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Auf der Suche nach dem Fehlerteufel
Verfasst: 03.07.2011, 02:11
von levant
Es besteht momentan folgendes Problem.
Bis vor ein paar Wochen liefen auf einer Windows 7 Desktop-Workstation problemlos 15-20 Windows XP Gastsysteme parallel mit einer getriggerten Automatisierungssoftware die lediglich den Firefox ansteuert.
Seit einer kompletten Neuinstallation des Host sowie des Gastsystem lassen sich nun leider maximal 15 Gastsysteme betreiben, die restlichen 5 starten zwar aber der Triggervorgang der Automatisierungssoftware schlägt fehl oder der Firefox braucht unwahrscheinlich lange bis er gestartet ist.
All dies war vorher nicht der Fall gewesen.
Nun stellt sich mir die grosse Frage woran dies liegt, an der Hardware wurde nichts verändert.
Das Hostsystem hat die gleiche Konfiguration wie vorher und sollte daher nicht der Auslöser sein.
Leider habe ich die Build des alten Gastsystems nichtmehr und kann daher nicht genau nachvollziehen ob dort eventuell vorher eine unaktuellere und somit Systemschonendere Version vorhanden war.
Von der Konfiguration her ist aber alles wie vorher.
Nun stellt sich halt die Frage warum dies so ist, den am PC wurde nichts geändert.
Ist es eventuell nur das "Systemlastige" Up-to-Date Gastsystem?
Kennt jemand eine alternative Automatisierungssoftware mit GUI für Linux?
(Klick Koordinate x/y und öffne Webseite x würde als Befehlsgrundlage vollkommen ausreichen)
Falls andere Lösungswege erdenklich wären, einfach äussern.
Aktuell will ich versuchen so viel wie möglich auszuschliessen.
Verwendete Hard/Software:
Hostsystem:
Windows 7 Ultimate x64 SP1 *Up-to-Date*
VMWare Workstation 7.1.4 *Up-to-Date*
Avast Antivirus 6.0.11.25 *Up-to-Date*
O&O CleverCache 7.1 *Up-to-Date*
Biostar TA 890GXE
AMD x6 @ 6 * 4000 MHz
16 GB DDR3 1333 MHz
4 * 320 GB SATA3 @ 2 * RAID1 (1 * Hostsystem / 1* VMWareimages)
Gastsystem:
Windows XP x86 SP3 *Up-to-Date*
VMWare Tools 8.4.6 *Up-to-Date*
AutoMate 8.0.2.210 *Up-to-Date*
Firefox 3.0.19
384 MB Ram
6 GB HDD
Vielen lieben Dank im vorraus.
Mit lieben Grüssen,
levant
Verfasst: 03.07.2011, 15:36
von bla!zilla
Hatte das alte System auch W7 SP1 installiert? Wenn nicht, dann könnte hier das Problem liegen. Microsoft hat mit dem SP1 für W7 und W2K8 R2 etwas am Speichermanagement geändert.
Verfasst: 03.07.2011, 21:05
von levant
Kann ich ausschliessen da das System erst vor 2 Wochen neu aufgesetzt wurde und vorher immer upgedatet wurde.
Wie sieht es den mit den Ressourcenunterschieden zwischen den Service Packs beim XP aus?
LG
icemails
Verfasst: 03.07.2011, 21:46
von irix
Schalt mal den Virenscanner aus und schau dann mal.
Gruss
Joerg
Verfasst: 03.07.2011, 21:52
von Dayworker
384MB ist etwas knapp in meinen Augen. Gib der VM mal 512MB RAM und probiere erneut.
Ich vermute aber, daß das eigentliche Problem in den VMware-Voreinstellungen zu suchen ist. Schau dir mal in der WS unter "Host" die "Host Settings" und dort den Unterpunkt "Additional memory" an. Dort sollte "Fit all virt.memory into reserved host RAM" angekreuzt sein.
Falls das auch nichts hilft,
verlinke bitte ein vollständiges "vmware.log" aus dem VM-Ordner auf
http://ifile.it und wir sehen dann mal nach.
