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vCenter 6.0U2 Migration vSphere-Client erkennt vCenter-Instanz nicht

Virtualisierungsmanagement, Servermanagement.

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vCenter 6.0U2 Migration vSphere-Client erkennt vCenter-Instanz nicht

Beitragvon HFMAdmin » 11.04.2017, 13:04

Wir sind neu in der vSphere-Landschaft und haben uns offensichtlich ein Anfänger-Problem eingefangen. Folgendes Szenario:

Auf einem Fujitsu-Server haben wir zwei virtuelle Maschinen installiert: 1 Fileserver (48 GB Speicher, 6 TB Festplatte), 1 Datenbank-Server (12 TB Speicher, 1 TB Festplatte). Wir haben eine Lizenz vSphere Essential Kit (ohne vMotion). Auf diesem Server läuft ESXi 6.0 U2. Auf den virtuellen Maschinen läuft jeweils ein Windows-Server 2012 R2.

Auf dem Datenbank-Server haben wir vCenter unter einem SQL-Server installiert.

Als wir gemerkt haben, dass dies nicht nur ein Problem ist, sondern auch einige Vorgänge technisch unmöglich sind, haben wir einen externen Hardware-Server (WS 2012 R2) für das vCenter aufgebaut.

Aktuell denken wir, dass wir die alte vCenter-Lizenz technisch nicht entfernen können, da wir dazu die virtuelle Maschine in den Wartungsmodus versetzen müssten, was ja nicht geht, weil wir dazu die Maschine mit dem vCenter herunterfahren müssten. Das neue vCenter lässt sich lizenzieren und läuft für sich gesehen auch wunderbar. Über unseren vSphere-Client (6.0 U2) können wir uns über das Single-Sign-On bei vCenter anmelden, nur der Client erkennt die vCenter-Lizenz nicht und zeigt uns quasi einen leeren Bildschirm ohne Möglichkeiten auf ESXi und unsere virtuellen Maschinen zuzugreifen.

Beim ersten Aufruf meldete der Client, ob er sich bei dem neuen vCenter anmelden soll und gab eine Warnung aus, dass möglicherweise nicht alle Funktionen zur Verfügung stehen würden. Jetzt stehen gar keine Funktionen zur Verfügung.

Was können wir tun?

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Re: vCenter 6.0U2 Migration vSphere-Client erkennt vCenter-Instanz nicht

Beitragvon JustMe » 11.04.2017, 13:40

HFMAdmin hat geschrieben:Was können wir tun?

Jemanden damit beauftragen, der sich mit sowas auskennt ;-)

Aber im Ernst:
- Bei EINEM Server stellt sich zuerst die Frage: "Wozu ueberhaupt ein vCenter Server?"
- Einen "Wartungsmodus fuer VMs" gibt es nicht.
- Die vCenter Server Software auf der Windows-VM laesst sich wie jede andere Software auch "einfach" (mehr oder weniger...) deinstallieren.
- Die Lizenz eines vCenter Servers laesst sich ebenfalls "entfernen": Dazu auf "Evaluierung" zurueckstellen. (Braucht man aber nicht, wenn die Software eh entfernt wird.)

Ueber einige weitere Details des OT koennte ich jetzt noch Mutmassungen aeussern, aber das geht besser, wenn die obigen Punkte geklaert sind, und ein paar mehr Hinweise zur Konfiguration der beiden vorhandenen vCenter-Installationen gegeben werden.

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Re: vCenter 6.0U2 Migration vSphere-Client erkennt vCenter-Instanz nicht

Beitragvon HFMAdmin » 11.04.2017, 14:34

Danke für die rasche Antwort. Wir benötigen vCenter, weil wir insgesamt 3 Server damit verwalten werden. Ein ESXi-Server läuft mit einem Debian-Guest, der andere mit zweimal mit WS 2012 R2. Ein dritter, der aktuell noch physisch läuft, wird virtualisiert, sobald alles inklusive vCenter stabil läuft.

Aktuell haben wir einen externen Steuer-Server mit vCenter installiert. Wichtig ist für uns vor allem der Update-Manager, über den wir die VMWare-Bausteine (z.B. VMWare-Tools) jeweils automatisiert aktuell halten.

Die Beschreibungen, die wir im Internet zum Entfernen der vCenter-Lizenz gefunden haben, zielen alle darauf ab, den ESXi-Host in den Wartungsmodus zu versetzen, d.h. die Gast-System herunterzufahren.

Wenn es genügt, das "alte" vCenter zu deinstallieren, dann ist unsere Frage beantwortet.

Vermutlich müssen wir lokale vSphere-Clients deinstallieren und neu installieren, damit die Kommunikation mit dem vCenter wieder klappt. Der Plan ist, dass wir die Administration über lokale vSphere-Clients vornehmen.

