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Eigene Partition für Client-OS/Probleme bei der Durchführung

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung der VMware Workstation.

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Eigene Partition für Client-OS/Probleme bei der Durchführung

Beitragvon trpd » 13.02.2004, 09:52

hi,

habe ein problem bzw. eine frage zu vmware workstation 4. folgendes soll realisiert werden: installation mehrerer betriebssysteme unter vmware welche dann komplett konfiguriert und so auf andere pcs migriert werden sollen.

wenn ich ein gast-os nach der üblichen methode installiere, erzeugt er die datendateien und alles läuft, keine probleme. nur kann ich diese dateien logischerweise nicht migrieren. also will ich die zweite möglichkeite bei der installation eines gast-os nutzen und dem gast-os eine eigene partition zuweisen. auch das geht noch problemlos.

startet man eine gast-os installation (hier windows small business server 2003) zeigt die gast-os-installationsroutine die hdd-partitionen an (zugewiesen wurde die erste logische partition "vmx" mit 15gb, host-os liegt auf primärer 40gb partition), eine auswahl der zugewiesenen partition führt aber zu nichts, da sich windows darauf nciht installieren lässt. werden die primäre host-startpartition und die ziel-vmware-partition zugewiesen, lädt das vmware-gastsystem das hostsystem, welches logischerweise "zerschossen" wird....

komme alleine mit dem handbuch nicht weiter, hat hier jmd tipps?

danke.

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Beitragvon trpd » 16.02.2004, 12:27

hat hier noch niemand auf "use a physical disc" geklickt? :(

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Beitragvon continuum » 16.02.2004, 15:30

Hi
habe dein erstes Posting glatt uebersehen ...

Eine Installation auf raw-disk ist fuer deine Faelle voellig unnoetig - mal abgesehen davon dass du nicht so ohne weiteres auf eine log. Partition installieren kannst. Das geht zwar - ist aber ein etwas laengerer Text.

Also installier ganz normal auf virt. Harddisks - mach einen ghost davon und uebertrag den auf den Zielrechner.

Du hast ein Problem entweder nicht erwaehnt weil du ein As am Erdcommander oder Barts PE bist oder weil du es noch nicht vorhersiehst.

Der VMware-Rechner hat voellig andere Hardware als der Zielrechner. Wenn du also einfach nur das System uebertraegst und das dann bootest wirst du Probleme kriegen. Wenns gut laeuft - AMD nach AMD zB. - kannst du vielleicht durch booten im Failsafe-Modus die Treiber-aenderungen durchfuehren.
Ist der Fall schwieriger - ZB. AMD auf ide nach P4- auf Raid kommst du nur bis zum BSOD.
Beim umgekehrten Weg ist es derzeit gaengige Praxis den Hal auszutauschen. Man migriert das System verwendet aber einen Hal der auf dem Zielsystem mit der haargenau gleichen OS-version erstelllt wurde.

Nochmal zu der raw-disk Installation: eine raw-disk ist NICHT schneller als eine plain-disk - man handelt sich jede Menge Probleme ein und die Daten darauf sind NICHT sicherer untergebracht als auf einer virt. Disk.
Also sollte man es sicht 3x ueberlegen ehe man soetwas anfaengt. Es gibt wirklich kaum Situationen wo eine raw-disk Sinn macht.

Falls du kein Problem mit englischen Anleitungen hast - kann ich dir ein paar Texte zu p2v geben. Du willst zwar v2p aber das Verfahren ist wohl vergleichbar.

Gruss

Ulli Hankeln

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Beitragvon trpd » 16.02.2004, 15:52

hallo,

erstmal danke für deine ausführliche antwort. mit englischen texten habe ich kein problem, als fachinformatiker sollte man da auch halbwegs fit sein. diese ganze vmware geschichte ist für mich bisher mehr ein logisches problem, der knoten ist einfach noch nicht geplatzt.

ich lass einfach gleich die dümmste frage raus, nicht böse sein, ich sitze da wiegesagt mit einer totalen blockade dran. du sagst die virtuelle hdd ghosten, soweit so gut, nur wie will ich ein image von einer datei ziehen?! also ziel sollte wiegesagt sein, dass ein universelles system geschaffen wird, was sich auf andere rechner übertragen lässt. ich dachte eigentlich, dass durch die von vmware verwendeten "universaltreiber" eine migration leichter ist, zb für notfälle und server.

bin dankbar für jede antwort, bin bemüht der lage schnell herr zu werden und dann kann ich anderen usern hier auch weiterhelfen.

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Ein VMware-Computer ist ein Computer wie jeder andere auch.

Beitragvon continuum » 16.02.2004, 16:39

Hi
da bin ich ja irgendwie beruhigt, dass es dir als Informatiker genauso ergeht wie mir damals als EX-hippie und Fabrikmalocher.
Ich betrachte die ganze Sache so: sobald der virt. Rechner laeuft habe ich es mit harddisks zu tun = vmdk, mit einem BIOS = nvram, mit einer Rechnerkonstellation - sprich Hardwareliste - = vmx.
Wenn der Rechner aus ist, wird aus dem BIOS eine nvram-Datei.

