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sicheres Surfen mit Browser-Appliance von VMware ????

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung des VMware Player.

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sicheres Surfen mit Browser-Appliance von VMware ????

Beitragvon sandra » 12.02.2006, 17:26

Hallo,
ich hoffe Ihr könnt mir helfen, habe folgendes Problem:

Benutze WinXP Home, habe den VMWarePlayer installiert und die von VMWare angebotene Browser-Appliance gestartet.

Ich gehe per Modem und über das Einwahlprogramm Smartsurfer von Web.de ins Netz.
Nun frage ich mich wie ich mit diesem virtuellen System "sicher Surfe", wenn mir Zone Alarm jede Menge geblockte Zugriffe auf meinen Rechner meldet.
Da kann ich doch gleich mit dem IE ins Netz gehen.
Gibt es in der Browser-Appliance eine Möglichkeit mit der man sich direkt ins Netz einwählen kann, ohne erst Windows zu bemühen ?

Oder gibt es eine bessere Möglichkeit für ein virtuelles System (will es ausschließlich zum Surfen nutzen) als diese Browser-Appliance ?

Könnte man nicht besser ein virtuelles Windows einrichten ? Aber wie?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

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Beitragvon MSueper » 12.02.2006, 18:16

Leg Dir doch ein Windows 98 oder ein weiteres XP als VM zu. Installier dort den SmartSurfen und alles was Du für die Einwahl brauchst. Continuum hat auf seiner Seite ein Tool zum Erstellen von virt. Platten und vmx-Files => http://www.sanbarrow.com/

DANACH: stelle die Festplatte der VM auf "independend" und "non persistent" unter advanced bei den Einstellungen zur Harddisk der VM. Die VM kann danach nicht mehr (dauerhaft) geändert werden. Du mußt sie wieder auf persistent stellen, um irgendwelche Updates, etc. zu installieren.

Alternativ kannste auch versuchen, den Verbindungsaufbau der Ubuntu VM zu überlassen. Wie das geht, hängt von Deinem INet-Zugang ab:
DSL per Router?
DSL per Modem
ISDN, analog
Ubuntu kann das eigentlich alles.

Generell: wenn Du in der VM Viren, Würmer, Trojaner und Spyware testen willst, unterbinde jeden Netzkontakt zwischen VM und Host. Z.B. indem die VM keinen Netzadapter bekommt oder auf dem Host TCP/IP auf der NIC deaktiviert wird.

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Beitragvon sandra » 13.02.2006, 09:58

Hallo,

Danke für Deine Antwort.
Nur leider bin ich nicht besonders vertraut mit dieser Materie.
Vielleicht könntest Du mir folgendes ohne Fachchinesisch erklären :-) ?

Ich gehe mit Modem ins Netz.

Wie unterbinde ich den Netzkontakt zwischen VM und Host ?
Wo stelle ich denn den Netzadapter für die VM ab ?
Auf dem Host also dem WinXP brauche ich doch das TCP/IP um mich erstmal ins Netz einwählen zu können, oder nicht ?
Wenn nicht, was ist die NIC auf der ich TCP/IP deaktivieren soll?

Gibt es irendwo ein Tutorial mit dem auch "Dummies" verstehen wie ein virtuelles WinXP erstellt wird ?
Oder kann man so eine vmx-datei irgendwo bekommen ?

Danke nochmals für die Hilfe.

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Beitragvon MSueper » 13.02.2006, 19:56

Hallo Sandra,
welchen Weg willst Du beschreiten?

Lösung a)
Ubuntu weiternutzen

Lösung b)
Windows VM aufsetzen

Mal abgesehen von den Kosten für eine 2. Windows Lizenz ist (a) auch ohne großes Gefummel möglich.

Im folgenden versuche ich mal die Lösung (a) zu skizzieren:
-1- Wie ist das Modem am PC angeschlossen?
-1.1- am seriellen Port => Du must der VM einen seriellen Port geben, trag folgendes in die VMX-Datei ZUSÄTZLICH ein:

Code: Alles auswählen

serial0.present = "TRUE"
serial0.fileName = "COM1"
Wenn Dein Modem an COM2 hängt, dann natürlich COM2 usw.
-1.2- am USB Port => das ist gut,
VMX auf folgende Zeile prüfen:

Code: Alles auswählen

usb.present = "TRUE"

wenn da was anderes steht, z.B. "FALSE" umsetzen, sonst die Zeile ergänzen
-1.3- am Netzadapter => VMX prüfen auf folgende Zeilen:

Code: Alles auswählen

ethernet0.present = "TRUE"

im Player oben rechts das Kartensymbol klicken und dort auf bridged stellen.

