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Virtualisierung im ganz kleinen Stil - was braucht man?

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Virtualisierung im ganz kleinen Stil - was braucht man?

Beitragvon minorum » 07.10.2013, 23:31

Hallo,

Ich betreue ein kleines Netzwerk ca. 20 User. Bislang habe ich zwei phys. Server. Einen für Win SBS und einen Linuxserver. Da es ja SBS nicht mehr gibt muss ich für Exchange 2013 und Server 2012 Essential eine je eigene Maschine haben. Also habe ich mich aufgemacht Virtualisierung zu lernen. Ein Server drei VMs. Das habe ich auf einem Testsystem auch schon eingermaßen laufen.
Jetzt habe ich abe rnoch einige Fragen, vor allem was die Sicherung betrifft.
Muss ich VCenter installieren? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten die VMs und Disk zu sichern? Automatisch und möglichst ohne große Investionen? Auf eine externe USB Disk oder ein NAS.
Wenn ich VCenter brauche kann ich es auf dem gleichen Host wie die anderen VMs installieren oder muss es auf einen anderen Host?

Oder was habt ihr für Ideen für ein minimales virtuelles System das auch noch preiswert ist?

Eine Sache noch:
Ich habe einen etwas älteren LSI Raid controler SAS 8708 für den es keine direkten Verwaltungswerkzeuge unter ESXi gibt. Kann ich von einer VM aus den Raidcontroler verwalten? Ich möchte ja zumindest gewarnt werden wenn eine Platte ausfällt.


Schon vielen Dank für eure Ideen.

Markus

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Beitragvon Klaus_Urban » 08.10.2013, 08:24

Hallo Markus,
bei der kostenlosen ESXi-Version gibt es folgende Möglichkeiten:

1. Sicherung der VM's
per Cronjob vmkfstools starten.
Die Sicherungen dann auf einen zusätzlichen Datastore oder auf einen NFS-Server.

2. Sicherung aus der VM heraus:
per wbadmin die Sicherung auf ein NAS oder einer USB-Festplatte.

3. Den Raid-Status per CLI-Provider innerhalb einer VM auslesen.

4. Den USV-Status per Netzwerk oder USB innerhalb einer VM behandeln und beim Stromausfall per Script die VM_s herunterfahren und den ESXi ausschalten.

Klaus

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Re: Virtualisierung im ganz kleinen Stil - was braucht man?

Beitragvon rprengel » 08.10.2013, 11:58

minorum hat geschrieben:Hallo,

Ich betreue ein kleines Netzwerk ca. 20 User. Bislang habe ich zwei phys. Server. Einen für Win SBS und einen Linuxserver. Da es ja SBS nicht mehr gibt muss ich für Exchange 2013 und Server 2012 Essential eine je eigene Maschine haben. Also habe ich mich aufgemacht Virtualisierung zu lernen. Ein Server drei VMs. Das habe ich auf einem Testsystem auch schon eingermaßen laufen.
Jetzt habe ich abe rnoch einige Fragen, vor allem was die Sicherung betrifft.
Muss ich VCenter installieren? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten die VMs und Disk zu sichern? Automatisch und möglichst ohne große Investionen? Auf eine externe USB Disk oder ein NAS.
Wenn ich VCenter brauche kann ich es auf dem gleichen Host wie die anderen VMs installieren oder muss es auf einen anderen Host?

Oder was habt ihr für Ideen für ein minimales virtuelles System das auch noch preiswert ist?

Eine Sache noch:
Ich habe einen etwas älteren LSI Raid controler SAS 8708 für den es keine direkten Verwaltungswerkzeuge unter ESXi gibt. Kann ich von einer VM aus den Raidcontroler verwalten? Ich möchte ja zumindest gewarnt werden wenn eine Platte ausfällt.


Schon vielen Dank für eure Ideen.

Markus


Zum backup:
Schau dir mal trilead an.
Bis 2 ESX Hosts kostenlos aber ohne automatische Backups.
Hat aber den Vorteil das es recht gut zu bedienen ist wenn man ungefähr eine Ahnung hat was man da tut. Könnte helfen wenn es knallt und du gerade im Urlaub bist.

Gruss

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Beitragvon monster900 » 08.10.2013, 12:57

Moin,
habe in der Vergangenheit diverser solcher Kleinstumgebungen aufgesetzet und betreut (SBS Umfeld).
Für Backup habe ich hierbei meist ein kleines NAS (QNAP) verwendet. Wenn es das Budget des Kunden zuließ habe ich die Sicherung per Veeam/Trilead VM Exporer auf das NAS durchgeführt. Trilead funktioniert auch mit dem kostenlosen Hypervisor :D
Wenn das Budget da ist würde ich allerdings Veeam empfehlen (braucht allerdings den lizensierten ESXi), da Veeam einfach stabiler läuft und auch effizienter mit dem Speicherplatz umgeht.
Per Backup2USB werden die NAS-Sicherungen dann vom NAS auf externe USB-Platten gesichert (für externe Lagerung der Backups).

Alternativ (...wenn dem Kunden die 600€ für Trilead zu Teuer waren :(... ) habe ich die VM's direkt aus dem Betriebssystem auf das NAS gesichert (z.B. per DriveSnapshot/MS Backup). Nur dauert die evtl. Wiederherstellung der Server hier natürlich deutlich länger als bei Veeam.

Gruß
Dirk

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Re: Virtualisierung im ganz kleinen Stil - was braucht man?

Beitragvon weigeltchen » 08.10.2013, 13:44

minorum hat geschrieben:Muss ich VCenter installieren?
Nicht zwingend notwendig. vCenter setzt Bezahlversion VMware voraus, mindestens Essentials.

