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Virtualisierung Windows Server 2003 SBE - grundsätzliche

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Virtualisierung Windows Server 2003 SBE - grundsätzliche

Beitragvon brizzlbrazzl » 27.08.2013, 10:42

Hallo,

eines vorweg - bin mir nicht sicher ob VMServer 2 das richtige Forum ist, also schonmal sorry wenn ich falsch liege...

Ich habe folgendes vor - unser Windows Server 2003 läuft momentan auf einer veralteten Hardware, deren Aufrüstung nicht mehr lohnt (Xenon CPU's, RAM am Anschlag).
Darum habe ich vor den Server als VM auf einem neuen PC laufen zu lassen. Zum einen VM weil ich damit unabhängig von der PC-Hardware bin zum anderen weil damit ein Restore (und Backup) des laufenden Systems sehr schnell und einfach ohne größere Ausfallzeiten möglich ist.

Zuhause habe ich mir eine VM Umgebung unter Linux eingerichtet, muss aber zugeben, dass meine Linux Kenntnisse sehr bescheiden sindund bei Problemen bin ich immer zeimlich lang unterwegs bis alles wieder läuft - das geht hier beim Firmen Server nicht. Daher würde ich (auch wenn ich es hasse) einen Windows Host bevorzugen. Zumal ich in einem älteren Test gesehen habe dass die Guests in einem Linux bzw. Windows Host ähnlich schnell laufen. Daher nehme ich an, die Gui von Windows hat hier keinen großen Einfluss auf den Guest. Also aus "Know-How"-Gründen möchte ich den Host als Windows System aufsetzen.

Jetzt meine Frage an die X-perten ;-) - welches Betriebs-System soll ich verwenden. Zur Auswahl habe ich:

1. Windows XP - da hier nur 32bit möglich sind und der Server 8-16GB RAM haben soll scheidet das schonmal aus

2. Windows 7 - 64bit - war bis heute mein Favorit - aber ich habe (hier im Forum) gelesen, dass es mit W7 Treiberprobleme gibt (wobei meine VM - ein XP System - auf meinem Arbeitsplatz-PC mit W7-64-prof einwandfrei im VMWare-Player läuft).

3. Windows Server 2003SBE - ist für mich aus zwei Gründen ein nogo - zum einen muss ich dafür einen teuren Virenscanner kaufen, da die ganzen Free Scanner hier nicht laufen und die bezahlbaren wie z.B. GData IS nicht auf einer Server Version von Windows installiert werden können. Zum anderen weil ich, wenn ich an die Konfiguration des WServer denke, das Gruseln bekomme.

4. Linux - wegen fehlendem Wissen aktuell nur bedingt empfehlenswert.

die zweite Frage - was setze ich als VM Umgebung ein? VMServer VMPlayer ... da gibt es inzwischen so viele verschiedene Programme, ich habe da ein wenig den Überblick verloren... Vielleicht könnt ihr mir hier auch noch einen Tipp aus Erfahrung geben.

Im Voraus vielen herzlichen Dank für eure Antworten...

Grüße
Sascha

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Beitragvon weigeltchen » 27.08.2013, 11:24

VMware-Server ist längst EOL, Workstation und Player sind für den Einsatz auf Desktopsystemen konzipiert. Für den produktiven Einsatz wäre nur ESXi 5.x zu empfehlen.

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Beitragvon Dayworker » 27.08.2013, 15:25

Neben dem bereits gesagten, kann XP nach wie vor eine gute Basis für beide VMserver abgeben, wenn man mit 3GB nutzbaren RAM auskommt und die HW mitspielt.

Von welchen Treiberprobleme mit Win7 sprichst du, etwa die USB-Geschichte?
Wenn man wirklich USB für Dongles etc braucht, investiere gleich in einen Device-Server von Silex & Co. Damit erreichst du zwar nicht die volle Geschwindigkeit, bleibst aber flexibel, falls du das USB-Gerät doch mal schnell an einem anderen Rechner brauchst.

Es gibt auch heute noch ein oder zwei kostenlose Virenscanner, die sehr wohl unter W2k3 laufen, einer davon ist der "Rising Sun AV". Der Virenscanner sollte aber entweder als Serverlösung mit dem VMware-vDISK-Format keine Probleme haben und möglichst auch gleich die Sicherheit in den VMs garantieren oder du solltest die vDISKs komplett auf die Ausnahmeliste deiner AV-Lösung setzen. Virenscanner sperren bei ihrer Arbeit den Dateizugriff komplett und für eine laufende VM stellt sich das dann so dar, daß die Festplatte ausgefallen ist. Ein Bluescreen ist dir also gewiß.
Hinsichtlich deiner SBE-Version solltest du aber im Hinterkopf haben, daß der Host je nach in den VMs erzeugter Last dadurch bereits unter Volllast laufen kann und dann nur noch sehr wenig Leistung für den SB-Teil übrig hat. Es macht also durchaus Sinn, nur für VMware bereits eigene HW vorzusehen und für den ESXi ist supportete HW bereits Inst-Voraussetzung. Denn wenn man erstmal die virtualisierte Welt angenommen und die sich damit auftuenden Möglichkeiten begriffen hat, kommen sehr schnell noch viele weitere VMs hinzu und im Gegensatz zu Hyper-V spielt es bei VMware auch keine Rolle, ob du nun Linux, Windows oder Solaris in einer VM ausführst.
Ansonsten ist W2k3 wie XP eine feine Sache, die einfach läuft, schnell konfiguriert ist und im Gegensatz zu Vista & Nachfolger wenig grafischen Firlefanz mitbringt. Es gibt im Inet auch genügend Anleitungen, wie man W2k3 zu einem besseren XP umkonfiguriert.
Problematisch an W2k3 ist inzwischen nur, daß es zum einen bald aus dem Support läuft und es für neuere HW auch keine Treiber mehr gibt oder geben wird. Aber diese beiden Punkte treffen ja auch für XP zu.

