Guten Abend allerseits!
Wie im Titel schon erwähnt, wollte ich gerne mal die erfahrenen User fragen, welches der sinnvollste Weg ist, eine Test-Domäne in WS9 einzurichten.
Im internen Netzwerk ist folgendes vorhanden:
phys. 2K8R2 DC+DHCP+DNS+CA - 192.168.0.100)
phys. 2K3R2 Dom-Member+RDS (192.168.0.101)
phys. Win7 x64 Dom-Member mit Workstation 9 (1x NIC - 192.168.0.10)
DSL-Router (192.168.0.254)
Zu Lern- und Übungszwecken benötige ich eine Test-Domäne inklusive Internetzugang, ohne jedoch die vorhandene Domäne zu berühren und/oder zu stören.
Ich habe dazu einen 2K8R2-Server installiert, Custom VMnet9 konfiguriert und die IP 10.0.0.11 vergeben (richtig - laut MCITP-Unterlagen!)
Ausserdem eine XP Prof. Maschine, ebenfalls mit Custom VMnet9 mit der IP 10.0.0.1 UND einen BRIDGED-Adapter mit statischer IP des vorhanden,o. g. Netzes, sodass ich ins Internet komme.
Ihr ahnt es schon - es funktioniert nicht.
Die beiden Test-VMs können sich gegenseitig anpingen (im 10er Netz), die XP-Maschine kommt ins Internet, aber der Server nicht.
Mache ich einen Denkfehler oder wo hapert es in dieser Konfiguration?
Ich wäre für Eure Tips und jegliche Hilfe sehr dankbar!
Wünsche Euch noch einen schönen Abend...
Gruss
windy
Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!
Test-Domäne in Workstation 9
-
mbreidenbach
- Experte
- Beiträge: 1006
- Registriert: 30.10.2004, 12:41
Kennt der DSL Router eine Route in das 10.x Netz ? Wenn nicht kann er keine Antwortpakete zurücksenden.
Und wer routet zwischen dem 10.x Netz und dem 192..x Netz ?
Auf meiner portablen Testumgebung (recht starker Notebook) habe ich die VMs in einem NAT Netz; da ist dann aber die .1 und .2 von VMware Workstation belegt.
Hier wird der Aufbau eines kompletten virtuellen Labs unter WS oder ESXi beschrieben; dort wird ein Linux-basierter Router eingesetzt:
http://www.labguides.com/autolab/
Ausprobiert habe ich Autolab selber nicht.
Und wer routet zwischen dem 10.x Netz und dem 192..x Netz ?
Auf meiner portablen Testumgebung (recht starker Notebook) habe ich die VMs in einem NAT Netz; da ist dann aber die .1 und .2 von VMware Workstation belegt.
Hier wird der Aufbau eines kompletten virtuellen Labs unter WS oder ESXi beschrieben; dort wird ein Linux-basierter Router eingesetzt:
http://www.labguides.com/autolab/
Ausprobiert habe ich Autolab selber nicht.
-
Dayworker
- King of the Hill
- Beiträge: 13658
- Registriert: 01.10.2008, 12:54
- Wohnort: laut USV-Log am Ende der Welt...
Ob das richtig oder falsch ist, können wir mangels Unterlagen nicht beurteilen. Für das prinzipielle Funktionieren einer Domäne sind andere Dinge entscheidender als die genaue IP-Adresse.Ich habe dazu einen 2K8R2-Server installiert, Custom VMnet9 konfiguriert und die IP 10.0.0.11 vergeben (richtig - laut MCITP-Unterlagen!)
Wenn du nur eine NIC im WS-Rechner mit unbekanntem OS hast, ist das VMnet9 normalerweise unbenutzt und sollte daher als "Host-only" konfiguriert sein. Wie der Name schon andeutet, besteht das private Netz lediglich zwischen dem Host und allen mit dem VMnet9 ebenfalls ausgestatteten Gästen auf diesem Host. Ein Inet-Zugang ist hier eigentlich nicht gewünscht und läßt sich daher nur über zusätzliche Routen realisieren.
Da du aber ein Mitglied des VMnet9-Verbundes mit einem weiteren VMnet versehen hast, brauchst du hier keine Klimmzüge veranstalten und mußt halt nur das Routing auf der XP-Maschine entsprechend vornehmen. XP routet aber von sich aus keine Pakete ins Inet, daß mußt du also entsprechend konfigurieren.
Hallo,
danke für Eure Antworten.
Das "richtig" bezog sich auf diejenigen User, die diese IP-Vergabe aus den MS-Büchern kennen, nicht auf die korrekte oder falsche Konfig
Sorry, hab ich mich falsch ausgedrückt...
Ok, das mit der Route leuchtet mir ein, da war mein Denkfehler. Woher soll der VM-Server das Gateway 192.168.0.254 kennen, richtig?
Mit dem route add Befehl bin ich nicht sonderlich gut vertraut - wäre folgendes korrekt:
route add 10.0.0.0 mask 255.255.255.0 (so ist die Maske vorgegeben) 192.168.0.254
Da fällt mir ein, gab es nicht mal in früheren WS-Versionen einen Team-Wizard? Gibts den nicht mehr oder ist der mittlerweile in der vmnetcfg.exe quasi integriert? Dann wär das Ganze doch ein wenig einfacher?
Nochmals danke!
danke für Eure Antworten.
