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Richtige Host Konfiguration

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung der VMware Workstation und VMware Workstation Pro.

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Richtige Host Konfiguration

Beitragvon Soros » 23.09.2011, 14:03

Hi,

mein SW-Raid0 hatte letztens einen Fehler angezeigt und ich habe richtig Angst um meine VMs bekommen. Das Problem konnte ich mit der SW vom SW-Raid beheben (indem ich einfach den Fehler zurückgesetzt habe :roll: ).

In Zukunft möchte ich derartige Angstzustände vermeiden. Natürlich könnte ich jeden Tag eine Sicherung mit einer externen Platte machen. Aber wer macht das schon. Ich könnte auch ein Raid 1 dazunehmen. Dann reicht aber mein Plattenplatz nicht mehr aus. ICh überlege nun, ob ich das SW-Raid komplett ausschalte. Dann sind wenigstens nur die VMs betroffen, die auf der defekten Platte liegen...

Zuerst noch meine Konfiguration:

- Intel Dual Core 2,4 GHz
- 8GB RAM
- 4 250 GB SATA Samsung Platten, jeweils 2 mit Raid 0
- Host OS Windows Vista Home Premium 64 bit (ausser Workstation 6.5 läuft hier nichts wichtiges)
- mehere Linux VMs mit mind. 10 GB Platten und maximal 250 GB Platte - alles pre-allocated, hier sind die wichtigen Daten, VMs haben jeweils zwischen 512 MB und 1GB RAM
- eine Win XP VM mit 512 MB RAM und 8 GB Festplatte

Nun zu meine Fragen:
Bringt ein SW Raid 0 hier Geschwindigkeit?
Wenn ja, merke ich das bei der Benutzung der Linux VMs (z.B. lesen und schreiben sehr großer Dateien)?

Sollte ich umstellen, muss ich alles neu machen. Deswegen habe ich weitere Fragen bezüglich dem Host:
Ist ein Linux Host genauso gut, wie ein Win-Host?
Ist ein 64bit System sinnvoll?
Reicht der RAM von 8GB (geht natürlich nur mehr, wenn ich bei 64bit bleibe)?
Wenn ich Windows 7 und Workstation 8 benutzen würde, würde sich das auf die Geschwindigkeit des Systems auswirken?

Danke schon mal im Vorraus und Grüße,
Soros

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Beitragvon Dayworker » 23.09.2011, 19:20

Wenn ich Raid0 lese und dann noch von wichtigen Daten höre, habe ich fast schon keine Lust mehr damit einhergehende Probleme zu lösen. Eigentlich fehlt jetzt nur noch, daß du reine Desktop-Platten ohne 24/7-Freigabe und ohne USV sowie BBW bei Einsatz eines HW-Raid-Controllers einsetzt...
Ulli hat hier schon mehrfach seine Erfahrungen mit Desktop-Platten im Raidverbund kund getan. Bei ihm hielt solch ein Raid bisher höchstens ein halbes Jahr durch, bevor die ersten Fehler auftauchten. Von der Warte...

Wenn du mehr Geschwindigkeit haben willst, solltest du die VMs komplett vom Host-OS getrennt auf einer anderen Platte unterbringen. Diese Trennung bringt weit mehr als jedes Raid0, von der Datensicherheit mal ganz abgesehen. Einige Controller gestatten aber auch die verlustfrei Migration zwischen verschiedenen Raid-Modi, da mußt du mal selbst nachlesen.
Notfalls hilft dir beim Umzug auch das gute alte M$-Tool 'ntbackup' weiter. Speziell wenn schon Host und Gäste getrennt sind, dürfte das bei nur 250GB recht zügig gehen.

Die Frage ob du mehr RAM brauchst, kannst nur du selbst beantworten und aufgrund der vRAM-Verteilung/-Ausnutzung mußt du dann eine Entscheidung treffen. Vista ist dabei nicht unbedingt das günstigste Host-OS, es hat schon genug mit sich selbst zu kämpfen.
Nur um mehr als 4GB RAM adressieren zu können, brauchst du nicht unbedingt ein 64bit-OS. Jedes OS das vollwertige Unterstützung für PAE mitbringt, leistet hier fast gleiches und hätte auch noch den Vorteil, daß es dafür sicher eher noch Treiber für exotischere HW gibt. Auf einem 64bit-OS bist du ja immer auf 64bit-Treiber angewiesen.

