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Daten auf andere Partition schreiben

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung des VMware Player.

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Daten auf andere Partition schreiben

Beitragvon OXO » 06.07.2006, 09:49

Hi,

ich arbeite mit dem VMWare-Player unter Windows und habe darin ein SuSE Gastsystem laufen. Die Partitionen unter Windows sind z.B. C:\ mit 10 GB und D:\ mit 4 GB. Das Linux Gast-Image liegt unter D:\

Jetzt soll es möglich sein auch Daten auf C:\ zu schreiben. Da aber Das Linux nur D:\ kennt (weil es darauf ja läuft), weiß ich nicht wie ich das anstellen kann, um nun auch Daten auf C:\ schreiben zu können. Wie schaffe ich das???

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Beitragvon looping » 06.07.2006, 10:25

2 möglichkeiten:

1. du legst auf der partition c eine weitere virtuelle festplatte an (images kannst du dir unter www.easyvmx.com runterladen - keine angst, die sind nur ein paar kb groß - oder mit dem vmx-builder von continuum erstellen) und bindest die in den vmx-file deiner virtuellen maschine ein. das ist dann so, wie wenn du bei real-hardware eine zusätzliche festplatte einbaust.

2. du legst in deinem host-system einen netzwerkodner an und gibst ihn frei. diese möglichkeit ist aber eigentlich nur für daten/dateien sinnvoll, die auch tatsächlich mit dem host-system getauscht werden sollen.

und noch eine anmerkung: 10 gb sind für ein xp (? ok, ein w2k kommt damit aus.) mit ein bisschen software schon qualvoll - 4 gb für ein grafisches linux wie suse auch. ich würde dir empfehlen bei nächster gelegenheit auf 15:8 zu wechseln

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Beitragvon OXO » 06.07.2006, 12:53

Ich habe mir nun die Seiten mal angeschaut und habe dazu noch fragen

http://www.easyvmx.com/vmdk.html
http://www.easyvmx.com/easyvmx.shtml

Beim ersten URL bekomme ich virtuelle Disk Images mit unterschiedlichen Größen. Legen diese die maximale Größe fest? Bei meinem jetzigen Image ist diese Größe glaub variabel oder geht sowas nicht? Habe ich irgendwelche Nachteile zu erwarten, wenn ich die größte virtuelle Disk nehme (ausser, dass ich theoretisch an die Grenzen des verfügbaren Platzes auf meiner Windows-Partition stoßen könnte, sofern ich zu viel in der virtuellen Disk ablege)

Dann habe ich über die Seite mit den zweiten URL eine VMX-Konfigurationsdatei testweise erstellen lassen. Ich frage mich aber, wie ich diese mit meiner bisherigen VMX-Datei kombinieren muss, da die zweite virtuelle Disk ja nicht im gleichen Verzeichnis bzw. der gleichen Partition sein soll, wie die erste.

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Beitragvon ludovico » 06.07.2006, 13:51

Andere Möglichkeit:

Ich habe auf meinem Arbeitsplatzrechner VMware laufen, weil ich eine Anwendungssoftware (HoTMetaL) in zwei verschieden eingestellten Versionen laufen lassen muss, diese aber nur eine Instanz pro Betriebssystem zulässt.

Dabei liegt nur die Anwendungssoftware in der VM, während alle Daten, die ich damit bearbeite, in einem freigegebenen Verzeichnis auf einer realen Partition liegen, in das ich mich unter VMware einlogge. Selbstverständlich könnte ich auch Dateien unter VM erzeugen und diese dann im freigegebenen Verzeichnis (bei mir in der VM als "E:" verknüpft) ablegen, was aber in meinem Fall umständlicher wäre

Das funktioniert seit Monaten problemlos mit der Ethernet-Einstellung "Host-only". Ich weiß nicht, ob mit den anderen Ethernet-Einstellungen auch (unter VM muss ich nicht ins Internet; das Hochladen der bearbeiteten Dateien geschieht vom Host aus via Standleitung).