Wenn ich jetzt 5 VMs am laufen haben sitze ich quasi an einem Monitor mit Eingabeeinheit den ich per Drehshalter auf irgendeinen der 6 (5xVM + 1x Host) Rechner umschalte.
Wenn du die 5 VMs per remote-desktop bedienst statt mit dem VMware-interface wird das noch deutlicher - stell dir einfach vor die 5 VMs staenden unten im Server-raum.

Kurz gesagt - wenn die VM-maschine laeuft ist sie von einem realen Computer nicht zu unterscheiden. Netzwerktechnisch gesehen siehst du absolut keinen Unterschied.

Erst wenn du die VM-Maschinen runterfaehrst werden sie wieder zu Dateien.

So zurueck zu der ghosterei. Um ghost benuetzen zu koennen braucht man ? - na mindestens einen laufenden Computer. Also musst du dich mit einer Harddisk befassen und nicht mit einer Datei. Das weitere Vorgehen brauch ich dir wahrscheinlich nicht zu schildern ....

Jetzt hast du bei vmware-computern aber noch eine andere Option. Aber nur wenn er ausgeschaltet ist, wir es also mit einer Datei zu tun haben. Die vmdk-Datei kannst du auf DVD brennen, mit nach Haiti nehmen und dort wiederum als Festplatte in einen Vmware-computer einbauen der in Haiti bei deiner Geliebten steht. Du transportierst eine Datei und baust sie als Festplatte in einen Computer ein. Sobald du den startest wird sie zur Festplatte.

Hast du vielleicht auch bei deiner ersten virtuellen Maschine nvidia-Treiber installiert - macht nichts - das geht fast allen so.

Um ein Gespuer dafuer zu kriegen wuerde ich dir raten: nimm mal einen Schraubenzieher und bau mal einen VMware-computer auseinander.
???????????????
Der Schraubenzieher bei Echtrechnern ist der Texteditor bei vmware-Rechnern. Oeffne mal eine vmx-Datei mit einem Editor - nicht mit Word - am besten Ultraedit aber Notepad tuts auch.
Wie du siehst - die ganze virtuelle Hardware liegt vor dir. Willst du die Soundkarte ausbauen nimmst du bei einem Echtrechner den Schraubenzieher und bei einem VMware-Rechner loeschst du einfach die entsprechenden Zeilen. Neue Netzwerkkarte gefaellig?
Ganz einfach: ans Ende der vmx folgende Zeilen drangehaengt und fertig.
ethernet2.present = TRUE
ethernet2.connectionType = "bridged"
ethernet2.vnet = "VMnet7"

Beim Zusammenbau der VM schludert der vmware-wizzard oft ziemlich.
Falls du mal Probleme mit dem Floppy hast - so sieht ein gut eingebautes Floppy aus:
floppy0.startConnected = TRUE
floppy0.fileName = "path-to-floppy-image.flp"
floppy0.fileType = "file"
floppy0.present = "TRUE"

Die Schlampe von VMware-wizzard baut manchmal nur sowas ein:
floppy0.startConnected = TRUE
Das hat denselben Effekt wie ein verkehrt herum gestecktes Floppykabel.

Wie beim Haendler auch: bei einem neuen Computer immer erst mal aufschrauben und kontrollieren ob alles so ist, wie du es haben wolltest.

Lange Rede kurzer Sinn: ein VMware-Computer ist ein Computer wie jeder andere auch. Halt nicht von Dell oder Compaq sondern von VMware.

So ein letzter Rat noch: trau dem vmware-wizzard nicht ueber den Weg - bau dir deine VMs lieber selber zusammen.

Viel Spass

Uli Hankeln

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Beitragvon continuum » 16.02.2004, 16:57

Da hab ich doch noch was uebersehen!
Du sagtest Universaltreiber - von wegen.

Ein VMware-rechner hat wie jeder andere Rechner auch recht spez. Hardware eingebaut.
zB: VMware SVGA 2 ----- benoetigt einen spez. VMwaretreiber da sie sonst nur als VGA-compatibel erkannt wird.
Dein Host hat vielleicht 3COM-nics ---- deine VMs benoetigen Treiber fuer AMD-PCnet 32.
Baust du bei einem VMware-Rechner eine virt. SCSI-Platte ein, brauchst du BUSLOGIC-Treiber und nicht die Adaptecs die dein Host vielleicht hat.
usw ....
Schau dir mal die Spezifikationen an - findest du auf der VMware-Seite.

Manchmal verstehe ich die Leute nicht - sie kaufen nicht nur einen sondern 1000 neue Computer wie im Fall von VMware - aber kaum einer schaut mal nach, was er denn wirklich geliefert bekommt. ;-)

Ulli Hankeln

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Beitragvon trpd » 16.02.2004, 19:18

hi,

du hast einen witzigen schreibstil - respekt hierfür. danke für die erklärung, werde mich morgen nochmal ausführlich mit den dateien befassen und weiter teste. pflichtest mir ja sicherlich bei, selber zu tüffteln verspricht den größten lerneffekt. zumindest habe ich jetzt schonmal die aussage eines fachmanns, dass es nicht ohne weiteres möglich ist, einfach wild durch die gegend zu migrieren. mein direkter vorgesetzter sah schon das ultimative "verfügbarkeitstool", selbst befasst er sich lieber mit was anderem :wink:. wenn ich alles verstanden habe und es in der raxis ein paar mal umgesetzt habe, werde ich dann hier auch mal etwas hilfestellung leisten. bis dann.

