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Virtualisierungsenginges

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung der VMware Workstation und VMware Workstation Pro.

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Virtualisierungsenginges

Beitragvon dark_dude » 27.09.2012, 15:42

Hallo,

ich bin mir derweil ein wenig unsicher über die verschiedenen Virtualisierungsengines die VMware Workstation (bei mir hier v8) anbietet.

Zur Auswahl stehen:

Binary Translation
Intel VT-x or AMD-V
Intel VT-x/EPT or AMD-V/RVI

Kann mir eventuell jemand die Unterschiede kurz erläutern?

Jedenfalls ist es nach testen und recherchieren möglich, auf einem System mit Intel Virtualisierungstechnologie (wenn man sie ausschaltet) und 64-Bit Technoligie und OS eine VM zu betreiben, die 32 bittig ist. Bei 64-Bit muss VT aktiv sein.
Bei der erwähnten 32 Bit VM erscheint es auch so, dass die unterschiedlichen Engines keine Performancegewinn oder Verlust ausmachen.

Viele Grüße

King of the Hill
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Beitragvon Dayworker » 27.09.2012, 21:27

Binary Translation kommt eigentlich nur noch auf älteren CPU zum Einsatz, dabei muß sich der Hypervisor um alle Gast-Belange und -Anfragen an die Host-CPU kümmern. Das dies immer in SW geschieht, ist die Leistung in der VM und die allgemeine Systemschwuppdizität immer vom der Host-CPU abhängig.
Beim Einsatz von HW-VT in Form von AMD-V oder Intel VT(-x) unterstützt die Host-CPU die Verwaltungsarbeit des Hypervisors und es können entweder mehr VMs bei gleicher Last oder bei gleichbleibender VM-Anzahl unter geringerer Systemlast ausgeführt werden. Die Leistung von HW-VT hat sich bei Intel und AMD im Laufe der Jahre so extrem weiterentwickelt, daß nicht nur VMware von den Möglichkeiten der jeweiligen CPU-Generation intensivsten Gebrauch macht.
Bei Intel VT-x/EPT oder AMD-V/RVI kommt jetzt neuerdings noch der RAM hinzu. Die Host-CPU bildet dabei im Endeffekt den vRAM jeder VM im pRAM des Hosts direkt ab anstatt wie vorher den vRAM jeder VM zuerst in dem von der CPU dem Prozess "vmware" zugewiesenen pRAM abzubilden um im Anschluß dann von der Host-MMU in den für das Host-OS nutzbaren gesamten Adressraum fortlaufend abzubilden. Diese doppelte Umsetzung ist zeitaufwendig und zudem auch noch fehleranfälliger.

Falls dir das nicht ausreicht, schau mal auf Anandtech unter Optimizing for Virtualization nach. Die Grundlage zum Verständnis werden aber bereits im Posting Hardware Virtualization: the Nuts and Bolts gelegt.

Zur Frage weshalb 64bit-Gäste unabhängig vom Host-OS immer VT in HW brauchen, lies dir mal mein Posting Was bedeutet Unterstützung für 64-Bit-Betriebssysteme? durch, dann sollte es dir verständlicher werden.

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Beitragvon dark_dude » 28.09.2012, 09:20

Hi,

vielen Dank für die Erklärungen. Das passt soweit gut.

Spricht man dann bei Binary Translation von "Emulation" oder auch schon von "Virtualisierung"?


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