Dayworker hat geschrieben:Ob das richtig oder falsch ist, können wir mangels Unterlagen nicht beurteilen. Für das prinzipielle Funktionieren einer Domäne sind andere Dinge entscheidender als die genaue IP-Adresse.Ich habe dazu einen 2K8R2-Server installiert, Custom VMnet9 konfiguriert und die IP 10.0.0.11 vergeben (richtig - laut MCITP-Unterlagen!)
Das "richtig" bezog sich auf diejenigen User, die diese IP-Vergabe aus den MS-Büchern kennen, nicht auf die korrekte oder falsche Konfig
Ok, das mit der Route leuchtet mir ein, da war mein Denkfehler. Woher soll der VM-Server das Gateway 192.168.0.254 kennen, richtig?
Mit dem route add Befehl bin ich nicht sonderlich gut vertraut - wäre folgendes korrekt:
route add 10.0.0.0 mask 255.255.255.0 (so ist die Maske vorgegeben) 192.168.0.254
Da fällt mir ein, gab es nicht mal in früheren WS-Versionen einen Team-Wizard? Gibts den nicht mehr oder ist der mittlerweile in der vmnetcfg.exe quasi integriert? Dann wär das Ganze doch ein wenig einfacher?
Nochmals danke!
1 x 2008R2 als DC(1 x LAN in einem Netzwerksegment, 1 x LAN als NAT)
Hier aktivierst Du den RRAS-Service und lässt ihn auf dem NAT-Interface natten.
DNS- sowie DHCP-Server beschränkst Du auf die Karte die an dem Netzwerksegment hängt.
Somit haben die Mitglieder deiner Testdomäne Internetzugriff, sind aber trotzdem abgeschottet.
Hier aktivierst Du den RRAS-Service und lässt ihn auf dem NAT-Interface natten.
DNS- sowie DHCP-Server beschränkst Du auf die Karte die an dem Netzwerksegment hängt.
Somit haben die Mitglieder deiner Testdomäne Internetzugriff, sind aber trotzdem abgeschottet.
Re: Test-Domäne in Workstation 9
windy hat geschrieben:Ich habe dazu einen 2K8R2-Server installiert, Custom VMnet9 konfiguriert und die IP 10.0.0.11 vergeben (richtig - laut MCITP-Unterlagen!)
Ausserdem eine XP Prof. Maschine, ebenfalls mit Custom VMnet9 mit der IP 10.0.0.1 UND einen BRIDGED-Adapter mit statischer IP des vorhanden,o. g. Netzes, sodass ich ins Internet komme.
Ihr ahnt es schon - es funktioniert nicht.
Die beiden Test-VMs können sich gegenseitig anpingen (im 10er Netz), die XP-Maschine kommt ins Internet, aber der Server nicht.
Dein "interner" Server kann nur die Windows XP Maschine "sehen", sonst nichts. Woher soll er wissen, wie er Pakete ins 192.168.0/24 Netz routen soll? Die Windows XP-Maschine ist eine "dual-homed" Maschine in zwei Netzen, aber kein Router. Damit ist dein Server vollständig isoliert.
Du brauchst auch keine Route für 10.0.0.0 zu vergeben, das weiß dein Server und die XP-VM jetzt schon (es ist die lokale Subnetz-Route). So eine dann mit deinem "route add"-Befehl zu überschreiben, ist nicht sinnvoll.
Du machst da mehrere Denkfehler, glaube ich.
Wenn du VMs ins isolierte vmnet9 einsperrst, dann brauchst du in diesem Netz (10.x) einen Router - deine XP-VM reicht nicht. XP kann zwar sogar als NAT-Router fungieren (Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung), aber mit zwei NICs fehlen mir da die Erfahrungen.
Ich würde eine kleine VM mit einem Software-Router (fli4l, IPCop) "dazustellen" und den VMs als default-Gateway vorsetzten.
Dayworker hat geschrieben:Das Routing sollte einfacher funktionieren, wenn du in der Registry den Parameter "IPEnableRouter" auf "1" setzt und dann XP rebootest:HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters
"IPEnableRouter=1" --> IP-Routing aktiviert
"IPEnableRouter=0" --> IP-Routing deaktiviert
Dann erreichen ausgehende Pakete die Hosts im 192.168.0.x-Netz. Woher sollen diese dann wissen, dass Antworten auf Pakete mit der Quell-Adresse 10.x an die 192.168.0.x-Adresse der XP-VM gesendet werden müssen? Also müssen dann noch auf den 192.168.0.x-Hosts (mindestens aber auf dem DSL-Router) statische Routen für 10.x gesetzt werden.
-
Dayworker
- King of the Hill
- Beiträge: 13658
- Registriert: 01.10.2008, 12:54
- Wohnort: laut USV-Log am Ende der Welt...
Stimmt, danke für die Erinnerung. Ich fands am praktischsten, wenn die feste Route im DSL-Router gesetzt wird.~thc hat geschrieben:Dann erreichen ausgehende Pakete die Hosts im 192.168.0.x-Netz. Woher sollen diese dann wissen, dass Antworten auf Pakete mit der Quell-Adresse 10.x an die 192.168.0.x-Adresse der XP-VM gesendet werden müssen? Also müssen dann noch auf den 192.168.0.x-Hosts (mindestens aber auf dem DSL-Router) statische Routen für 10.x gesetzt werden.
Zurück zu „VMware Workstation und VMware Workstation Pro“
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste