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Fedora 19 in VMware Player 5.02 - Grafik sehr langsam !

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung des VMware Player.

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Fedora 19 in VMware Player 5.02 - Grafik sehr langsam !

Beitragvon astroidus » 17.07.2013, 16:07

Hallo Forum,

auf einem HP dc7600 (2*1.8 GHz Genuine Intel CPU 2160, onboard Intel Grafik Gallium 0.4, 8GB, schneller Harddisk, Win7 64Bit) habe ich Fedora 19 in einer VMware-Player-VM (2 CPUs, 4GB RAM, mit 3D-Beschleunigung) installiert und eigentlich funktioniert bislang alles fehlerfrei. Nur die Grafik ist extrem langsam !

Momentan läuft alles mit den Open-VM-Tools, die F19 bereits mitbringt. Eine Installation der Original VMware-Tools für Linux hatte ich mal versucht zu installieren, um zu testen, ob es damit besser wird. Die Installation bedarf aber einiger Anpassungen im Fedora (gcc nachinstallieren, Pfade zu den Kernel-Headers setzten, sonst weiss ich noch nicht...) erforderlich.

Bevor ich das angehe, würde ich aber gerne wissen, ob das zum Erfolg führen könnte oder ob es an etwas Anderem liegen kann.

Weiss da jemand was ?

Grüße
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Beitragvon Dayworker » 17.07.2013, 17:06

Du hast einen Dualcore-Host und gibst der VM genau diese zwei Kerne deiner Pentium-CPU der Core2-Generation. Da bleibt zum einen für den Host keine Rechenzeit übrig und zum anderen wird nur DirectX3D unter Windows unterstützt.
Selbst deine Einstellung mit 4GB vRAM ist nutzlos, da VMware je nach WS-/Player-Version ab einer bestimmten vRAM-Grösse den Großteil des vRAMs als auslagerungsfähig kennzeichnet und von deinen 4 GB Gast-RAM somit noch ~500MB im Host-RAM verbleiben. Der Rest wird in den virtuellen Arbeitsspeicher des Hosts sprich dessen Datenträger ausgelagert.
Deine Einstellungen sind für Geschwindigkeit also wenig günstig, da in der Virtualisierung immer noch gilt: "Nur soviel wie nötig (RAM, CPU, Platte) und nicht wie möglich." Begrenze daher dein Gast-RAM auf 1GB und fang mit vCPU=1 an.

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Beitragvon astroidus » 17.07.2013, 17:45

Danke Dayworker !

Habe es jetzt mit 512 und 1024 RAM und einer CPU versucht. Es hat sich nichts geändert. Die Grafik läuft nach wie vor in SlowMotion. Andere VMs mit Ubuntu 12.04, Win7, WinXP, Win98 laufen nur wenig langsamer als der Host. Es muss wohl etwas mit F19 zu tun haben. Deshalb wollte ich ja mal versuchen, ob es an den Open-VM-Tools von F19 liegt... :roll:

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Beitragvon Dayworker » 17.07.2013, 18:20

Die Open-VM-Tools dürften neuer sein, da diese im Zuge der Kernel-EW weiterentwickelt werden.

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Beitragvon astroidus » 17.07.2013, 18:50

Dann brauche ich mir die Mühe mit den VM-Tools wohl garnicht erst machen. Aber wo um Himmels Willen ist da der Flaschenhals ? Muss wohl an F19 liegen, die anderen BSe laufen ja gut. Gerne würde ich einiges mit F19 machen, weil es einen verdammt guten Eindruck macht und ich einiges nicht mehr so gerne unter Win8 machen möchte. :?

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Beitragvon Dayworker » 17.07.2013, 20:03

Schau dir mal die Lib-Versionen von Mesa3D und vor allem X.org an. Falls F19 inzwischen Wayland oder einen anderen X.org-Nachfolger nutzt, könnte es auch daran liegen...

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Beitragvon astroidus » 17.07.2013, 20:54

Leider weiss ich nicht, woran ich erkenne, dass bei mir schon eine Wayland-Variante von X11 läuft.

Was ich finden konnte ist, dass X.11 Version 7.7 läuft. Der Server hat V1.14. Es gibt auch eine Mesa libwayland-egl library (V9.2) ! Ansonsten, was 3D angeht, finde ich nur Mesa libGL RuntimeLibs u. DRI drivers (V9.2). Der Kernel ist 3.9.9.

Vielleicht kann man daran ja schon was ablesen. Vielleicht könnte man ja etwas "downdaten". Downgraden geht wohl nicht... :roll:

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Beitragvon Dayworker » 17.07.2013, 21:24

Fedora ist das Versuchs-OS für RH. Die Fedora-EWler integrieren angeblich eher neue Programmversionen als vorhandene Bugs zu beseitigen. Da der Lebenszyklus mit 13 Monaten bei einem neuen Release alle 6 Monate auch recht kurz ist, wirst du mit propitärer SW hier immer an Probleme stossen. Wenn du darauf trotzdem virtualisieren willst, wird dir bloß eine durch die Kernel-EWler gepflegte VT-Lösung wie KVM oder vielleicht noch VirtualBox weiterhelfen können.



[add]
Ich hab mir grad mal deine CPU Intel Pentium Processor, E2160, 1M L2-Cache, 1.80GHz, FSB800 genauer angesehen. Die Sockel775-CPU hat kein VT bzw VT-x in HW sondern ist nur 64bit-fähig, 64bittige Gäste kannst du damit zumindest unter VMware vergessen und der lahme FSB800 begrenzt ebenfalls den RAM-Durchsatz. Deine Performanceprobleme könnten also auch einfach an der veralteten 65nm Core2-Technologie und am lahmen FSB liegen. Wenn du darauf Win7-64bit als in deinen Augen performant betreiben kannst, würde ich nicht wechseln.
Es sei dir aber soviel gesagt, daß die neueren Intel-CPUs mit in die CPU integrierten RAM-Controller um ein Vielfaches schneller und vor allem im Leerlauf auch um einiges sparsamer sind...

