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Ermessensfage

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Ermessensfage

Beitragvon sonja-wedel » 20.04.2015, 17:53

Hi zusammen,

wir sind dabei eine Video-Plattform zu planen.
Hosten wollen wir die Videos (Terra byte Bereich) selber.
CPU-technisch sind wir mit CPU (32 RAM) gut
aufgestellt, da wir u.U. Spezialsoftware nutzen
wollen.
Von der Hardware hatten wir gedacht eine VM-Ware
zu nutzen. Hierzu hätte ich Fragen. Ich hoffe,daß sie ncicht
zu unbedarft daherkommen und würde mich über
euer Echo freuen.

1.) Man hatt uns angeboten einen Server bereitzustellen
mit einer freien Version von ESXi angeboten.
Welche grundlegende Unterschiede zur Pay-Version
sind hier zu beachten ? Ist ein etwaiger Umstieg auf eine
Pay-Lösung möglich ? Welche Version von ESX würdet
ihr empfehlen?

2.) Angedacht hatten wir Datenteil und Applikations bzw. Serverteil
auf unterschiedliche VM zu packen.
Andere Vorschläge?
Welche grundsätzlichen Vorteile seht ihr bei dem Einsatz von VM
in einem solchen Szenario außer Trennung von System- und
Datenbackups?

Es handelt sich nicht um eine große Webplattform mit vielen
100 Zugriffen, sondern um ein kleines allerdings wachsendes
Hochschulprojekt.

Jegliche Infos, Howtos etc. wären toll!

Beste Grüße
Sonja

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Beitragvon mbreidenbach » 20.04.2015, 18:50

32 GB RAM ist jetzt nicht viel; das hat mein Laptop auch (für virtuelle Maschinen).

Die kostenlose ESXi Version bietet keine serverübergreifenden Managementfunktionen. Viele APIs sind 'read only' d.h. man kann via Skripting nur abfragen aber nicht steuern. Das betrifft auch die meisten Backuplösungen; VM Snapshot basierte Sicherungen benötigen eine kostenpflichtige Lizenz. Da man in der kostenlosen Version eben keinen vCenter Managementserver hat steht der Webclient nicht zur Verfügung und damit kann man die Funktionen die seit vSphere 5.1 hinzukamen nicht nutzen. Um aus einer kostenlosen Version eine 'bezahlte' zu machen muß nur der Lizenzkey getauscht werden (und sinnvollerweise einen ebenso gekauften vCenter Server installieren.; der ESXi läuft auch ohne aber man vermißt dann so einiges)

Wenn man einfach nur 'wenige' VMs laufen lassen will mag die kostenlose Version reichen.

vSphere 6 ist vor kurzem rausgekommen und wird z.B. noch nicht von vielen Zusatzlösungen (wie z.B. Backup) unterstützt. Wenn man einfach nur eine stabile Plattform möchte dann würde ich 5.5Update2 nutzen.

Das Design der Applikation sollte aus den Anforderungen der Anwendung heraus erfolgen. Es ist allgemein üblich für Datenbank, Applikation und ggf Frontend separate Systeme zu verwenden. Je nach Design können sich diese dann z.B. auch in unterschiedlichen Sicherheitszonen befinden.

Trennung von System- und Datenbackups hat erstmal nichts mit Virtualisierung zu tun.

Ich würde erstmal ein Dokument erstellen welches beschreibt was die Anwendung können soll aber nicht wie diese Anforderungen zu realisieren sind.

Dann in einem weiteren Dokument beschreiben wie man gedenkt diese Anforderungen zu realisieren. Hier gehört dann auch Sizing rein mit Planung von CPU Kerne und GHz, RAM, Netzwerklayout und geschätzter Traffic, Storageanforderungen in Giga/Terabytes und IOPs, Sicherheitskonzept und so weiter.

Und dann kann man mal mit Implementieren anfangen.

Erinnert mich jetzt an mein Software Engineering Praktikum... da gabs zwei Möglichkeiten zu bestehen:
1. eine gut dokumentierte funktionierende Apllikation abliefern
2. plausibel beschreiben was man alles falsch gemacht hat und so 1. nicht geschafft hat

Bei mir wars dann damals Variante 2 ^^

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Beitragvon sonja-wedel » 21.04.2015, 17:26

Hi,

dank Dir für deine hilfreichen Informationen!

Dein Weg über eine Anforderungsbeschreibung ist natürlich
absolut produktiv, so daß wir eine Spezifikation vorgenommen haben.

Wir bräuchten falls ok allerdings grundsätzlich nochmal eine Einschätzung
von Dir/Euch …

Unser Projekt ist eher klein eher klein. Es handelt sich um eine Video-Plattform,
auf die im Semester täglich bummelig 200 - 300 Zugriffe stattfinden.
Auf dem Server wollen wir die Software „Matterhorn“ laufen lassen.
Diese encodiert Videos (z.B. in WEBM-Format), setzt Sprungmarken, macht eine
Schrift-Auswertung in Filmsequenzen einmalig bei Upload eines Videos.
Das Videomaterial hatt eine Länge von ungefähr 150 Std. im Semester.

Frage ist hier, ob Virtualisierung hier grundsätzlich schon mit Kanonen
auf Spatzen geschossen ist. Oder macht es Sinn ,unabhängig vom Backup ,
eine Virtuelle Instanz für Video- Verarbeitung und eine für File-Ablage
(Keine Datenbank) zu haben, auch unter dem Gesichtspunkt, das die Anzahl
an Video Files über die Zeit anwächst (TB-Bereich). Ein Backup wir separat über eine
NAS gelöst ...


Gruß + Dank
Sonja

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Beitragvon mbreidenbach » 21.04.2015, 19:06

Die Frage ist ob sich die Applikationen gut virtualisieren lassen. Ich kenne die Software nicht aber Videokodierung könnte dann doch etwas Rechenleistung benötigen. Da müßte man halt die Anforderungen an Rechnerresourcen kennen.

Virtualisierung ist richtig eingesetzt ein Werkzeug um Anschaffungskosten (Hardware) und Betriebskostemn (Management, Wartung...) zu sparen. Eventuell werden die Anschaffungskosten durch Softwarelizenen erst mal höher (wenn man nicht die kostenlose Version vom ESXi nutzt) aber der danach im Betrieb eingesparte Aufwand lohnt sich.


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