Automatisch und möglichst ohne große Investionen?

Was heißt große Investitionen?

Auf eine externe USB Disk
Das willst Du nicht.

Wenn ich VCenter brauche kann ich es auf dem gleichen Host wie die anderen VMs installieren oder muss es auf einen anderen Host?
Kann auf denselben Host oder gesondert auf auf Blech.

Oder was habt ihr für Ideen für ein minimales virtuelles System das auch noch preiswert ist?

Für den produktiven Einsatz sollte man sich von der Vorstellung lösen, dass es Virtualisierung auch bei Minimalsystemen quasi zum Nulltarif gibt. Spätestens bei der ersten Wiederherstellung einer VM kommt man zu dieser Erkenntnis.
Wenn Dir an einem einigermassen geregelten Feierabend und ebensolchen Wochenenden gelegen ist, laß übriggebliebene Hardware im Schrank, mach Dir eine Zeichnung, was Du vorhast. Sprich mit dem, der das Geld dafür ausgeben soll. Der muß wissen, was passiert, wenn der Host abfliegt und welches Wiederherstellungsszenario vorgesehen ist. Da kann er gleich sagen, wie lange er auf seine IT verzichten kann, ohne dass das Geschäft leidet. Wenn es dann immer noch der Hypervisor mit freien Tools zum Backup werden soll, hast Du zumindestens für den Fall der Fälle nicht alleine die A-Karte.

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Beitragvon minorum » 09.10.2013, 22:56

Hallo und vielen Dank für die Tips.

Ich werde mir die verschiedenen Möglichkeiten genauer ansehen.

Etwas grob ausgedrückt kann ich mich entscheiden ob ich es relativ komfortabel habe und dafür mehr investieren muss oder ob ich im es mit "Bordmitteln" und viel Arbeitsaufwand hinbekomme.

viele Grüße
Markus

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Beitragvon rprengel » 10.10.2013, 07:43

minorum hat geschrieben:Hallo und vielen Dank für die Tips.

Ich werde mir die verschiedenen Möglichkeiten genauer ansehen.

Etwas grob ausgedrückt kann ich mich entscheiden ob ich es relativ komfortabel habe und dafür mehr investieren muss oder ob ich im es mit "Bordmitteln" und viel Arbeitsaufwand hinbekomme.

viele Grüße
Markus


Yeap,

wobei der Faktoren Nerven und Betriebssicherheit noch fehlen.
Bordmittel und Scripte können nach Updates schon mal nicht mehr funktionieren und es wirklcih nett nachts um 2 per ordentliher Oberfläche entspannt mal einen Gast von A nach B zu schieben oder zu recovern.
Nebenbei:
Trilead kann auch einzelne Dateien im Notfall aus einem Backup ziehen. Können andere bestimmt auch und ist wirklich nützlich.

Gruss

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Beitragvon LIFEKID » 10.10.2013, 07:51

Bzgl. Backup kann ich nur noch mal die Aussagen meiner Vorredner unterstreichen.
Wir haben diverse Mandanten die mit Symantec oder CA arbeiten und der Aufwand die Software sauber zu betreiben macht meistens die gewinne mit VM wieder zunichte.

VEEAM hat sich hier wirklich profiliert und ist aktuell mein Favorit.

Grüße
Mike

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Beitragvon irix » 10.10.2013, 08:13

Nur so ein Einwand. VMware supportet den Betrieb von SBS in einer VM nicht. Wie es mit Windows Server Essentials ausschaut weis ich nicht und muesste man Nachgucken.
Davon ableitend supporten dann auch die Backuphersteller das nicht.

Ansonsten.... der solide Loesung wird immer einen Mindestpreis haben. Wenn es billig werden soll muss jeder selber entscheiden wo er meint Einschneidungen machen zu wollen. Wer mal ghettoVCB, ghettoUPS eingerichet hat den Frage ich ob seine Arbeitszeit kostenlos ist bzw. wie es denn so ist damit VMs TAEGLICH zusichern und wie denn ein Recovcery ausschaut und wie lange sich hinzieht.

Als Standard Backup im setzten wir auf NAS mit vRanger oder Veeam. Dazu gehoert dann halt vSphere Essentials oder hoeher. Hardware kommt aus dem Regal und nicht Kiste. Bei Lizenzueberschuss kann man gucken ob man vorhande Hardware als Hotstandby bzw. Replikationspartner einsetzt.

Aber solch eine Diskussion fuehren wir alle paar Wochen einmal.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Dayworker » 10.10.2013, 16:22

Server2k12 und Server2k12-R2 sind laut Guest-OS offiziell unterstützt.

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Beitragvon irix » 10.10.2013, 16:26

Dayworker hat geschrieben:Server2k12 und Server2k12-R2 sind laut Guest-OS offiziell unterstützt.


Hatte keiner Infrage gestellt oder? Aber gut zuwissen das 2012R2 schon auf der Liste steht!

Gruss
Joerg

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Beitragvon Dayworker » 10.10.2013, 16:56

Ich habs auch nur geschrieben, weil mir "Windows Server Essentials" nicht bekannt ist. Server2k12 oder SBS2k11 dagegen schon...

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Beitragvon irix » 10.10.2013, 16:59

Dayworker hat geschrieben:Ich habs auch nur geschrieben, weil mir "Windows Server Essentials" nicht bekannt ist. Server2k12 oder SBS2k11 dagegen schon...


http://www.microsoft.com/de-de/kmu/Prod ... tials.aspx

Gruss
Joerg


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