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Beitragvon astroidus » 17.07.2013, 22:08

Dayworker, Du gibst Dir ja echt Mühe !

Also, die Sache ist so: Eigentlich arbeite ich unter Win8 auf meinem ASUS X54- Notebook mit B950-Prozessor. Das Ding ist vollgepackt mit Software (Mehrere Entwicklungsumgebungen für Java, Android und C#, 3D-Programme wie Blender etc,, div. 2D Grafikprogramme, Publishing-Software und noch einiges mehr). Es ist die Basis für meine Arbeit, Kommunikation und Infotainment. Alles läuft nach dem Update von Win7 nach Win8 sehr schnell und ohne die vorherigen üblen Wartezeiten (eine vorher geplante SSD konnte ich mir sparen).

Für meine Elektronik (z.B. Oszilloskop unter Win98) und meine Audio- und Musik-Aktivitäten benutze ich den älteren HP-Rechner. Dort läuft Win7 64 Bit und weil da nicht sonderlich viel installiert ist, geht das auch alles recht flott. In einem VMwareplayer kann ich diverse andere Betriebssysteme in 32Bit laufen lassen (habe noch keine 64Bit Betriebssysteme installieren können..., geht das überhaupt ?), weil man manchmal auch ältere Systeme braucht, um z.B. irgedeine ältere Soft- oder Hardware nutzen zu können. Die Windoofse laufen alle aureichend schnell. Auch ein Ubuntu 12.04 mit Unity-Desktop läuft ganz gut. Nur jetzt mit dem F19 mit Gnome gibt es leider nur SlowMotion.

Grüße
Astroidus

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Beitragvon Dayworker » 17.07.2013, 22:33

Ausgehend von Intel Pentium Processor B950 (Sandy Bridge Generation), 2M L2-Cache, 2.10GHz kannst du mit beiden CPUs mangels VT bzw VT-x keine 64bittigen Gäste, aber zumindest ein 64bittiges Host-OS ausführen.

Ältere HW weiternutzen geht nur in Form von USB- oder am Serial- bzw Parallelport angeschlossenen Geräten und mit Win8 kommt anscheinend noch eine entscheidende Einschränkung hinzu. Es lassen sich wohl nur noch solche Geräte über VMware durchreichen, für die das Host-OS auch Treiber mitbringt. Win8 als Host-OS scheint mangels Treiber unsichtbare oder nicht ansprechbare Geräte aus Sicherheitsgründen komplett abzuschalten. Die bisher gängige Praxis mit allen VMware-Desktopprodukten für ein Gerät erstmal keine Treiber zu installieren, sondern dieses nur im Gast zu machen, wäre damit am Ende.

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Beitragvon astroidus » 17.07.2013, 22:51

Oh, da bin ich offenbar nicht klar rübergekommen. Meine VMs laufen unter Win7 auf meinem älteren HP. Auf meinem B950-Notebook mit Win8 kann ich wegen fehlender Schnittstellen sowieso keine ältere Hardware anschliessen.

Aber für mein F19-Problem in Verbindung mit VMwareplayer gibt es wohl erst mal keine Lösung.

Werde also weitersuchen nach einem Linux mit moderner Oberfläche (Gnome 3.8 z.B.), gutem Support und gut funktionierendem Paketmanager. Ubuntu ist es jedenfalls wohl eher nicht. Mal sehen...

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Beitragvon Dayworker » 17.07.2013, 23:35

Wenn es nicht unbedingt "gnome" sein muß, würde ich mir mal Lubuntu ansehen. Ubuntu mit LXDE als GUI und neben guten Support gibts auch einen funktionierenden Paketmanager. Das ist jedenfalls meine Erfahrung nach mehrjähriger Lubuntu-Nutzung mit den propitären nVidia-Treibern über DKMS für meine GTS450 ebenfalls auf einem 65nm Core2Duo.

Ansonsten bleiben dir neben Debian auch noch Mint, das teilweise auf dem Ubuntu-Repository aufsetzt, sowie neben RHEL die auf den RHEL-Sourcen beruhenden freien Distros wie CentOS, Scientific Linux und Oracle Linux und zu guter letzt noch das eigenständige OpenSUSE zur Auswahl. Um dort nur mal ein paar und ohne Wertung der Reihenfolge zu nennen.
Falls es wesentlich professioneller werden soll, kannst du das halt mit diversen, im Kern auf Solaris beruhenden Unix-Kindern probieren.

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Beitragvon astroidus » 18.07.2013, 00:12

Naja, das muss ich ja zugeben, ich bin von Windows ein wenig verwöhnt, was die Optik und Haptik angeht, deshalb Gnome.

Unity hatte mir auf Dauer nicht gefallen. KDE, LXDE u.s.w. hatte ich alle auch schon ausprobiert, das war es irgendwie aber alles nicht. Und der Kommandozeilen-Linuxer bin ich auch nicht gerne, weil ich es für überholt halte, weil heutige Oberflächen und Systeme einfach dafür zu komplex geworden sind. Ausserdem möchte ich gerne mit dem und nicht an dem System arbeiten !

Debian, OpenSuse, Mint, Oracle-Linux o.ä. hatte ich auch schon probiert. Jetzt werde ich mir wohl mal CentOS, Scientific Linux (hatte ich noch nichts drüber gelesen...) anschauen.

Danke für Deine Tips. Irgend ein Linux werd ich wohl für mein Vorhaben finden... ;)


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