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Beitragvon brizzlbrazzl » 28.08.2013, 10:30

ok, dann weiß ich schon mal dass ich bei den Server Versionen nicht mehr schauen muss sondern bei ESXi - Danke für den Hinweis.

XP als Basis - wäre schön, weil mein Wissensstand hier am größten ist, aber mit den 3GB wird das nix. Der momentane W2k3 Server hat 4GB und einen 3GHz Xeon Prozessor und das mit dem RAM ist schon sehr knapp. Der Server dient zum eine als DC und zum anderen als DB Server unserer Auftragsverwaltung. Des weiteren läuft ein Intranet Server sowie ein MySQL Server sowie die Zeiterfassung auf der Maschine. Gerade wenn viel los ist, wird das schon mal zäh.

Zur Win7 Problematik hatte ich einen Beitrag gefunden (ich meine hier im Forum) - ich finde ihn aber nicht mehr. Wenn sich dieses Problem nur auf spezielle USB Hardware bezieht würde mich das freuen, dann kann ich doch Win7-64 nehmen für das Hostsystem.
Das W2k3 als Host sollte dann aber nur als Host ohne jegliche Serverdienste laufen - da ich den jetzigen W2k3 Server clonen und als VW laufen lassen möchte. Auf dem Host Dienste laufen zu lassen würde wieder meiner Absicht widersprechen, den Host einfach und schnell austauschbar zu machen --> neue Hardware+W2k3 Installation + VM drauf und der Server ist ieder aktiv

Was ist denn von den 64bit Versionen von XP zu halten - ich hatte die nie im Einsatz, meine mich aber zu erinnern, dass hier sehr sehr viele Treiberprobleme schon mit den Mainboardkomponenten auftauchten - von daher wohl eher nicht geeignet, richtig?

Dann werde ich mir mal ein Win7 64 Bit System mit ESXi näher anschauen

vielen lieben Dank für die Hinweise und Tipps

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Beitragvon irix » 28.08.2013, 10:47

brizzlbrazzl hat geschrieben:...
Dann werde ich mir mal ein Win7 64 Bit System mit ESXi näher anschauen


Oehm.. hier liegt noch ein Unverstaendnis auf deiner Seite vor. VMware hat "hosted" Produkte wie den Player, Workstation und den ehemaligen VMware Server SOWIE einen "Bare metal" Hypervisor mit dem Namen ESXi. Bei letzterem ist das Quasi das OS welches direkt auf dem Server installiert wird. Also nix mit Windows oder Linux.

ESXi ist die Loesung fuer den Dauerbetrieb und Automatisierung und die darauf aussetzenden Moeglichkeiten was Ausfallsicherheit, Datensicherheit usw. angeht.

Gruss
Joerg

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Beitragvon brizzlbrazzl » 28.08.2013, 11:11

Oehm.. hier liegt noch ein Unverstaendnis auf deiner Seite vor.


Nun, da hast Du zu 100% recht :-) Das ist ja cool, ich hatte die ganze Zeit schon überlegt mal zu fragen ob es keine VM Lösung gibt die ohne das darunter liegende Host-OS auskommt - hab mich nicht getraut ;-)

Daher auch der Hinweis, dass die Hardware unterstützt sein muss (ich dachte mir die ganze Zeit, dass macht doch Windows) - wieder was dazu gelernt.

Danke für den freundlichen Hinweis.

Mit
darauf aussetzenden Moeglichkeiten was

meinst Du hoffentlich aufsetzend :-D

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Beitragvon irix » 28.08.2013, 11:24

Hehehhehe. Ein Flipfehler.

Die VMware HCL listet 1000e von Server welche zertifiziert sind und alle grossen Hersteller haben passende Modelle im Portofolio. Das geht soweis das ESXi vorinstalliert ist und der Kunde ihn nur noch lizenziert und ihn fuer seine Umgebung anpasst.

Das Management geht fuer Standalone und Geraete im Cluster ueber eine Windows Software (vSphere Client) bzw. wenn ein vCenter vorhanden auch ueber den Browser.

Mit der jetzt gerade vorgestellten Version 5.5 gibts nur noch die Web basierte Loesung wobei noch nicht gezeigt wurde wie das fuer Einzelgeraete bzw. mit der kostenlosen Version welche den Namen "vSphere Hypervisor" hat, realisiert wird.

Gruss
Joerg


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