Bisher war es bei der WS-Geschwindigkeit eher so, daß die älteren Versionen meist schneller waren. Die WS7 war bisher die langsamste, keine Ahnung wie sich die WS8 hier schlägt. Sie bringt jedenfalls einige langersehnte Features mit und stellt damit einen würdigen Nachfolger für die uralten VMserver 1 und 2.

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Beitragvon Soros » 23.09.2011, 19:46

:grin:

Super. Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Als ich vor ca. 3 Jahren mit VMware anfing und mir dann daheim ein neuen Rechner gekauft habe, hielt ich das mit dem Raid für eine total gute Idee... :oops:

Du hast mir sehr viel weiter geholfen. Das mit dem PAE kannte ich auch noch nicht. Bei Windows kommen hier ja leider nur die Server Versionen oder eben die 64bit Systeme in Frage. Da muss ich mal drüber nachdenken, ob sich hier eine Neuanschaffung (Windows Server) lohnt.

Ansonsten könnte ich Linux nehmen. Allerdings habe ich hier im Forum auch schon so etwas gelesen:
Welches Host OS hast Du? Hoffentlich nicht LInux.
Bin mir jetzt nicht sicher, ob ich wechseln sollte. Hier steht ja dann auch wieder eine neue Workstatoin LIzenz an.

Gibt es gravierende Unterschiede zwischen LInux Host und Windows Host? Ich würde als Linux Host Debian nehmen. Hier gibt es nicht so häufig Upgrades und somit auch nicht so häufig neue Kernel.

Vielen Dank und Gruß,
Soros

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Beitragvon Dayworker » 23.09.2011, 22:24

Ein Raid ist ja auch eine gute Idee. Aber keine Ahnung wer auf die neunmalkluge Idee kam, das Raid0 auch als Raid zu titulieren. Noch einfacher kann man seine Daten ja fast nicht ins Nirvana schicken...

Win-Server kann schon eine lohnende Investition sein, wenn du damit nicht mehr machen willst oder mußt. Zum Serven reicht es immer, aber mit Audio/Video sieht es meist eher schlecht aus...
Mit neuerer HW bist du ja fast auf W7 festgenagelt, wenn es preiswert und trotzdem für den täglichen Gebrauch sein soll. W7-64 ist schon nicht schlecht, aber im Vergleich zu allen Win-OS mit Stand pre-Vista ab W2k muß man seit Vista stellenweise einige Klimmzüge machen. Die Sicherheit hat M$ mittlererweile so stark ausgebaut, daß man als langjähriger Nutzer XP-artiger OS schon am Verzweifeln ist. Zumindest dieser Schock bleibt dir ja als Vista-Nutzer schon mal erspart.

Linux ist leider immer so eine Sache. Wenn du wirklich dauerhaft damit arbeiten und dich nicht jeden Monat mit Kernelmodulkompilieren rumärgern willst, bleibt dir eigentlich nur eines der richtigen Server-Versionen ala RHEL oder dessen freier Nachbau Scientific-Linux übrig. Selbst von CentOS würde ich inzwischen die Finger lassen, da ist einiger Ärger in der Entwicklergemeinde am Gange.
Von halbseidenen Serverausführungen ala Ubuntu-Server halte ich aufgrund der zwar im Vergleich zu den Desktop-Versionen längeren aber in meinen Augen immer noch zu kurzen Supportzeiträume auch nichts. Das Hauptproblem von Linux in meinen Augen ist immer noch die Treiberentwicklung, die fast nur im Rahmen der Kernel-EW stattfindet.
Das Linux jedoch nicht sofort Treiber für sämtliche neu erschienene HW mitbringt, liegt in der Natur der Sache, wenn die Hersteller keine Linux-Treiber veröffentlichen und sich auf die Community verlassen. Auf der anderen Seite programmieren einige Hersteller wie AVM für ihre Fritz-Karten einen Treiber, der dann aber aufgrund nicht im Quelltext veröffentlichten Module von den Kernel-Maintainern abgelehnt wird und nicht jeder Hersteller hat die Manpower wie Intel, um Treiber der Kernelentwicklung immer hinterher zu programmieren.

Wenn es deine HW zuläßt, könnte jedoch auch der ESXi in der Free-Lizenz eine Möglichkeit sein. ;)


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