Verfasst: 04.07.2011, 10:00
von levant
Ausschalten des Avast Antivirus hat über 1 Stunde keine Änderung gezeigt.
Das aufstocken des Ram im Gast auf 512 MB habe ich nun eben vollzogen, war vorher so aber auch auf 384 da bei 20 Gastsystemen a 512 MB der komplette Arbeitsspeicher voll ist ohne das andere Programme laufen.
"Fit all virtual machine memory into reserved host RAM" ist bereits aktiviert gewesen.
Hier noch die vmware.log
http://www.pellcapone.de/vmware.log
LG
levant
Verfasst: 04.07.2011, 20:19
von Dayworker
Jul 04 09:45:17.401: vmx| MONITOR MODE: allowed modes : BT HV HWMMU
Jul 04 09:45:17.401: vmx| MONITOR MODE: user requested modes : BT HV HWMMU
Jul 04 09:45:17.401: vmx| MONITOR MODE: guestOS preferred modes: BT HWMMU HV
Jul 04 09:45:17.401: vmx| MONITOR MODE: filtered list : BT HWMMU HV
Jul 04 09:45:17.401: vmx| HV Settings: virtual exec = 'software'; virtual mmu = 'software'
Hmm, bis auf obiges sehe ich nichts bremsendes.
Probiere doch mal bitte folgende Einträge in der "config.ini" (ich hoffe die funktionieren auch dort und nicht nur in der VMX...) aus:
Code: Alles auswählen
monitor.virtual_exec = "hardware"
monitor.virtual_mmu = "hardware" Damit nutzt du die Virtualisierungsunterstützung der CPU und solltest mehr VMs bei gleicher Last laufen lassen können.
Wenn es damit immer noch nicht klappt, dürfte es wirklich am SP1 und dem geänderten Speichersubsystem liegen. Auf der anderen Seite sind in meinen Augen mehr als 10 gleichzeitige VMs auf einer Desktop-Virtualisierungslösung schon als grenzwertig zu betrachten.
Verfasst: 07.07.2011, 19:17
von levant
Hatte es alles so eingestellt ,etwas Besserung hat es gegeben aber eben nicht viel.
Wie sieht es den mit dem Clonen aus, weis nicht ob vorher die Clonefunktion von Vmware benutzt wurde oder ob die Ordner einfach nur kopiert und umbenannt wurden.
Habe nämlich eben gesehen das Trotz Fullclone die .VMDK´s immer unterschiedliche Grösse haben obwohl sie aus dem Gleichen Stammsystem gecloned wurden. (100-500 MB Unterschied)
LG
levant
Verfasst: 07.07.2011, 19:42
von continuum
20 x 512 + overhead ist schon nah dran an
prefvmx.allVMMemoryLimit = 13312
wenn es nicht sogar schon zuviel ist
ich wuerde raten
prefvmx.minVmMemPct = 100
auf 50 runter zu setzen
hast du schon mal
vmmon.disableHostParameters = "TRUE"
probiert ?
Verfasst: 07.07.2011, 19:58
von levant
Hab ich jetzt mal umgestellt wie beschrieben.
Neustarten und dann schau ick direkt.
LG
levant
Verfasst: 07.07.2011, 20:21
von Dayworker
Ulli bei 512MB RAM sind an Overhead bis zu 54MB möglich. Zusammen mit den 20 VMs liegt er noch ~2GB unterhalb des Reservierten Bereiches.
Das sollte doch eigentlich ausreichen oder mischt das SP1 hier etwa wieder mit

:?:
Verfasst: 08.07.2011, 00:54
von levant
Uiui Ulli,
ick werd jetzt einfach mal dreist und nenn dich persönlich beim Namen und hoffe einfach das es dich nicht stört.
Dein Tipp war sehr gut will ich nach einigen Stunden Testlauf einfach mal verkünden, Ram sowie Prozessor arbeiten nun ich nenn es mal "runder".
Die VMWares schlafen dadurch weniger ein.
Habe nun auf 12 Gastsysteme reduziert und es läuft nun wesentlich flüssiger.
