Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!

Festplatten Warteschlange explodiert

Hilfe bei Problemen mit der Installation oder Benutzung des VMware GSX Server und VMware Server 1.

Moderatoren: Dayworker, irix

Member
Beiträge: 15
Registriert: 07.12.2006, 15:40

Festplatten Warteschlange explodiert

Beitragvon Snipey » 03.03.2008, 10:13

Hallo,

wir haben auf einem unsere VMWare Servern das Problem das in unregelmäßigen Abständen die Warteschlange des Raid 5 Verbundes, auf dem die virtuellen Festplatten liegen, auf bis zu 100 Anfragen steigt.

In dieser Zeit ist quasi Stillstand auf allen virtuellen Maschinen. Es gibt leider keinen Anzeichen dafür, dass eine VM in dieser Zeit besonders aktiv ist. Das Phänomen tritt sogar nachts auf wenn auf dem Server absolut nichts los ist.

Die Transferrate des Raid 5 liegt beim Auftreten des Problems bei gerade mal 1-2 MByte/s.
Auffällig ist eigentlich nur, das in dieser Zeit sehr häufig, aber auch nicht immer. Speicher von den VMs auf die Festplatte ausgelagert wird.

Betriebssystem ist Windows 2003 R2 SP2 x64. Der VMWare Server hat Version 1.01
Der Server ist ein DELL PE 2950 mit einen Intel Xeon E5335 (4 Kerne, 2 GHz) und 8 GByte Speicher. Das Betriebssystem und der VMWare Server liegen auf einem eigenen Raid 1 Verbund. Auf dem Raid 5 liegen nur die VMX und vmdk Dateien. Die VMs sind nicht preallocated.

Es gibt noch eine einzelne Platte, die wir für VMs nutzen die nur kurz benötigt werden. VMs auf diese Platte laufen auch weiter wenn die Warteschlange des Raid 5 neue Rekorde aufstellt. Wird also wohl nicht am Betriebssystem liegen
Die Prozessorlast liegt zu diese Zeit bei allen Kernen auf ca. 5%. Einzelne Peaks von 25% kommen gelegentlich mal vor.
Das die einfachste Lösung wäre die VMs auf mehrer physikalische Storagesysteme aufzuteilen weis ich auch. Leider kostet so was immer Geld.

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen oder kennt eine Lösung für das Problem.

Member
Beiträge: 120
Registriert: 28.02.2008, 15:30
Wohnort: Linz

Beitragvon CLSsupport » 03.03.2008, 10:41

Hallo Snipey

Dein Problem klingt ähnlich wie meines.

Ich kann im Taskmanager oder ProcessExplorer (SysInternals) sehen, dass oft der Wert IOother in gigantische Höhen von ca 40GB steigt (ja wirklich es werden GB angezeigt) Also der 3tte Balken im PE ist ansehnlich dick und lang.

Man riet mir die VMDKs der VMs auf jeden Fall auf eine eigene HDD (oder Verbund) zu legen !! Und du hast eigentlich durch deine Test VMs genau das positive Ergebnis geliefert, dass eben deine VM auf der externen Platte weiterläuft als sei nix los.

Ich habe eine Dual QC Maschine mit 10GB jedoch frieren die VMs nicht ganz ein sondern sind nur sehr langsam. Eigentlich ist nur max 4GB in Verwendung (ausser beim Starten) und der Rest des Mem ist ja noch unangetasted.

Hängt dieser enorme Datentransfer eventuell mit einem swappen am Windows pagefile zusammen ? Oder mit einem Memorymanagement das der VMserver im Hintergrund veranstaltet um das Memory den einzelnen VMs möglichst optimal zur Verfügung zu stellen ?

Bitte sag mir: Mit welchem Tool siehst du die anstehenden RAID5 Anfragen ?

Michael

Member
Beiträge: 15
Registriert: 07.12.2006, 15:40

Beitragvon Snipey » 03.03.2008, 11:39

Hi,

wir benutzen PRTG. Das ist ein SNMP Tool. Gibt’s als Freeware mit drei Sensoren und einem recht guten SNMP Helper. Wir setzen die kommerzielle Version mit 100 Sensoren eine. Nettes Tool. Mit MRTG lässt sich das ganze zwar auch kostenlos selber bauen, Aber der Kostenaufwand war in unserem Falle höher als die Anschaffungskosten für PRTG.

Die Pagefile liegt auf der selben Platte wie das BS. Daran sollte es nicht liegen. Die Seitenfehler/s bleiben auch im Rahmen des Normalen.

Ich hatte ja schon angedeutet, das Warteschlangenprobleme häufig in Verbindung mit Speicherauslagerungsprozessen der VM auftreten. Das heißt, die VM gibt reservierten Speicher aus dem RAM frei und schreibt Ihn in eine .vmem Datei auf der Festplatte. Allerdings wird diese Datei nur mit ca. 2 MByte/s befüllt. Kennt vielleicht jemand eine Möglichkeit der VM beizubringen die vmem Datei in einem Bestimmten Pfad zu erzeugen und nicht im selben Verzeichnis?
Ich konnte leider noch nicht feststellen welche vmem verantwortlich ist, da die Dateien beim starten der Maschine direkt mit der vollen Größe des zugeteilten Speichers erzeugt werden.

100%ig weis ich es auch gar nicht das es wirklich an der vmem liegt. Es ist nur eine Schlussfolgerung weil der Betrag des freien Hauptspeichers sich vergrößert wenn das Warteschlangenproblem auftritt. Da es nicht mehr Seitenfehler als sonst gibt fällt die Pagefile raus. Laut ProceXP werden auch keine Prozesse beendet die Speicher freigeben könnten. Da bleibt eigentlich nur noch der virtuelle Speicher der VMs.
Leider hat der VMWare Server keinen eigene MIB.


Zurück zu „VMserver 1 und GSX“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste