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Gast nimmt die ganze Leistung am Host auf der SSD weg

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung des VMware Player.

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Gast nimmt die ganze Leistung am Host auf der SSD weg

Beitragvon Herbert_Leitner » 08.04.2014, 23:54

Hallo!

Für die Migration von einem SBS2008 auf einen SBS2011 habe ich den alten SBS2008 virtualisiert.

Der Host ist großzügig dimensioniert, mit Core 2 Quad, 32 GB RAM, Samsung 840 SSDs.

Der Gast läuft prima und wir nur in den paar Tagen für die Migration gebraucht.
Mir ist aber aufgefallen dass die Partition wo die VHD vom Gast lieg, sobald der Gast gestartet ist derart langsam ist dass man da nicht mal mehr den Fokus im Explorer draufstellen kann. Der graut aus, auch ein "Dir" dauert 30 Sekunden bis die ersten Dateien angezeigt werden.

Die anderen Partitionen auf der gleichen SSD haben das Problem auch nicht.

Wie gesagt, Gast und Host laufen ansonsten prima. Ich habe schon die SSD getauscht gegen eine schnellere und die Kabel. Hat nichts gebracht.

Woran kann das liegen?
Fahre ich den Gast runter habe ich auf der Partition wieder ca. 250 MByte/s.

Im Gast ist die Leistung gut und von dem Problem nichts zu merken. Die Prozessorlast ist Host und Gast sind nur wenige Prozent.

Danke!
Herbert

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Beitragvon Dayworker » 09.04.2014, 22:28

Das der Host großzügig dimensioniert ist, reicht leider nicht aus. Der Gast sollte schon über im VMware-Sinne brauchbare VM-Einstellungen verfügen. Ausgehend von der VMware-Maxime: "Nur soviel (vRAM, vCPU, vDISK) wie nötig und nicht wie möglich", erreichst du mit einer Dualcore-VM und höchstens 2GB vRAM die bestmögliche Ausführungsgeschwindigkeit innerhalb der VM. Selbst diese 2GB vRAM sind eigentlich schon zuviel, da VMware davon nur noch einen Bruchteil im pRAM vorhält (400-500MB) und den Rest als "auslagerungsfähig" kennzeichnet. Dieser Fähigkeit kommt das Host-OS gern nach und lagert den Gast-RAM in den virtuellen Arbeitsspeicher des Hosts sprich Auslagerungsdatei oder Swap-Partition aus. Die übliche Speichergrösse sind 4KB-Pages und genau in dieser Grösse fordert VMware vom Host-OS auch ausgelagerten Gast-RAM an.

In Voreinstellung legt VMware auch bei jedem Start eine VMEM-Datei in der Grösse des zugewiesenen vRAMs an. Falls deine VM mit 16GB vRAM ausgestattet wurde, wird bei jedem VM-Start eine VMEM-Datei dieser Grösse auf den Host-Datenträger weggeschrieben und das dauert auch mit einer SSD einige Zeit.

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Beitragvon Herbert_Leitner » 10.04.2014, 12:45

Hallo Dayworker!

Danke für Deine Rückmeldung!
Das sind ein paar interessante Überlegungen die mir neu waren.

Mich verwundert dass die Leistung im Gast extrem gut ist, der Gast läuft praktisch so wie zuvor auf der echten Hardware.

Nur die Leistung vom Host und nur auf der Partition wo die virtuelle HD liegt ist davon betroffen, diese Partition ist im Host praktisch nicht mehr erreichbar und alle Fenster die irgendwie darauf zugreifen frieren für zig Sekunden komplett ein.
Zu dem Zeitpunkt "steht" auch der Gast.

- Der Leistungseinbruch ist der alt massiv dass mit der Partition so gut wie garnichts mehr gemacht werden kann, nicht mal mehr eine Auflistung der Dateien im Root.
- Andere Partition auf der gleichen SSD funktionieren normal, deshalb kann das kein Auslagerungsvorgang sein. Zudem müsste der irgendwann weitgehend abgeschlossen sein.
- Ich habe alle Systeme mit VMWare Player und VMware Workstation virtualisiert, von NT bis Server 2012 R2 und alle Home Server und SBS. Bei keinem davon ist mir ein nennenswerter Leistungseinbruch am Host aufgefallen wenn die VM läuft. Entsprechend dimensionierter Gast und Host vorausgesetzt. SSD sind für Virtualisierung ein Segen!

Ich bin sicher dass ich hier ein Problem habe.

Dank Dir!
Herbert

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Beitragvon continuum » 10.04.2014, 14:57

Scant dein Virenscanner vielleicht vmdks oder vmes ?

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Beitragvon Dayworker » 10.04.2014, 15:42

Jep. Besser nimmt man sämtliche Gast-Ordner von der Überprüfung durch seinen Virenknecht bzw Sec-Suite aus.
Allerdings wundert mich, daß die Performanceeinbruch nur auf dem Host spürbar ist. Mich würde daher interessieren:
  • in welchem VMDK-Format die vDISK angelegt wurde
  • ob Snapshots bestehen
  • welches SSD-Produkt

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Beitragvon Herbert_Leitner » 11.04.2014, 17:37

continuum hat geschrieben:Scant dein Virenscanner vielleicht vmdks oder vmes ?


Hallo!

Kein Virenscanner weder im Gast noch im Host!
Für die Migration würde das nur stören.

Gruß!
Herbert

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Beitragvon Herbert_Leitner » 11.04.2014, 17:39

Dayworker hat geschrieben:Jep. Besser nimmt man sämtliche Gast-Ordner von der Überprüfung durch seinen Virenknecht bzw Sec-Suite aus.
Allerdings wundert mich, daß die Performanceeinbruch nur auf dem Host spürbar ist. Mich würde daher interessieren:
  • in welchem VMDK-Format die vDISK angelegt wurde
  • ob Snapshots bestehen
  • welches SSD-Produkt


Hallo!

Während der Migration überhaupt kein Virenscanner, weder im Gast noch am Host.
Samsung 830 und 840 (840er ist schneller beim Schreiben, später EVO).
Keine Snapshots, ich denke die kann der Player sowieso nicht und wird für die Migration nicht benötigt.

Die VMDKs wurden mit VMWare Player 5.0.2 erstellt.
Wie kriege ich das Format raus?
Die VMDKs sind mit dynamischer Größe. Das ist zwar etwas langsamer, die SSD gleicht aber vieles wieder aus!

Danke!
Herbert

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Beitragvon Dayworker » 13.04.2014, 16:52

Der VMware-Player kann auch Snapshots, allerdings nicht mit allen Möglichkeiten einer VMware-Workstation.
Als VMDK-Format gibt es bei VMwares Desktopprodukten eigentlich nur Sparse/Thin und Preallocated/Flat/Thick sowie beide aufgeteilt in 2GB-Häppchen. Dynamische Grösse bedeutet hiermit also Sparse/Thin. Also VMDK hast du dann entweder eine einzige grosse Datei oder mehrere Dateien nach dem Muster "-s001" bis "-sXXX" und mit Snapshot würde noch ein "-00000* dazukommen.

In Abhängigkeit der Aktualität deines Gast-OS stellt sich auch die Frage, ob das Gast-OS das Alignment vorgenommen hat oder ob die Gast-Partition ungeschickterweise auf Sektor 63 anfängt. Wie man das Feststellen und auch wieder korrigieren kann, habe ich im Thread HowTo - Nachträgliches Alignment auf Sektor 2048 beschrieben.


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