Im Falle von 1.2 Modem abziehen, VM starten und wenn die VM gebootet ist und Du in Ubuntu eingeloggt bist, steck das Modem wieder dran. Die Ubuntu VM sollte nun neue HW finden.

-2- Verbindung in der VM aufbauen
Im Menü-Pkt Anwendungen=>Internet=>Einwahl gibt es kinternet (zumindest bei mir, ich habe aber Ubuntu normal installiert, da kann es schon Abweichungen geben) und kppp. Mit kppp kann man alles konfigurieren, wie man's braucht.
Du musst unter Windows nachgucken, welche Telefonnr., welcher User, usw. und das dann bei Ubuntu eingeben.

Da ich mit AOL online gehe ist bei mir alles etwas anders. Ab hier kann ich nur noch allgemeine Vorschläge machen, sorry...

Schau auch mal auf den Seiten Deines Provides nach, wie das mit Linux geht.

-3- Absichern
Wenn 1.1 oder 1.2 zum tragen kommen, ist eh nicht mehr viel möglich. Linux ist viel sicherer als Windows und Viren sind OS spezifisch. Aber dennoch kannst dann

Code: Alles auswählen

ethernet0.present = "FALSE"

in die VMX eintragen und gut ist.
Bei 1.3 KANN man unter den NIC-Eigenschaften auf dem Host alles ausser bridged Protokoll weg nehmen. Desktop im Explorer aufmachen, rechtsklick auf Netzwerkumgebung=>Eigenschaften, dort die LAN-Verbindung markieren, rechtsklick=>Eigenschaften, alls Haken entfernen ausser den bei "Vmware bridge Protocol". [ Dieser Schritt ist nicht wirklich nötig, da die VM per DHCP eine IP zugewiesen bekommt, die wird wohl von der des Hosts auf an der 3. Zahl abweichen. ] Merk Dir welche, Du musst die Haken ggf. später wieder setzen.

Grüße, Martin

PS: hoffe Du kommst damit zurecht :D

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Beitragvon sandra » 13.02.2006, 21:16

Hallo Martin,

Danke für Deine wirklich detaillierte Erklärung.

Ich gehe mit einem Laptop mit eingebautem Modem ins Netz.
Habe mir den Inhalt der vmx angesehen, gibt es bei einem eingebauten Modem Unterschiede zu Deiner Erklärung ?

Fast lieber wäre mir Lösung b) ein zweites WinXP, aber das ist wohl noch komplizierter oder ?

Grüße
Sandra

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Beitragvon MSueper » 14.02.2006, 21:47

sandra hat geschrieben:Ich gehe mit einem Laptop mit eingebautem Modem ins Netz.
Habe mir den Inhalt der vmx angesehen, gibt es bei einem eingebauten Modem Unterschiede zu Deiner Erklärung ?

"dat wees ek nech", wäre aber nicht auszuschließen... guck mal ins Setup des Modems bei Windows, wenn das irgendwie als COM-Port gemapped ist geht 1.1, sonst ist wahrscheinlich Essig, da vmware nur ganz wenig HW durchschleifen kann. Die typischen Winmodems gehören nicht dazu.

sandra hat geschrieben:Fast lieber wäre mir Lösung b) ein zweites WinXP, aber das ist wohl noch komplizierter oder ?

Wenn Du einen 80MB Download nicht scheust... Lad Dir doch einfach die Workstation als Teststellung, installier das Teil. Den Player löscht es dabei. Dann legste eine VM für XP an und konfigurierst es nach Deinen Wünschen. Wenn die 30 Tage um sind, packste den Player wieder aus, kannst aber mit der VM weiterarbeiten. Das Problem mit dem Winmodem besteht aber auch hier. Ich fürchte da geht nicht wirklich mehr. :cry:


Wahrscheinlich lohnt das aber alles den Aufwand nicht:
Viren, etc. kommen aus der VM nicht so einfach raus (Linux => Windows).
Das an Deiner Firewall Meldungen aufpoppen ist klar, da Windows ja die Verbindung aufgemacht hat und hinter dem Modem das Internet beginnt.
Da ja schon alles soweit funktioniert, würde ich mich auf aktuelle Patchstände und einen Virenscanner auf dem Host zurückziehen. Notfalls noch clamav auf dem Linux Gerät.
Achte halt nur darauf, das keine LW-Freigaben auf der INET-Verbindung möglich sind. Probier einfach mal den Port-Scanner auf www.winboard.org, der ist schnell und zuverlässig.
Grüße, Martin


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