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Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

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Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon obiwarum » 12.01.2017, 08:11

Guten Tag,

Ich bin neu hier und hoffe, dass mir jemand bei meinen Problem weiter helfen kann. Ich betreibe einen ESXi 5.5.0 (Build 2456374 vom 2.5.2015) mit 1Gbit/s und 10GBit/s Netzwerkkarten von Intel, die über einen HP 2920-48G Switch mit einem zusätzlichen 10 GBit-Modul mit den exterenen physikalischen Clients mit 1 GBit/s Netzwerkadaptern komunizieren. Ich habe nun mit Hilfe von PCATTCP die Netzwerk-Geschwindigkeit ermittelt und feststellen müssen, das alle virtuellen Maschienen nur einen Durchsatz von 300-400 MBit/s erreichen. Dabei ist es egal ob sie über einen vSwitch untereinander, oder mit einem externen Client über die 1Gbit/s oder 10GBit/s Schnittstellen kommunizieren. Alle virtuellen Maschienen nutzen den vmxnet3 Netzwerkadapter und zeigen eine ausgehandelte Geschwindigkeit von 10GBit/s an. Es werden die richtigen VMWare Tools (v9.4.11 build-2400950) verwendit, die zur ESXi Version gehören. Die Messung zweier externer Clients ergab einen Datendurchsatz von 800 - 900 MBit/s, was für 1GBit/s Lan-Ports wohl normal sein sollte. Hat jemand auch schon einmal ein ähnliches Problem gehabt und konnte lösen?

MfG

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon ~thc » 12.01.2017, 09:52

Aktueller Stand von ESXi 5.5 ist Build 4722766 und die dazugehörigen Tools (inclusive VMXNET3-Treiber) 10.0.9.

Die nominale und ausgehandelte Geschwindigkeit der VMs besitzt so gut wie keine Aussagekraft.

Ich würde dir raten, es mit dem virtuellen Default-Adapter der Bestriebssysteme in den VMs zu probieren.

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon Supi » 12.01.2017, 10:52

Glatt mal dass Tool getestet:
Mit einem aktuelle ESXi 5.5 Build , VM Tools 10.0.9
Pro Host 4 Nics an einem LAN Vswitch ohne Teaming, Lastausgleich über Port-ID.

VM's auf einem Host:
Bei 10Gbit Adapter: 3-3.500 Mbit
Bei 1Gbit Adapter: 950Mbit

VM's auf unterschiedlichem Host:
600-850Mbit, je nach OS Version ( XP,2003/2008/2012 Server) und VMXNET-VMXNET3 Adapter.
(hier dann über den Gbit Switch Dell PC5448)

...das Tool erst mal finden:
https://couch-blog.de/2012/08/16/schnel ... ausmessen/

Kann also das Problem so nicht bestätigen, aber auch nix zu sagen, woran es liegen mag.
Sicher erst mal den Host aktualisieren und die Tools aktualisieren. Dazu wenn möglich den VMXNET3 nutzen.

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon obiwarum » 12.01.2017, 12:18

Hallo,

Vielen Dank für die schnellen Antworten. Nur eine kurze Frage zum Update. Reicht es, wenn ich mit dem aktuelle Build 4722766 update und anschließend die vmware Tools in den virtuellen Maschinen aktualisiere, oder muss ich noch irgend welche zwischen Schritte ausführen ?

MfG

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon Supi » 12.01.2017, 12:24

Hallo Obiwarum,

richtig, kannst gleich auf die aktuellste Version.

Wenn du keine extra Treiber (Realtek) eingebunden hast, bei einem Host ganz easy.

https://esxi-patches.v-front.de/ESXi-5.5.0.html
Auf das Imageprofil klicken, da steht alles drin. Nur noch ssh auf dem Host aktivieren und mit putty drauf schalten.

VMWare Tools :
https://packages.vmware.com/tools/relea ... index.html

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon obiwarum » 24.01.2017, 20:55

Hallo

ich habe es endlich geschaft das aktuelle Patch zu installieren. Danach habe ich die vmware Tools aktualisiert (jeztz haben alle die Version 10.0.9 ). Als Netzwerkadapter sind wie gehabt vmxnet3 in Verwendung. Ich erreiche aber weiterhin nur Übertragungsraten von 380-395 Mbit/s mit zwei Windows-Clients am selben vSwitch. Beide Maschienen zeigen 10 Gbit/s in der Lan-Verbindung als ausgehandelte Übertragungsrate an. Woran könnte es noch liegen ?

MfG :grin:

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon ~thc » 25.01.2017, 08:46

Noch einmal: Die nominale und ausgehandelte Geschwindigkeit der VMs besitzt so gut wie keine Aussagekraft.

Als Blindtest würde ich dir zwei neue VMs mit nativer VMXNET3-Unterstützung (z.B. Debian 7 oder 8 ) an einem isolierten Switch (ohne physische Netzwerkverbindung) empfehlen.

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon Supi » 25.01.2017, 12:03

@thc: so wie ich es verstanden habe, geht es nicht um die Anzeige des Client.

