann weiß ich nicht wo ich diese Knowledgebase finde.
Und wenn ich dann nach windows booten soll, soll ich das direkt tun oder unter vmware?
Achja und wo kriege ich den Grub-patch her?
Vielen Dank für die Hilfe,

LG
Cassandra

Member
Beiträge: 15
Registriert: 13.12.2004, 14:39

Beitragvon Cassandra » 16.12.2004, 13:01

ok, die Knowledgebase 1235 habe ich gefunden, aber die Hälfte davon verstehe ich nicht.

"Write down the disk geometry obtained from the command, then supply that geometry when you boot the 2.6.x kernel.

For example, if the hdparm -g command reports:
geometry = 14593/255/63, sectors = 234441648, start = 0

Then you should use the hda=14593,255,63 option when you boot your 2.6.x kernel."

Wie benutze diese boot option? Und ich versteh nicht was ich wie booten soll.
Linux?
Windows direkt oder unter vmware?
Kannst Du das bitte nochmal etwas genauer erklären?
Ich suche zwar weiter aber bisher hab ich nur die Knowledgebase gefunden und momentan bin ich etwas verwirrt... :?

Benutzeravatar
Moderator
Beiträge: 14745
Registriert: 09.08.2003, 05:41
Wohnort: sauerland
Kontaktdaten:

Beitragvon continuum » 16.12.2004, 20:01

Hi
angenommen: du baust dir eine neue VM mit Namen: "meine-kleine-blaue-elise" und speicherst die blaue Elise in einem Ordner namens : "meine-kleine-blaue-elise"
Dann findest du in diesem Ordner eine "meine-kleine-blaue-elise.vmx", eine "meine-kleine-blaue-elise.vmdk" , eine "nvram" und ein vmware.log.

In der *vmx steht quasi eine Hardwareliste - alle Sachen die du ueber das gui vornehmen kannst werden auch hier notiert.
Dateien mit Endung "vmdk" sind virtuelle Festplatten - meistens gibt es davon mehrere. In der Regel gibt es eine kleine - mit dem Namen den du vergeben hast - zB: "meine-echte-Platte-vom-XP.vmdk" - ca 1kb gross und dann noch einen Haufen anderer mit komischen Endungen zB: "meine-echte-Platte-vom-XP-flat-001.vmdk" oder "meine-echte-Platte-vom-XP-REDO*

Du hast eine in der etwa sowas steht:

Code: Alles auswählen

# Disk DescriptorFile
version=1
CID=fffffffe
parentCID=ffffffff
createType="fullDevice"

# Extent description
RW 156296385   0

# The Disk Data Base
#DDB

ddb.virtualHWVersion = "3"
ddb.geometry.cylinders = "9729"
ddb.geometry.heads = "255"
ddb.geometry.sectors = "63"
ddb.geometry.biosCylinders = "9729"
ddb.geometry.biosHeads = "255"
ddb.geometry.biosSectors = "63"
ddb.adapterType = "buslogic"


Diese Datei beschreibt deine echte Festplatte - siehe FLAT "\\.\PhysicalDrive4"

In deinem Fall sollst du diese kleine Beschreibung wegwerfen.

Als naechstes musst du deinen Echtrechner mit Linux 2.4 booten und mit hdparm -g deine Festplatten abfragen. Die Angaben die du hier erhaelst, schreibst du dir auf ein Blatt Papier - (ich weiss - das ist uncool - geht aber nicht anders)

Wenn du dann wieder Kernel 2.6 bootest sollst du dem Kernel mitteilen, auf welche Art er die Festplatte anschauen und berechnen soll. VMware braucht die alte Ansicht. Also musst du Grub sagen was er tun soll. Das ist ein Eintrag der etwa so aussieht : hda=14593,255,63. Dieser Eintrag steht dann in einer Liste mit anderen Bootparametern: hda=14593,255,63 ; montags-nie; maxMEM oder wie auch immer.
Wie man das allerdings einer Suse erzaehlt - kann ich dir leider nicht sagen - bei Suse weiss ich nur wo der AUS-schalter ist.
Laut Petr taugt ein normaler GRUB nicht zum Dualbooten in dieser Konstellation - aber deswegen brauchst du weder auf LILO wechseln, noch einen gepatchten GRUB verwenden - am einfachsten ist es wenn du dein Windows von Floppy bootest - am besten von einem Floppy-image .