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Beitragvon continuum » 17.02.2004, 18:52

HI TRPD

hast du vielleicht ein NT auf einem Echtrechner mit SCSI dass du in eine virtuelle Maschine importieren willst? Dann melde dich mal - ich tueftel gerade an einer Methode wie man das bewerkstelligen kann - habe aber keinen SCSI-Testrechner zurhand.

Falls irgendwer sonst das liest - Interesse an dem Experiment?

Bedingung: Irgendein NTx dass von SCSI bootet auf einem Echtrechner, VMware, Barts PE und etwas Pioniergeist.

Ulli Hankeln

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Problem: Der SCSI-Treiber ?

Beitragvon Rene_Mhm » 22.02.2004, 00:17

Hmm, hier fehlt mir sicher noch die VM-Erfahrung, um das Problem überhaupt zu sehen, daß Du jetzt lösen willst ....

Aber im Gegensatz zu 2k & XP ist NT4 doch eingentlich super portabel ...
Kritisch ist meiner Erfahrung nach nur der SCSI-Treiber. Dies habe ich bei phys. Maschinen entweder gelöst, indem ich VOR der Ziehen des Image noch schnell den Treiber des Zielsystems mit eingebunden habe, oder ich habe nachher auf dem Zielsystem (über ein zweites dort lauffähiges NT oder bei FAT 'ne DOS-Dsk) den r'richtigen' Treiber des Zielsystems auf die Datei des bisherigen Treibers kopiert. Das hab' ich aber nur mit verschiedenen Adaptec's gemacht.

Sonst weiß ich wirklich nicht, wo's 'brennen' soll. Selbst mein 2k hab' ich völlig problemlos nur mit neuer HW-Erkennung beim ersten Start von der physischen auf die VM bekommen:
- Start der phys. per DOS-BootDsk mit Netztreibern
- PQDI (ja, meinethalben auch Ghost) vom Server gestartet & dort Image abgelegt
- auf dem Host die VM gebaut & diese mit der selben DOS Boot-Dsk (hab' über 'nen "Be Ask" aus den alten Norton Uti's 'ne Auswahl an Netztreibern 'drin) gestartet & jetzt wieder das Image vom Server runtergezogen

Aber laß mich bitte trotzdem einfach wissen, was ich hier jetzt in Bezug auf NT4 dank meiner Blauäugigkeit übersehen habe ....

René

PS:
Das was wie oben beschrieben bei der Portierung von 2k kein Problem war, bringt beim XP nur ein "Es wurde ein Problem festgestellt" :,-(
Da werd' wohl das XP noch mal 'rüberziehen müssen.

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Beitragvon continuum » 22.02.2004, 21:02

Ich muss mich langsam mal dran gewoehnen - dass die meisten Leute unter NT NT4 verstehen. Ist mir zwar ein Raetsel warum NT5 NT6 usw kein NT sein soll - aber was solls.
Also ich meine halt irgendeins dieser NT-Abkoemmlinge, 2k,XP,2k3 usw.
Bei XP geht das nicht ganz so easy vonstatten wenn man zB. von einem Dual P4 mit ACPI und Chipsatz XY auf einen Single AMD ohne ACPI und anderem Chipsatz umstellt. Wenn dann noch unterschiedliche SCSI-Controller dazu kommen ...
Ich war eigentlich auch nur neugierig ob ich das hinkriege, weil es in der "P2V-Scene" als schwierig gilt. Leider habe ich keine SCSI-Rechner zur hand - deswegen der Rundruf.
Also falls du mir mit einem schoen schwierigem Probeobjekt als Image aushelfen koenntest - am besten waere wenn man mal etwas voellig unbekanntes in die Haende kriegen wuerde.

Bis dann
Ulli

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Beitragvon Rene_Mhm » 22.02.2004, 21:19

Ja, klar ....
Bei uns heißen die Teile eben immer nur kurz 'NT', '2000' & 'XP' bzw. '2003'. Daß NT 'nen Sammelbegriff ist, verdränge ich ob unserer eingebürgerten Kurzbezeichnungen leider immer wieder gerne, obwohl ich es seit 3.51 als AP-OS fahre.

XP scheint eher Ärger zu machen, als 2k. Zumindest geht es mir mit meinem P2V, wie oben beschrieben, so.
Aber von Ein- auf Zwei-Prozessor geht bei 2000 auf jeden Fall besser als bei NT4. Bei letzterem mußte man immer manuell die HAL & noch irgendetwas (ist zu lange her) umkopieren. Bei 2k hab' ich schon 'nen physischen Umbau hinter mir, der völlig problemlos lief (SCSI, Controller beibehalten).

Aber ich werd's posten, wenn ich mein noch störrisches XP auf die VM portiert habe.

René


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