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Win 8 VM auf SSD

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung des VMware Player.

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Win 8 VM auf SSD

Beitragvon edmund6 » 17.04.2013, 15:27

Hallo,

ich habe vor, mir eine SSD anzuschaffen (Größe ca. 250 GB).
Auf diese soll natürlich mein Windows 7-Host drauf und dann dachte ich mir, dass die SSD ja auch bei meinem Windows 8 einen Geschwindigkeitszuwachs bringen muss/sollte.
Ich weiß nur noch nicht, ob das der SSD auch gut tut, in Bezug auf Schreibzugriffe.

Weiß jemand von euch wie es mit dem TRIM-Befehl in VMs aussieht, wenn die VM in einem Festplattenimage gespeichert ist?

Ich bin auch am Überlegen, ob ein physikalischer Plattenzugriff eine Lösung darstellt.
Das Problem dabei ist nur, dass VMware Player die Partitionen auf GPT-Festplatten nicht so gut erkennt (zeigt 1 statt 4 Partitionen an).

Weiß hierzu jemand eine Lösung oder kann mir einen Weg empfehlen?

Danke im Vorraus

Gruß
edmund6

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Beitragvon Dayworker » 17.04.2013, 18:10

Eine VM hat entweder einen IDE-, SCSI- oder SAS-Controller. Dein Gast hat somit keinerlei Zugriff auf den Host-Datenträger und somit sieht sie auch keine SSD. Es ist daher Aufgabe des Host-OS dem Sorge zu tragen und den Trim-Befehl auszulösen, andernfalls muß die SSD über eine gescheite GC verfügen.

Bezüglich deines phys.Diskzugriff wird das Partitionserkennungsproblem wohl eher daran liegen, daß das die einzigste von vier vorhandenen Partition ist, die in Windows nicht eingebunden ist. Die anderen 3 Partitionen, es könnten auch Platten, Luns, Volumes etc sein, hat der Player intelligenter Weise sogar gesperrt, da diese unter der Kontrolle des Host-OS stehen. In Desktop-Versionen von Windows ist der gleichzeitige Zugriff mit vollen Rechten auf die selben Laufwerke nicht vorgesehen. Wenn du also den phys.Plattenzugriff nutzen willst, dürfen die gewünschten Partitionen, Platten, Luns, Volumes nicht in das laufende OS eingebunden sein.

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Beitragvon edmund6 » 18.04.2013, 14:57

Hallo Dayworker,

die virtuellen SCSI-Controller ermöglichen mir wirklich keinen Zugriff auf die SSD, womit diese Möglichkeit schon einmal ausgeschlossen wäre.

Bezüglich des physikalischen Plattenzugriff werden aber nicht nur die Partition angezeigt, die nicht eingebunden sind, sondern unabhängig von der Anzahl der Partitionen immer nur eine.

In meinem Fall sind auf meiner jetztigen Festplatte 4 Partitionen drauf. Gesamtkapazität aller Partitionen sind 931 GB.
VMware Player zeigt mir in der Partitionsliste dieser Festplatte eine Partition 0 an, die angeblich eine Kapazität von 931 GB habe.

Ich weiß auch nicht, ob es an meiner Platte oder an VMware liegt.

Kennt jemand vielleicht ähnliche Fälle oder bin ich mit dem Problem alleine?

Gruß
edmund6

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Beitragvon JustMe » 18.04.2013, 15:45

Das duerfte daran liegen, dass Workstation/Player keine physischen GPT-Platten unterstuetzen...

Die eine 931GB-Partition ist vmtl. die Information aus dem Protection-MBR, den jede GPT-Platte hat, um unbedarfte Partitionierer von ihrem schaendlichen Werke abzuhalten. :D

Ansonsten sperrt der Player keine einzige Partition (von MBR-Disks), egal ob die nun ein System enthalten oder nicht, und ob man sich damit den Ast, auf dem man sitzt, gerade absaegt. Im Dialog steht halt schon gleich drin: For advanced users.

Alles in allem bleibt der urspruengliche Vorschlag von Dayworker gueltig: Vergiss' den physischen Plattenzugriff fuer die Win8-VM, und lass' sich Deinen Win7-Host um das Trim kuemmern.

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Beitragvon edmund6 » 19.04.2013, 14:06

Gut ihr habt mich überzeugt. Ich werde wohl den TRIM-Befehl dem Win7-Host überlassen.

Dieser wird ja automatisch ausgelöst (bei Windows 7).
Da ja der Windows 8 im Prinzip nur ein einer Datei gespeichert ist, sollte das TRIMen ohne weiteres automatisch erfolgen, oder muss ich da noch eine Einstellung etc verändern?

Gruß
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Beitragvon ~thc » 19.04.2013, 17:23

Dein Gast-OS behandelt die Festplattendatei auf der SSD wie eine ganz normale Festplatte - und du solltest den ganzen Nicht-SSD-Kram wie Defragmentierung und so im Gast abschalten.

Wenn du irgendwann die Festplattendatei löscht oder verkleinerst, sollte sich Windows 7 ums TRIMmen kümmern.

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Beitragvon Dayworker » 19.04.2013, 18:22

Wenn man sich eine gescheite SSD mit funktionierender, weil die Performance auf den Auslieferungszustand zurückbringender GC kaufen würde, spielt es überhaupt keine Rolle mehr, ob das OS nun TRIM unterstützt oder nicht...

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Beitragvon edmund6 » 20.04.2013, 09:36

Dass der TRIM-Befehl beim Löschen des Images ausgelöst wird habe ich mir schon gedacht. Die Frage ist nur, ob dieser auch ausgelöst wird wenn im Win8 beispielsweise eine Desktop-Verknüpfung gelöscht wird.

Es wird vermutlich eine Samsung 840 Pro mit 256 GB werden.

Gruß
edmund6

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Beitragvon Dayworker » 20.04.2013, 13:47

Woher soll den der Host wissen, daß im Gast eine Datei gelöscht wurde?
Sowohl Host als auch Gast haben keinen direkten Zugriff auf das Dateisystem des jeweils anderen und indirekt über den phys.Diskzugriff kümmert sich dann ausschließlich der Gast um Trim oder auch nicht.

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Beitragvon McStarfighter » 20.04.2013, 16:22

Um auf der Host-SSD den Platz freizubekommen, muß man die VMDK erstmal shrinken. Dadurch wird deren Größe wieder optimiert und der Host sieht auch wieder Sektoren zum TRIMmen ... ;)

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Beitragvon Dayworker » 20.04.2013, 20:05

Wenn Preallocated bzw Thick VMDKs zum Einsatz kommen, kannst du nichts shrinken und selbst wenn diese VMDK komplett leer sein würde, erscheint sie im Host-OS als ganz normale Datei in der Grösse der VMDK.

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Beitragvon edmund6 » 21.04.2013, 10:19

Also die VMDK wird nicht Preallocated werden.
Wenn ich das Image ab und zu mal shrinke, wird die SSD das wohl aushalten.

Danke für die Antworten.

Gruß
edmund6


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