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Beitragvon looping » 06.07.2006, 14:20

@ oxo :

den vmx-file den du dir da erstellt hast brauchst du nicht - du bindest das festplatten image einfach als "zweite festplatte in deine bestehende vmx-datei ein. das könnte z.b. so aussehen

...
ide0:0.present = "TRUE"
ide0:0.fileName = "4GB.vmdk"
ide0:0.deviceType = "disk"
#und jetzt die zugefügte neue vmdk
ide0:1.present = "TRUE"
ide0:1.fileName = "pfad zur neuen vmdk (z.b.: c:\vmware\4GB.vmdk"
ide0:1.deviceType = "disk"
ide0:1.mode = "persistent"
...

die vmdk's heißen bei dir natürlich anders - wichtiger ist aber, dass sich der mountpoint ändert: es kann keine zwei ide-devices mit der adresse 0:0 geben (das gleiche gilt natürlich auch für 0:1 usw.) - hier muss ein sinnvoller wert eingetragen werden, der dann auch nicht mit dem cdrom kollidiert. wenn du hier händisch gar nicht weiterkommst, nimm den vmx-builder von continuum - der hat eine nette grafische oberfläche und mit ihm lässt sich deine bestehende vmx etwas übersichtlicher editieren.

@ ludvico:

wenn ich dich richtig verstehe, nutzt du die 2. möglichkeit. ich weiß das das sehr gut funktioniert - sofern du bei der auswahl deines virtuellen netzwerkadapters einen gigabit-adapter gewählt hast (also entweder den vmxnet oder den e1000) ist das sogar durchaus performant. leider scheidet diese methode für viele anwender aus, weil sie (z.b. zwecks virenprogrammierung ;) ) die virtuelle maschine "dicht" halten müssen.

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Beitragvon OXO » 06.07.2006, 14:34

looping hat geschrieben:ide0:0.present = "TRUE"
ide0:0.fileName = "4GB.vmdk"
ide0:0.deviceType = "disk"
#und jetzt die zugefügte neue vmdk
ide0:1.present = "TRUE"
ide0:1.fileName = "pfad zur neuen vmdk (z.b.: c:\vmware\4GB.vmdk"
ide0:1.deviceType = "disk"
ide0:1.mode = "persistent"
...

[...] wenn du hier händisch gar nicht weiterkommst, nimm den vmx-builder von continuum - der hat eine nette grafische oberfläche und mit ihm lässt sich deine bestehende vmx etwas übersichtlicher editieren.

Okay, dann werde ich das heute Abend mal so versuchen. Muss nur noch irgendwie wissen, wie ich die "neue Platte" dann unter meinem Linux-Gastsystem mounten kann, vermutlich aber dann als /sda1 oder sowas. Ich werde mal schauen, ob ich das hinbekomme :)

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Beitragvon looping » 06.07.2006, 16:56

wenn du scsi-controler in deiner vm verwendest, muss du den eintrag im vmx-file natürlich anpassen - ich war jetzt von ide ausgegangen. schau dir dazu mal die site von continuum an (www.sanbarrow.com) - dort findest du alles was du wissen musst. sobald die platte eingebunden ist, startest du yast (oder yast2) und partitionierst, formatierst und setzt anschließend den mountpoint.

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Beitragvon ludovico » 06.07.2006, 17:15

looping hat geschrieben: - sofern du bei der auswahl deines virtuellen netzwerkadapters einen gigabit-adapter gewählt hast (also entweder den vmxnet oder den e1000)

Ich wusste gar nicht, dass man da einen solchen auswählen kann (ich finde nur vmnet0 bis vmnet9 und keinen Hinweis auf deren Parametrisierung). Wo ginge das (ich kann Workstation 5.5 verwenden)?

looping hat geschrieben: die virtuelle maschine "dicht" halten müssen

Ja, daran hatte ich nicht gedacht. Ich will zu Hause auch ein "dichtes" System anlegen (siehe auch meine Fragen unter Arcor DSL unter VMware). Ginge der Datentransfer auch via USB-Stick, also vom Guest zum Stick und vom Stick zum Host? Oder beißen sich die Systeme am USB?