Transfers von Physichen PC's zu dne VMs klappen mit fast vollen 1Gbit.
Nur virtuell intern werden nur 3-400mbit erreicht.

Eine Lösung bzw. Ursache kann ich dem TO nicht nennen, nur hilft es ggf. mal mit diesen Parameter zu "spielen":

https://www.virtual-allan.com/esxi-6-0- ... nce-issue/ : Disable LRO

http://lifeofageekadmin.com/network-per ... r-2012-r2/ :TCP/IP Stack Tuning

Alternativ: Was werden für Werte erreicht, wenn vom VMXNET3 auf E1000 gewechselt wird?
http://rickardnobel.se/vmxnet3-vs-e1000 ... 00-part-2/

Ansonsten: ganz neue VM für den Test ist immer gut.

Edit:
Ich habe mal wie bei Herrn Nobel mit Iperf getestet, komme da auf 975Mbit bei VM's mit VMXNET3 zwischen 2 ESXI-Hosts ( also noch über den HW-Switch laufend) und 3,65/4,35 Gbit beim VM's auf gleichen Host. ( Wert unterschiedlich je nach Anzeige Iperf Client und Server

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon ~thc » 25.01.2017, 16:42

In einer doppelt virtuellen Umgebung (virtuelle Debian 8 VMs in einem virtellen ESXi 5.5) erreiche ich 9,5 GBit - dann sind die zugewiesenen CPUs des virtuellen ESXi am Anschlag.

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon obiwarum » 27.01.2017, 09:22

Hallo

anbei mein Testergebniss mit 2 VM Debian 9 am Host-only vSwitch mit E1000 LAN und open-vm-tools. Geprüft mit iperf einmal UDP und einmal TCP. Ich werde nächste woche mal zwei Win7 VM's installieren mit den zwei verschiedenen LAN Typen E1000und VMXNET3 und diese Tests noch einmal durchführen. Falls jemand noch Tips zur Konfiguration hat, bitte ich um kurze Antwort.

MfG
Dateianhänge
ESXi_4.JPG
Messung iperf UDP und TCP
ESXi_2.JPG
Debian Version der VM's
ESXi_1.JPG
Übersicht ESXi VM Allgemein
ESXi_1.JPG (27.35 KiB) 586 mal betrachtet

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon Dayworker » 27.01.2017, 14:34

Hmm, ein paar Gedanken hätte ich da ja...
Warum nutzt du als Gast-OS die Einstellung "Anderes Linux-System (64-Bit) und nicht irgendwas mit dem auf Debian aufbauenden Ubuntu?
Als v.HW-Version kommt bei dir nur die Version 8 zum Einsatz, während der ESXi5.5 auch die Version 10 kann.
Deinem 64bit-Linux gibst du nur 512MB vRAM? Darf dein Debian eigentlich auch atmen oder soll es sich instant direkt mit seiner Swap-Partition beschäftigen?

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon ~thc » 27.01.2017, 19:55

Das mit dem "Anderes Linux-System (64-Bit)" ist möglicherweise ein Bug - ich habe das auch. Im angeschalteten Zustand mit installierten Tools (egal welche) sieht es so aus. Im ausgeschalteten Zustand steht dann wieder "Debian...".

Per Standard hat die VM 1 GB (vHW 8 ) oder 2 GB (vHW 10) vRAM - aber wenn man nur ein minimales "Netinst" installiert, sind 512 MB auch O.K.

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon JustMe » 27.01.2017, 20:25

Und was neben den VM-Daten vielleicht ebenfalls noch wichtig bis ausschlaggebend sein koennte:

Um was fuer einen "Host" handelt es sich hier? Was fuer eine CPU (oder mehrere), was fuer Speicher?
Und wie viele (und ggfs. was fuer welche) andere VMs werden waehrend der Durchsatz-Tests noch ausgefuehrt?

Ich meine, bisher dazu nichts hier im Thread gesehen zu haben; schliesslich muessen die Bits&Bytes ja von irgendwem durch die IP-Stacks und Switche bewegt werden...

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon UrsDerBär » 29.01.2017, 16:36

rein internes kopieren von Daten innerhalb dem gleichen Data-Store kann nicht identisch schnell sein wie reines Write von extern auf einen Store sofern die Netzwerk-Anbindung schnell genug ist.

Bei diesen Übertragungsraten tippe ich aber eher auf zu wenig Power im Storage-Bereich bei gleichzeitgen Random Read/Write als bei der CPU-Leistung.

Meines erachtens aber eh unmöglich da was sinnvolles zu sagen ohne mehr Daten zur Konfiguration zu bekommen. Also Datastores, wie sie angeschlossen sind, was drinsteckt, Hosts etc.

