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Erstellen eines VMFS-header-dump

Tips und Hinweise zur Datenrettung bei defekten VMs oder unlesbaren Datastores

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Erstellen eines VMFS-header-dump

Beitragvon continuum » 28.03.2016, 23:07

Bei folgenden Fällen empfiehlt es sich so schnell wie möglich einen VMFS-header-dump zu erstellen:
- Datastore lässt sich mounten
- Ordner erscheinen leer oder fehlen komplett
- VMs oder einzelne VMDKs wurden versehentlich gelöscht
- Sabotageverdacht

Die VMFS-Metadaten befinden sich innerhalb der ersten 1,5 GB eines VMFS-volumes.
Um diesen Bereich zu kopieren ist SSH-zugriff als root auf einen ESXi-server , der das betroffene Volume gemountet hat, erforderlich.
Der dump sollte keinesfalls auf dem betroffenen Volume gespeichert werden.
Daher speichert man den dump entweder auf einem anderen Datastore oder in /tmp

1. anmelden per putty
2. cd /dev/disks
3. ermitteln des zugehörigen Devicenamen zB naa.600*****:1
4. erstellen des dumps:
dd if=naa* bs=1M count=1536 of=/tmp/name.1536
5. runterladen des dumps auf den Adminhost
6. komprimieren und archivieren

Siehe auch:
https://kb.vmware.com/kb/1020645/

Mit diesem dump kann ein Experte oder auch der VMware-support zum Beispiel versehentlich gelöschte VMDKs wieder herstellen.
Die Erstellung des dumps ist auch dann sinnvoll, wenn das Datastore weiterhin produktiv genutzt werden muss.

Im Falle eines unlesbarem Volumes kann ich bei Bedarf innerhalb einer Stunde eine Prognose zur Chancenabwägung eines Recovery-versuchs erstellen.

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