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Beitragvon looping » 06.07.2006, 18:10

ich finde nur vmnet0 bis vmnet9 und keinen Hinweis auf deren Parametrisierung


unter >hardware< im optionsmenue der virtuellen maschine. alternativ einfach direkt in dem vmx-file eintragen:

ethernet0.present = "TRUE"
ethernet0.startConnected = "TRUE"
ethernet0.virtualDev = "vmxnet" ### alternativ "e1000"
ethernet0.connectionType = "bridged"
ethernet0.vnet = "VMnet0"

vmxnet ist ein vmware-spezifischer virtueller adapter, d.h. den gibt es nicht in echt. um diesen adapter zu betreiben müssen die tools zwingend installiert werden. der e1000 ist ein intel pro 1000 - moderne betriebssysteme sollten da sogar einen eigenen treiber für haben - ansonsten einfach die entsprechenden tools neu installieren.

die meisten usb-sticks lassen sich verwenden - allerdings nur als usb-1.1-gerät (also recht langsam). es ist durchaus möglich den stick im "laufenden betrieb" vom host an den gast zu übergeben - und andersrum. aber das ist irgendwie unsauber und umständlich. ich verzichte in der regel komplett auf usb-hardware im gast und kann nur jedem empfehlen die usb-unterstützung des gastes zu deaktivieren - das bringt eine ganze menge performance.

zu der dsl-frage: grundsätzlich ist alles möglich. leider verbreiten viele dsl-anbieter mistige hardware - z.b. von dieser kombinierte moderm-router kram von siemens. einen eigenen router aufsetzen lohnt sich meiner meinung nach nicht - selbst ein p1-133 frisst das mehrfache an strom was ein billiger standalone noname-router braucht - da sind die 25 € neupreis schnell raus. mein tip: eine kompatibilitätsliste aller modems und router von arcor abfragen, entsprechende geräte besorgen (z.b. runderneuerte d-link hardware über ebay) und gut. vorteil: ein eigener lan mit mehreren stationen möglich, netzwerkdrucker möglich, firewall, nat, portforewarding ... . das selberbau-projekt kannst du ja trotzdem starten ;) ...

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Beitragvon ludovico » 06.07.2006, 23:15

Vielen Dank, Looping, für Deine ausführliche und sehr informative Antwort! So macht es ja fast Spaß, Probleme zu haben :grin:

:?: Mit "müssen die tools zwingend installiert werden" meinst Du die VMware-Tools (die sind installiert)?
:?: Mit "die entsprechenden tools" meinst Du Treiber für die emulierten Netzwerkkarten (ich frag zur Sicherheit lieber nach)? Also Windows 2000 ist doch so ein modernes OS, oder?
Das klingt auf jeden Fall machbar.

Was USB anbelangt, schließe ich mich nun Deiner plausibel vorgetragenen Meinung an.
Und der Tip mit dem Router (statt dem dazu hergerichteten Rechner) leuchtet ebenfalls ein.

"Arcor-DSL Speed-Modem 200" und "Arcor NTsplit 2.0" sind vorhanden.
:?: Ist die angedachte Konfiguration "PC-DSL-Modem-(DSL?)Router-NTsplit" oder "PC-(DSL?)Router-NTsplit"?

Das DSL-Modem steckt an einem NVIDIA nForce (on board); ein zweiter Adapter (Realtek mit BNC-Anschluss) ist mit 5 anderen Rechnern via Coaxialkabel verbunden.
:?: Woher weiß VMware, auf welchen realen Ethernet-Adapter sein virtueller zugreifen muss?

Vielen Dank für Deine Geduld!
Ludovico

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Beitragvon looping » 07.07.2006, 00:33

klar, die tools sind die vmware-tools, eine mischung aus treibern für die virtuelle hardware und ein paar zusatzprogrammen - und nein, w2k ist kein modernes os 8) ... - macht aber nichts - installierst du halt die tools.

die arcor-hardware kenne ich nicht - und kann da auch nichts zu sagen.

die zuordnung auf welche real-hardware der virtuelle adapter gebunden wird, triffst du über das programm vmnetcfg.exe, das du im programmordner findest.

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Beitragvon OXO » 07.07.2006, 01:56

Also das mit dem Einbinden einer "neuen Festplatte" hat gut geklappt. Anschließend wie nach Deinem Tipp noch in YaST partitioniert und in die /etc/fstab eingebunden und es läuft!

Vielen Dank!


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