Kleine Auffrischung - Windows von Floppy booten

Code: Alles auswählen

Floppy einlegen
format  a: /u
copy boot.ini a:\
copy ntdetect.com a:\
copy ntldr a:\

danach noch mit notepad die boot.ini oeffnen und /fastdetect durch /sos ersetzen


Dieses Echtfloppy kann nun unabhaengig von deinem Linux-bootloader dein Windows als VM booten. Das ist auf jedenfall zu empfehlen, denn jetzt kannst du dem Windows-als-VM jeden Zugriff zum MBR verbieten.

Ist dir eigentlich klar, dass dein Windows evtl gar nicht bootet sondern mit Bluescreen auf der Strecke bleibt? Wenn du ein Board mit Intel-chipsatz hast - hast du vielleicht Glueck und es geht auf Anhieb - ansonsten ist tricksen angesagt.

Ulli

Member
Beiträge: 15
Registriert: 13.12.2004, 14:39

Beitragvon Cassandra » 17.12.2004, 09:30

Hi! :)

Vielen, vielen Dank für diese super Beschreibung, ich werde das heute machen und hoffen daß es hilft, muß nur noch ein Knoppix mit dem entsprechenden Kernel besorgen.
Werde hinterher nochmal Rückmeldung geben ob das Problem gelöst ist oder nicht.

Lg
Cassandra

Member
Beiträge: 15
Registriert: 13.12.2004, 14:39

Beitragvon Cassandra » 17.12.2004, 16:58

Also heute kann ich wohl kein Feedback mehr geben weil ich auf Grund tausend anderer Probleme noch nicht wirklich dazu gekommen bin mich um das vmware zu kümmern.
Werde dann am Montag noch mal schreiben.
Schönes Wochenende und Lg

Cassandra

Member
Beiträge: 15
Registriert: 13.12.2004, 14:39

Beitragvon Cassandra » 21.12.2004, 16:49

Hallo! :D

Also mit Deiner Anleitung habe ich vmware tatsächlich zum Laufen gebracht! *freu*
Nur der Vollständigkeit halber (falls mal jemand das gleiche Problem hat), die Einstellungen für den Kernel macht man in der Datei

/boot/grub/menu.lst

Nochwas lief nicht ganz nach Plan, ich habe vmware nicht gleich dazu bekommen von CD zu booten, man muß nämlich noch eine kleine Einstellung vornehmen damit das CD-ROM (oder meinetwegen auch die Floppy) überhaupt im BIOS verfügbar ist:

In der vmware-Konsole auf EDIT klicken, dann virtual machine settings und den Punkt DVD/CDROM auswählen.
Dort den Punkt "Legacy emulation" aktivieren, danach kann man dem vmware-BIOS auch sagen daß es von CD-ROM booten soll.

Also danach geht jetzt alles (vielen, vielen, tausend Dank!!!), bis auf einen neuen Fehler, Vollbildmodus geht nicht und spuckt folgende Meldung aus:

DVGA is not supported since the host uses kernel framebuffer
Full screen VGA initialization failed.
Cannot switch to full screen mode.

Danach brauch man nicht mehr CTRL+ALT drücken um mit der Maus aus der vmware-Konsole rauszukommen, was zugegebenermaßen etwas verwirrend sein kann...
Gibt es dafür einen patch, ist das ein bekanntes Problem oder hab ich da was neues aufgetan?


Zurück zu „VMware Workstation und VMware Workstation Pro“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste