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NAT ohne natting?

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung des VMware Player.

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NAT ohne natting?

Beitragvon Pilot_001 » 20.06.2012, 15:31

Hallo,

bin normalerweise eher Linux(l)er und kenne mich auch recht gut mit NAT & Co. aus (arbeite fast täglich damit). Jetzt hab ich aber ein Problem mit VMPlayer unter Windows....

Konfig:
Host: Windows 7 Pro
VM: (im Prinzip egal, aber in diesem Fall) openSUSE 12.1 x86_64
VMPlayer: aktuellstes Release (mom. 4.0.4)

Erläuterung:
VM ist über vmnet8 (NAT) angeschlossen (was anderes wie bridging geht hier nicht, muss daher so sein). Einstellungen für vmnet8 sind mit vmnetcfg überprüft und scheinen korrekt. Der vmnat Service läuft. Die IP-Adressen (VM + Host vmnet8) sind statisch vergeben und korrekt (Host: 192.168.158.1, VM: 192.168.158.2).

Problem:
Die VM erreicht den Host u. u., bekommt aber von anderen Servern keine Antwort. Was an sich ja heißen müsste, dass die grundlegende Konfiguration stimmt.
Sobald ich dann im Win7 die "Internet-Mitbenutzung" (oder wie immer das auch richtig heißt) für das Netz vmnet8 einschalte funktioniert plötzlich alles. Da dies aber nichts weiter ist, als ein weiteres "Tool" für natting, muss ich davon ausgehen, dass das VMware NAT nicht korrekt funktioniert.

Frage(n): :?:
Sehe ich das richtig oder habe ich etwas übersehen? Und wenn ich richtig lag, hat jemand eine Idee, warum bei mir NAT nicht "natted"?

Schon mal Danke im Voraus!

Gruß
Pilot_001

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Beitragvon continuum » 20.06.2012, 15:35

Sobald ich dann im Win7 die "Internet-Mitbenutzung" (oder wie immer das auch richtig heißt) für das Netz vmnet8 einschalte funktioniert plötzlich alles.


Huch ??? - das sollte absolut nicht noetig sein.

Stell das mal wieder ab und starte den gast neu.
Gib dann als root ein

ifconfig /all

und nslookup www.google.de

poste die Ergebnisse.
Kannst du in der VM nicht im Internet browsen ?

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Beitragvon Pilot_001 » 20.06.2012, 16:42

Danke für die schnelle Antwort.

continuum hat geschrieben:Stell das mal wieder ab und starte den gast neu.


Das hab ich schon etliche male versucht. Ist immer das gleiche...


continuum hat geschrieben:Gib dann als root ein
ifconfig /all


Jetzt mischt Du aber Linux mit Windows... ;)

Code: Alles auswählen

# ifconfig -a
eth0      Link encap:Ethernet  Hardware Adresse 00:0C:29:81:CD:68 
          inet Adresse:192.168.158.2  Bcast:192.168.158.255  Maske:255.255.255.0
          UP BROADCAST RUNNING MULTICAST  MTU:1500  Metric:1
          RX packets:17036 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
          TX packets:13811 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
          collisions:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
          RX bytes:11573936 (11.0 Mb)  TX bytes:2044430 (1.9 Mb)

lo        Link encap:Lokale Schleife 
          inet Adresse:127.0.0.1  Maske:255.0.0.0
          UP LOOPBACK RUNNING  MTU:16436  Metric:1
          RX packets:85 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
          TX packets:85 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
          collisions:0 Sendewarteschlangenlänge:0
          RX bytes:17283 (16.8 Kb)  TX bytes:17283 (16.8 Kb)


continuum hat geschrieben:und nslookup www.google.de


Da kommt nix, bis zum Timeout, weil DNS schon nicht auflösen kann (die Server liegen ja im anderen Netz).

Code: Alles auswählen

# nslookup www.google.de                                   
;; connection timed out; no servers could be reached



continuum hat geschrieben:Kannst du in der VM nicht im Internet browsen ?


Nur wenn ich das andere Ding an mache... ansonsten erreiche ich wie gesagt nur den Host.

Hab inzwischen VMPlayer komplett de- und wieder neu installiert. Hat auch keine Änderung gebracht.

Hinweis: Wenn Du Infos von dort brauchst, gern, aber um uns Zeit zu sparen (und wirklich nur darum, soll nicht überheblich klingen): Ich brauch keine Hilfe auf der Linux-Seite (hoffe doch da genug Ahnung von zu haben: LPIC-Level 3, ca. 16 Jahre Erfahrung auch beruflich, ...). Das Problem muss irgendwo auf der Host- bzw. Windows-Seite liegen, was sich schon darin zeigt, dass es mit dem eingeschalteten Dingsbums da geht.

Gruß
Pilot_001

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Beitragvon continuum » 20.06.2012, 18:27

Die IP-Adressen (VM + Host vmnet8) sind statisch vergeben und korrekt (Host: 192.168.158.1, VM: 192.168.158.2).

wieso hat die Linux VM die IP inet Adresse:192.168.158.2

die Addresse MUSS der Host haben !

