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Kleiner server - Xeon D oder Xeon E5 v4?

Verfasst: 10.11.2017, 13:13
von NullDevice
Hi,

Ich muss demnächst einen kleinen ESXi 6.5 server neue Hardware verpassen.
Bzw. eigentlich den ganzen Server tauschen.
Er ist jetzt 10 Jahre alt und hat noch eine Athlon II x4 CPU + 32 GB RAM.
Es laufen nur so ca. 7 od. 8 VMs drauf.

Ich hab mich lange umgeschaut und bin draufgekommen, dass ich ein Supermicro Mainboard wählen werde.
Ich weiss nur noch nicht welches, weil ich mir wegen der CPU noch nicht sicher bin.

Eine Möglichkeit wäre so eine CPU:

Intel Xeon E5-1620 v4, 4x 3.50GHz
https://geizhals.at/intel-xeon-e5-1620- ... ml?hloc=at

Dem gegenüber steht die Xeon D Schiene, die es bereits als SoC Version, also mit Mainboard gibt:
https://geizhals.at/supermicro-x10sdv-4 ... ml?hloc=at

Hab gelesen dass die D serie abgespeckter ist. Das seh ich auch, an den GHz.
Bin mir aber nicht sicher wie sich das auswirkt.
Merkt man das überhaupt, bei nur so ca. 8 VMs?

Die CPU-Last des derzeitigen systems ist meistens eher wenig.
Wär halt blöd wenn es dann extrem zäh wird, wenn die Power so und wieder doch gebraucht wird, und mehrere VMs etwas tun.
Hat schon wer Erfahrungen mit den Xeon D's?
Sind die dafür weniger geeignet?

Diese Xeon D SoC Boards von Supermicro sprechen mich an.
Denn die haben zb. auch solche günstigen Gehäuse dazu:
https://geizhals.at/supermicro-cse-101i ... ml?hloc=at

Das wäre relativ Platzsparend.
Und sie haben Features wie 10 GbE NICs usw. Obwohl die (mal vorerst) nicht brauchen werde..

Lg, ND

Re: Kleiner server - Xeon D oder Xeon E5 v4?

Verfasst: 10.11.2017, 15:16
von UrsDerBär
Ob man es merkt ist immer so eine Sache und eine Frage der workloads. Für mich spielen im privaten wie auch im Unternehmensberei andere Kriterien eine grössere Rolle als ide pure Leistung. ;)

Ich persönlich mache keinerlei Installationen mit abgespeckten Umgebungen in Verbindung mit Virtualisierung mehr. Weder für KMU's noch für Private. Für den allfälligen Ärger ist mir die Zeit schlicht zu Schade. Damit bin ich in den letzten 10 Jahren Super gefahren und habe - auch wenn da auch etwas Glück mitspielt - keinerlei Ausfälle gehabt (bis auf Magnetplatten und USB-Sticks die ich mir auch abgewöhnt habe).
- das höchste verfügbare Single-CPU Xeon-Board von einem der grossen 4 Hersteller in diesem Bereich (Supermicro, Dell, HP, Fujitsu)
- Doppelnetzteile
- mindestens eine hochwertige Online-USV mit ein paar h Kapazität auf einem der Netzteile
- nur Enterprise-Festplatten
- ausschliesslich mit RAID (Software oder Hardware)

Schon die Doppelnetzteile und anzahl PCI-Express-Lanes wären bei einem Xeon-D Board für mich bereits ein NoGo.

Die Mehrkosten für die Anschaffung sowie die paar Euro Stromkosten pro Jahr stehen bei 1-2 server in einem typischen KMU-Betrieb in keinem Verhältnis zum Aufwand im Fehlerfall.

Mögen andere wieder komplett anders sehen aber ich habe da kein Bock mehr drauf auf die Reparaturaktionen. Da reichen mir die üblichen Probleme völlig aus. =)

Re: Kleiner server - Xeon D oder Xeon E5 v4?

Verfasst: 10.11.2017, 16:27
von Martin
Außerdem müssen die Komponenten natürlich auch noch alle mit ESXi 6.5 funktionieren... ;)

Re: Kleiner server - Xeon D oder Xeon E5 v4?

Verfasst: 10.11.2017, 16:42
von Supi
Xeon-D hat doch hier einer bei einem Hoster "getestet" und am Ende lief es nicht so toll.

viewtopic.php?f=39&t=32670

Re: Kleiner server - Xeon D oder Xeon E5 v4?

Verfasst: 11.11.2017, 13:53
von Dayworker
Ob man mit dem Xeon-D glücklich wird oder nicht, hängt von den eigenen Ansprüchen ab. Das der Hoster im Link kein besseres Paket von Hause aus geschnürt hat, kann man ihm natürlich anlasten. Man sollte jedoch auch mal in die andere Richtung sehen. Vor der Bestellung hätte man mal die benötigte Rechenleistung real katalogisieren sollen, anstatt sich auf durch den Hoster geschätzte Werte zu verlassen. Läuft den ganzen Tag nur der gewöhnliche Office-Dreikampf aus Word, Excel und Outlook, wird man auch mit den Quadcore-Versionen des Xeon-D glücklich und spart nebenbei sehr viel Energie. Den Xeon-D gibt es neben den Quadcores auch mit 6, 8, 12 und 16 Kernen, genug Leistung in Form von CPU-Kernen wäre also vorhanden...

Im verlinkten Thread war der Hauptgrund für die Lahmheit die absolute Überprovisionierung der CPU. Mit 4x Server2k12 und dazu noch Citrix auf einem Server2k8 plus 4x Linux (davon 1x TS, sprich Realtime-affin) war die HW deutlichst überlastet. Wenn man jedoch weder Doppelnetzteile noch sehr viele PCIe-Lanes braucht bzw mit den beim Xeon-D mitgelieferten Lanes zurechtkommt und auch seinen CPU-Bedarf real einschätzen kann, kann einen das XeonD-Paket glücklich machen und der Rest greift halt zum dicken E5 mit entsprechender Kernanzahl und spart dann auch nicht am CPU-Takt.