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon JustMe » 29.01.2017, 17:14

Vielleicht habe ich ja was verpasst, aber ich kann in dem ganzen Thread keinerlei Hinweise entdecken, dass es um das Kopieren von Massenspeicherdaten ginge...

iperf/jperf uebertragen selbst erzeugte Testdatenbloecke, die aber i.A. nicht auf dem Datentraeger abgelegt werden. :-)

Jedoch auch mir fehlten noch ein paar Informationen hier; da stimme ich zu!

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon obiwarum » 01.02.2017, 08:35

Hallo

hier noch ein paar Informationen zum Hintergrund meines Problems. Es geht mir um die Verbindung eines virtuellen Lexware-Servers mit einer SQL-Datenbank von Sysbase zu physischen Windows 7 Clients. Die von mir angelegten Debian 9 VM's sind nur Minimal-Installationen mit iperf für Durchsatzmessung vorgesehen. Pararlell habe ich noch 2 VM's Win7 Prof installiert mit je einer Netzwerkkarten E1000 und VMXNET3 um mit iperf for Windows Vergleichsmessungen durchzuführen. Mit den E1000 Karten erhalte ich vergleichbare Werte wie mit den Debian VM's. Die VMXNET3 Karten allerdings haben sehr schlechte Werte bei der UDP Messung, die TCP Messeung ist vergleichbar mit den Werten der E1000 Karten. Meine Frage ist nun, ob man E1000 oder VMXNET3 nutzen sollte und welche Anpassungen für VMXNET3 vorgenommen werden können um den Durchsatz zu optimieren. Oder ist es besser generelle VMXNET3 zu meiden in älteren ESXi-Versionen. Hat jemand vielleicht schon Erfahrungen mit der Version 6.0 ? Meine Hardware mit 2x Intel Xeon E5-2620v2 und 64GB RAM würde für ein Updgrade ausreichen. Mein zweiter ESXi 4.1 leider nicht mehr.

MfG

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon ~thc » 01.02.2017, 09:11

So, dann mal der Reihe nach:

Du hast mit den Debian-VMs (E1000/iperf) 5 GBit gemessen
- Liegen deinem letzten Beitrag nach die Test-Windows 7-Vms mit E1000 und VMXNET3 und iperf auch bei 5 GBit?
- Kannst du Vergeleichsmessungen mit iperf zwischen Lexware-Server und -Clients durchführen?
- Selbst wenn der TCP-Durchsatz dabei annehmbar wäre, kann der SQL-Durchsatz Änderungen an den TCP-Parametern erfordern (unabhängig vom vNIC-Typ)
- Hat UDP für die SQL-Anbindung überhaupt eine Relevanz?
- Welches OS läuft auf dem Lexware-Server?
- Ideal wäre ein SQL-Benchmark

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon obiwarum » 03.02.2017, 08:03

Guten Tag

ich habe es endlich geschaft, die Test mit Windows 7 Prof SP1 und den unterschiedlichen Netzwerkkarten durchzuführen. Was mich etwas wundert ist, dass es scheinbar keinen Unterschied bei dem Datendurchsatz gibt, obwohle die E1000 mit 1GBit/s und die VMXNET3 mit 10 GBit/s von Windows erkannt wird. Hier meine Messungen unter den selben Bedingungen wie mit den Debian9 und open-vm-tools. Zum Thema Benchmarktest für SQL, hat da jemand eine Anleitung, ich habe so etwas nocht gemacht. Der Lexmark-Server läuft als vm auf Basis Windows 8.1 Prof 64-Bit mit 6 GB zugeordneten RAM.
Dateianhänge
ESXi-VMXNET3-Test.JPG
Test mit VMXNET3
ESXi-E1000-Test.JPG
Test mit E1000

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Re: Datendurchsatz der virtuellen Maschinen zu gering

Beitragvon UrsDerBär » 03.02.2017, 13:54

Also wenn man mit einer Karte gute Ergebniss hat und mit der anderen nicht, dann liegt es schon an der verwendeten Karte.

Meiner Erfahrung nach ist das extrem Host abhängig ob E1000 der VMXNET3 besser performt. Auf meinen älteren Hosts mit älterem ESXi ging VMXNET3 nie, immer Ärger. Auf neueren Hosts mit der 5er ESXi und E1000 kein Problem, auf neueren Hosts mit 5.5er musste ich wieder alle VM's auf VMXNET3 umstellen weil die E1000 plötzlich lahmten. Auf zertifizierter Hardware mit aktualisierten Treiber, Firmware etc. wohlverstanden.
--> Hast mal die VM ausgeschaltet (nicht nur reboot) und wieder eingeschaltet und nochmals getestet? Bei mir war das nämlich immer ein schleichendes Problem das nach ein paar Stunden oder Tagen bei den VM's wieder auftrat.

Wie siehts denn mit der CPU-Auslastung aus während dem Test? Schwingt eine evtl. oben aus?


Noch ein kleiner Hinweis:
LexmarkServer auf Basis W8.1: Das dürfte ein Lizenzverstoss sein. Zumindest wenn Du nicht nur mit einem Client darauf zugreifst. Würde ich auf eine Server-Version updaten, macht sich sonst nicht so gut bei einer Prüfung.


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