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Beitragvon Dayworker » 20.06.2012, 19:32

NAT kann wie Host-only nur funktionieren, wenn sich deren Adressbereiche vom Host unterscheiden.
Wenn der Host im IP-Bereich 192.168.158.X mit Netzwerkmaske 255.255.255.0 liegt, muß der für NAT/Host-only genutzte Bereich ausserhalb, also entweder bis 192.168.157.X oder ab 192.168.159.X, liegen.
Wenn Host und Gast bei dir auf 192.168.158.X mit der Netzmaske 255.255.255.0 liegen, weiß weder die WS noch irgendeine andere Virtualisierungslösung, wohin geroutet werden muß.

Das es mit der Internet-Mitbenutzung/Freigabe dann funktioniert, hängt mit dem dann genutzten IP-Bereich, meist 169.X.Y.Z und/oder einer IPv6-Adresse, zusammen. Dann hast du wieder den für NAT sprich Inet-Freigabe nötigen zweiten Adressbereich und das Routing funktioniert wieder.

Falls dein NAT/Hostonly-Gast nachher auch von außerhalb des Hosts erreichbar sein soll, muß du dessen IP-Adresse oder gleich dessen IP-Bereich im Router mit dem Gateway deines WS-Hosts, sprich 192.168.158.1, als "Feste Route" eintragen.

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Beitragvon Pilot_001 » 20.06.2012, 20:12

continuum hat geschrieben:Die IP-Adressen (VM + Host vmnet8) sind statisch vergeben und korrekt (Host: 192.168.158.1, VM: 192.168.158.2).

wieso hat die Linux VM die IP inet Adresse:192.168.158.2

die Addresse MUSS der Host haben !


???
Innerhalb des "internen" (virtuellen) vmnet8 Netzwerks hat die VM die ".2" und der Host die ".1" Und die müssen im gleichen Netz sein. Warum sollte der Host die ".2" haben müssen?

Der Host hat nach "außen" eine 10.160.x.y Adresse.

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Beitragvon Pilot_001 » 20.06.2012, 20:17

Dayworker hat geschrieben:NAT kann wie Host-only nur funktionieren, wenn sich deren Adressbereiche vom Host unterscheiden.
[...]


Bitte nochmal genau lesen... Ich schrieb, daß die vmnet8 IP (also innerhalb des virtuellen vmnet8 Netzwerks) des Host 192.168.158.1 sei... die IP des Hosts "nach außen" ist ganz anders (10.160.x.y). Wenn Host und VM im vmnet8 nicht im gleichen Subnet wären könnten die sich ja gar nicht sehen.

NAT auf Linux ist bei mir Tagesgeschäft und mach ich blind (auch komplexere Setups). Nur hier mit dem vmnat will das irgendwie nicht (natten).

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Beitragvon continuum » 20.06.2012, 20:28

Warum sollte der Host die ".2" haben müssen?


ganz einfach - weil der NAT-service grundsaetzlich auf x.y.z.2 lauscht.
Das kannst du nicht umstellen - das ist hardgecodet - deine Einstellunge von Hand sind also schlichtweg falsch.

Nimm x.z.y.3 oder sowas
x.z.y.1 und x.z.y.2 sind fuer den Host

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Beitragvon Pilot_001 » 20.06.2012, 20:43

continuum hat geschrieben:
Warum sollte der Host die ".2" haben müssen?


ganz einfach - weil der NAT-service grundsaetzlich auf x.y.z.2 lauscht.
Das kannst du nicht umstellen - das ist hardgecodet - deine Einstellunge von Hand sind also schlichtweg falsch.

Nimm x.z.y.3 oder sowas
x.z.y.1 und x.z.y.2 sind fuer den Host


Autsch!
Das muß man natürlich wissen... Hatte mich davon blenden lassen, daß ich im vmnetcfg die NAT-GW-IP einstellen kann (oder könnte) und die natürlich auch auf 158.1 gesetzt. Wenn die .2 hardcoded ist, kann ich natürlich lange herum probieren!

Gibt es einen bekannten Grund, warum der Host dann über .1 direkt und über .2 für das NAT erreichbar sein soll? An sich würde doch eine IP genügen... (ich versuch nur das ganze zu verstehen).

Aber erstmal: Gaaaanz vielen lieben Dank! :D

- Pilot_001

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Beitragvon continuum » 20.06.2012, 20:45

Sehe ich auch so - normalerweise sollte eine IP reichen.

VMware macht das schon immer so - seit den allerersten Workstationversionen und ich habe noch nie eine Erklaerung dafuer gesehen.

Also im Grunde sind beide IPs hardgecodet. Man sollte daher in vmnetcfg.exe einfach das Netz eingeben a la x.y.z und den Rest automatisch einrichten lassen

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Beitragvon Pilot_001 » 20.06.2012, 21:02

continuum hat geschrieben:Sehe ich auch so - normalerweise sollte eine IP reichen.

VMware macht das schon immer so - seit den allerersten Workstationversionen und ich habe noch nie eine Erklaerung dafuer gesehen.

Also im Grunde sind beide IPs hardgecodet. Man sollte daher in vmnetcfg.exe einfach das Netz eingeben a la x.y.z und den Rest automatisch einrichten lassen


Werde ich tun... und wieder einmal hat sich die Wahrheit der EDV gezeigt: EDV = Ende der Vernunft! <g>

Funktioniert jetzt einwandfrei.
Nochmals Danke!


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