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Benötige Kompetente Beratung für VDI + GSX/ESX Entscheidung

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Benötige Kompetente Beratung für VDI + GSX/ESX Entscheidung

Beitragvon Userjan » 13.04.2010, 14:25

Schön guten Tag,

Ich bräuchte unbedingt Hilfe und Kompetente Beratung für eine Entscheidung bzgl VDI.

Wir möchten gern Virtuelle Desktops z.B. (Windows XP) für die Mitarbeiter ca. 100 bereitsellen. Die Mitarbeiter Loggen sich über die Domäne an ihren Lokalen Arbeitsplatz ein und können ggf. über einen Client oder Browser sich auf die Virtuelle Maschine Einloggen, diese erhalten nachdem Einloggen ihren Desktop und die Bereitstellung von Softwarepaketen.

Nun ist die Frage welche Art von VM Ware Server sich dazu eignen und welche Software Komponenten noch von nöten sind.

Sprich:

VMware Sever (ESX/GSX/ESXi)
VMware Clients ??? zum Aufrufen der Virtuellen Maschinen

kann man über den Browser die Virtuelle Maschine (Desktop) aufrufen?

Ich wäre Euch über eine Rückmeldung sehr dankbar.

Gruß
Jan

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Beitragvon primetime » 13.04.2010, 15:48

Eine professionelle Lösung erstellst du mit:

-VMware ESX(i)-Server
-VMware vCenter Server
-VMware View

Alle drei Produkte sind kostenpflichtig.
Es gibt auch Bundle-Angebote, aber muss man dann sehen was man genau benötigt.

Du kannst dich über den View-Client (Windows), View Open-Client (Linux), Webzugriff oder über einen Client, der schon in der Thinclient-Firmware implementiert ist, verbinden.

Wobei der erstgenannte die meinsten Funktionen wie z.B. USB-Redirect bietet.


Christian

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Beitragvon Userjan » 13.04.2010, 16:41

Das klingt doch schon einmal ganz gut.... klar das die Dinge kostenpflichtig sind, dass spielt ja jetzt momentan auch keine Rolle... Erst nach der Testphase soll die Einbringung vollendet werden.

Ich hab je doch noch einpaar fragen:

Der VM-Server soll ja nur die VM-Maschinen bereitstellen sprich nur z.B. 1x Windows XP , der Mitarbeiter soll dann über einen Client oder ggf. Browser sich auf die Windows Maschine Einloggen können und ganz Normal arbeiten dürfen.

Kurzgefasst:

Mitarbeiter startet seinen Rechner -> Logged sich in die interne Domäne mit Name und Passwort ein -> Desktop und ein Client für den Zugriff auf seine Virtuelle Maschine wo er mit Arbeiten soll. Der Mitarbeiter soll zwar seine Lokale Maschine nutzen aber nicht darüber Arbeiten sondern über eine Virtuelle Maschine "XP".

Danke schon einmal für das Feedback.

Gruß
Jan

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Beitragvon irix » 13.04.2010, 17:11

Userjan hat geschrieben:Das klingt doch schon einmal ganz gut.... klar das die Dinge kostenpflichtig sind, dass spielt ja jetzt momentan auch keine Rolle... Erst nach der Testphase soll die Einbringung vollendet werden.


Die Trials laufen immer 60Tage und solange koennen alle Features ausgiebig getestet werden.

Ich hab je doch noch einpaar fragen:

Der VM-Server soll ja nur die VM-Maschinen bereitstellen sprich nur z.B. 1x Windows


Nur ist gut ;). Es waere schoen wenn du in Zukunft von vSphere ESX(i) sprichst weil VMware Server der Name eines anderen Produkts ist welches fuer dein Vorhaben nicht geeignet ist.

XP , der Mitarbeiter soll dann über einen Client oder ggf. Browser sich auf die Windows Maschine Einloggen können und ganz Normal arbeiten dürfen.

Kurzgefasst:

Mitarbeiter startet seinen Rechner -> Logged sich in die interne Domäne mit Name und Passwort ein -> Desktop und ein Client für den Zugriff auf seine Virtuelle Maschine wo er mit Arbeiten soll. Der Mitarbeiter soll zwar seine Lokale Maschine nutzen aber nicht darüber Arbeiten sondern über eine Virtuelle Maschine "XP".


Ja das ist genau so wie du hier beschreibst bzw.wie primetime es einen Post weiteroben schon erklaerte.

Technisch ist eine VMware View Umgebung natuerlich ein bisschen anders bzw. es kommen weitere Faktoren mit ins Spiel.

- Das ganze benoetigt eine vorhande Windows Domäne mit AD
- Da du von Windows sprichst kommt automatisch Microsoft ihr VECD zum Tragen und du must schauen ob das zu den vorhanden Lizenzen passt bzw. was genau dann gekauft werden muss
- Ob die ESX(i) Landschaft dann Ausfallsicherheit und Loadbalancing bieten soll

Im VMware VIEW Normalfall werden ein bzw. mehre Pools definiert. Diesem Pools koennen vorhande VMs zugeordnet werden oder aber, und das ist meistens so, die VMs werden basierend auf einer Vorlage vervielfaeltigt und sind dann alle "gleich".

Damit diese "gleichen" VMs nicht alle unnuetz Speicherplatz belegen gibts die Linked Clones.. Hierbei wird aus einer vorhanden VM gelesen und alles aenderungen und auch private Daten werden seperat weggeschrieben.