Ich vermute einfach das beim vorherigen Betrieb mit 20 Gastsystemen keiner darauf geachtet hat ob diese sich gegenseitig ausbremsen.
Habe eben Handlelogs von Auswertungen der letzten Wochen als Vergleich herranzgezogen und erledige aktuell mit 12 Gastsystemen 90% der Arbeit die vorher mit 20 Gastsystemen erledigt wurden.
Dies lässt mich zu dem Entschluss kommen das die Gastsysteme sich vorher einfach gegenseitig gebremst haben.
Nun nochmal einige allgemeine Frage zum paralellen Betrieb von sovielen Gastsystemen.
1. Aktuell ist das Win 7 Ultimate auf einem eigenen RAID1 Array (2*320 GB SATA3) und die Gastsysteme sind auch auf einem eigenen RAID1 Array (2*320 GB SATA3), Frage ist ob es sich nicht eher anbietet jeweils die hälfte der Gastsysteme lieber auf einer einzelnen Platte zu betreiben (Datensicherheit ist egal da externe Backuplösungen zu genüge verfügbar sind) oder ob der Betrieb eines einzelnen RAID5 Arrays (5*320 GB SATA3) mit Betriebssystem und Gastsystemen einen höheren Leistungsschub gibt.
2. Bis zum aktuellen Tage clone ich persönlich immer mit der Funktion "Full Clone", die Frage ist nun halt ob ich nicht lieber einen "Linked Clone" erstellen sollte um für weniger Datenmenge und somit weniger Lesezyklen zu sorgen?
3. Und dann noch das leidige Thema warum die Gastsysteme manchmal einschlafen und dann wenn man sie quasi in den Vordergrund holt, sie die Arbeit der letzten 2 Minuten in Sekunden ablaufen lassen?
4. Zudem suche ich hier noch den "Donate" Button um die Finanzierung des Boards mit einem kleinen Obulus zu unterstützen.
LG
Levant
Verfasst: 08.07.2011, 02:15
von continuum
ick werd jetzt einfach mal dreist und nenn dich persönlich beim Namen und hoffe einfach das es dich nicht stört.
Im Gegenteil - es ist mir sogar lieber
zu 1: wenn Datensicherheit keine Rolle spielt verteil die VMs am besten auf einzelne Platten - ohne RAID. JBOD mode falls der Controller das kann
zu 2: koennte wirklich schneller sein wenn viel des basis-images im Host-festplattencache liegt ... kaeme auf einen Versuch an
zu 3: stell alle energy saving Optionen der Gäste ab ... evtl hilft es sie mit einer einfachen batch die irgendwas macht aktiv zu halten
zu 4: unser desertierter Boardgründer denkt das Board trägt sich selbst - Spenden sind daher unnötig
Helf einfach selber wenn du mal einen Fall siehst wo du aushelfen kannst und alles wird gut
Verfasst: 15.07.2011, 19:13
von levant
Nach einer heftigen Grippe bin ich nun wieder auf dem Damm und kann erfreuliches berichten.
Besagte Änderungen wurden bis auf die RAID1 Auflösung vollzogen und haben einen enormen Leistungsschub gebracht.
Leider macht nun scheinbar der Router schlapp, sollte man ihm aber vermutlich auch nicht übel nehmen da es nur ein 4 Port Router ist der ja nun mit 16 MAC´s arbeiten muss.
Gibts dazu noch eine Lösungsidee wie zum Beispiel die Arbeit des Routers via VMWare laufen zu lassen sodass die 15 VMWares via 1 MAC durch die VMWare kommen?
LG
levant
Verfasst: 15.07.2011, 22:33
von ch-hunn
Normalerweise sollte auch ein Billigstrouter mit mehr als 16 MAC Adressen klar kommen. Allerdings kann es sein, dass Deine VM mit dem Workload so viele TCP Sessions erzeugen, dass der Router deswegen schlapp macht.
Da würde auch ein vorgeschalteter NAT Router keine Besserung bringen, da ja die Anzahl der Sessions gleich bleibt.
hth
Chregu