Hier tritt dann ach der Grosse Vorteil zutage. Wenn also MS Patches oder neue Anwendungen installiert werden muessen dann muss man nicht 100 Einzel VMs anfassen sondern es wird ein das Master Template entsprechend angepasst und die Basis Linked Clone Disk getauscht.

Als Ergaenzung oder aber Teil einer anderen Loesung koennen noch ThinApps eingesetzt werden.

Fuer ein View Projekt brauchts Gescheite Hardware und entsprechende Erfahrung im Anpassen des Windows XP OS mit entsprechendener AD Integration (Richtlinen, Ordnerumleitungen usw.).

Gruss
Joerg

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Beitragvon Userjan » 13.04.2010, 20:16

@Joerg @Christian Vielen Dank für die schnelle Cooperation und Feedback an Information.

Ich werde mich ja die Tag an die Arbeit machen müssen um das Projekt umzusetzen bzw. Testumgebung für erst einmal 2 Clients einzurichten.

Bei fragen bzgl. Hilfe würde ich mich wirklich wenn Ihr mir da unter die Arme greift.

Die Produkt Entscheidung muss ich noch Ausarbeiten. Mit dem VMware Server das es sich hier bei um ein anderes Produkt handelt habe ich nun auch gemerkt, und mich wohl falsch ausgedrückt =)

Jedenfalls meld ich mich und danke Euch schon einmal - komme definitiv auf Euch zurück :)

Gruß
Jan

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Beitragvon Userjan » 15.04.2010, 08:59

Brauche noch einmal ein Feedback um es zu genauer zu verstehen.

In dem Projekt von Uns soll ja eine Virtuallisierung eingesetzt werden, dazu bedarf es einen vSphere ESX(i) Server um die z.B. Windows XP Maschinen bereitzustellen? Der Client (Mitarbeiter) benötigt dann welche Art von Software um die bereitgestellte "Betriebssystem" nutzen zu können?

Es geht darum das halt ein Server die "Betriebssysteme" bereitstellt die genutzt werden können. Es soll möglich sein das mehrere Mitarbeiter auf dem bereitgestellten "Betriebssystem" arbeiten können.

Wenn ich den ESX(i) einsetze, wird dieser ja auch fest ohne weiteres Betriebssystem auf der Serverhardware installiert? Sehe ich das soweit richtig?


Das Problem ist, das VMWare ziemlich viele Produkte anbietet und nicht wirklich für mich überschaubar. Was von nöten sei.

Freue mich auf Feedback und bitte nicht gleich umbringen :)
Gruß
Jan

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Beitragvon GTMK » 19.04.2010, 13:44

Richtig, auf der Serverhardware wird nur ESX(i) als Betriebssystem installiert, und der ESX(i) hostet die XP-Maschinen, auf die Mitarbeiter dann mit RDP zugreifen. Wenn diese auf ihrem lokalen Rechner nicht arbeiten sollen, bietet sich an der Stelle ein Thin Client an.

Frage: Warum sollen die Mitarbeiter auf XP-Maschinen zugreifen? Käme vielleicht auch ein Windows Terminal Server in Frage? Dann könntest du dir das (nicht unbedingt billige) VMware View sparen.

Wir betreiben hier seit 10 Jahren Terminal Server und stehen momentan vor der Frage, ob wir auf VMware View umschwenken sollen. Allerdings hat mir bislang noch niemand wirklich erklären können, worin der Mehrwert besteht, wenn man keine TS-inkompatiblen Anwendungen hat und mit der Multimedia-Performance zufrieden ist.

Georg.

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Beitragvon Saturnous » 19.07.2010, 23:45

Aus meiner Erfahrung sind die Killer-Bottlenecks sind die Bandbreite Client - Server und Platten IO.

Ein virtueller Desktop frisst gut 50 IOPS soll er sich flüssig anfühlen, eine Terminalsession/XenAppsession fühlt sich schon bei 5 IOPS / App sehr gut an. XP ist bei IO ganz schön gierig, weil es gerne swappt - besonders wenn man zuviel RAM gibt - klingt komisch ist aber so. Ein paar Tweaks hab ich dazu auch gesammelt.

Linked Clones sind zwar recht unberechenbar - aber wenn du die Wahl hast x vDesktops unverlinkt auf ein RAID5 laufen zu lassen oder verlinktgekloned auf RAID10 dann lieber das Zweite - unabhängig vom "Patchday" Bonus. Eine handelsübliche SAN Storage kann bei Linked Clones fast den ganzen Desktop (Betriebssystemkern, Office Apps) im Cache halten was sich beim Booten stark bemerkbar macht.

Lizenzkosten verursachen alle Wege. Bei View, XenApp und XenDesktop hast du eine prima Auswahl an bandbreitenschonenden Grafikprotokollen die auf XP (oder Terminalserver) laufen.

;) ich hab zwar nette Übersichten welche Produkte (von Microsoft/VMWare/Citrix/HP) sich wo im vDesktop Stack untereinander eingliedern lassen - nur weis ich aussn Kopp nicht wie intern die sind, bei Langweile könnte ich mal googlen ob man die auch öffentlich findet - dann kann ich die hier verlinken.

Grob hast du den Stack unterteilt in :

- Client Hardware
- Client App
- Session Broker
- Virtual Machine Manager
- Grafikprotokoll
- "Applikationsvirtualisierung" (kein Muss kann aber angenehm sein)
- Desktop OS
- Hypervisor
- Storage / Serverhardware

Du kannst softwaretechnisch alles bei VMWare kaufen - musst aber nicht.


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