Wir hätten ja wahnsinnig gerne einen Spezialisten geholt, der uns auf die Sprünge hilft. Aber als kleines Institut, das sich aus öffentlichen Geldern finanziert, sind unsere Spielräume leider begrenzt.

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Re: vCenter 6.0U2 Migration vSphere-Client erkennt vCenter-Instanz nicht

Beitragvon JustMe » 11.04.2017, 15:46

Nun, einerseits befuerworte ich ja, dass Ihr mit oeffentlichen Geldern behutsam umgehen wollt.
Wobei... momentan zahle ich ja fast keine (Einkommen- u.a.-)Steuern... :D

Was ich noch nicht so ganz verstehe ist dieses:
- "Lokale vSphere Clients" sind die Windows-basierten C#-Anwendungen. Die wissen aber nix von Single-Sign-On, welches nur mit dem Web-Client, der im Browser ausgefuehrt wird, spielt. Aber der Web-Client wiederum wird nirgends "lokal" installiert. (PS: Dieser Windows-Client ist sowieso alt/verbraucht/unzureichend/etc/pp.)
- Weder der "alte" Client noch der Web Client muessen neu installiert werden, wenn sich das vCenter (bei identischer Produktversion) aendert. Die "wissen" ueberhaupt nix davon, was sie denn bedienen sollen, und haben auch keine konfigurierte "Verbindung" zu einem bestimmten vCenter oder Host. Das ergibt sich erst mit der Anmeldung.
- Hosts muessen mit einem vCenter "verbunden" werden, damit sie von diesem gemanagt werden koennen, und sie koennen auch zu einer Zeit nur EINEM einzelnen Herren dienen.

Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, nach was Ihr gesucht habt, damit "das Internet" zum Entfernen einer vCenter-Lizenz mit einem Host-Wartungs-Modus antwortet...

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Re: vCenter 6.0U2 Migration vSphere-Client erkennt vCenter-Instanz nicht

Beitragvon irix » 11.04.2017, 17:55

Nur dazu... auch mit nur einem Host kann ein vCenter Sinn machen da dort Dinge wie Alarmierung, Templates. Statistiken usw. moeglich sind. Der ein oder andere hat da evtl. Gebrauch fuer ;)

Es war oben von SQL Server die Rede und da kommt der Verdacht auf das vCenter fuer Windows installiert wurde. Um es Kurz zu machen ist dies eine Sackgasse bzw. wenn ihr gerade neustartet dann nimmt die vCenter Server Appliance (VCSA) und gut ist. In der VCSA 6.5 ist nun auch der VMware Update Manager enthalten und muss nicht mehr separat auf einer Windows VM bzw. zusammen mit dem Windows vCenter installiert werden.

Der einzige kleine Haken bei der VCSA ist das du kein vMotion hast und somit der VUM niemals den Host patchen kann auf dem die VCSA gerade laeuft. Aber du kannst die anderen 2 Hosts sowie alle VMs patchen. Den einen Host mit der VCSA dann halt von der CMD was am Ende des Tages auch nur immer ein 1-2 Zeiler ist.

Ich hab den Text nun 2x gelesen aber so ganz komme ich noch nicht mit was eigentlich gerade unternommen wird bzw. wo das Problem ist.

Hinweis:
- Es kann sich JEDER am WebClient anmelden welcher einen Account in einer der Identitaetsquellen hat. Im Falle von Windows AD als Quelle ist das jeder AD User. Er sieht dann halt ein leeres Inventory... dieses Verhalten wurde erst mit vSphere 6.5 unterbunden. ser bzw. Gruppen muessen erst noch die Rechte auf der Ebene des vCenters gegeben werden und dann wird etwas sichbar
- Windows vCenter 5.5/6.0 kann auf 6.5 VCSA migriert werden
- Windows vCenter 5.5 kann mittels 6.0X'm' auf 6.0 gebracht werden

Gruss
Joerg

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Re: vCenter 6.0U2 Migration vSphere-Client erkennt vCenter-Instanz nicht

Beitragvon HFMAdmin » 12.04.2017, 14:27

Vielen Dank für die Antworten. Wir haben jetzt unsere Hauptprobleme gelöst und alles läuft so, dass wir es handhaben können. Da wir neu auf dem Gebiet sind, können wir die langfristigen Konsequenzen unserer Installationen noch nicht wirklich abschätzen. Das Schöne an einer virtuellen Umgebung ist, dass wir Komponenten wie vCenter jederzeit bei laufendem Betrieb austauschen können.

Eine Frage hätten wir noch: Wir haben ESXi 6.0 im Einsatz, da wir nicht sicher waren, ob es sich bei Version 6.5 um eine stabile Version handelt. Ist diese für einen Produktionsbetrieb geeignet? Und ist der kostenfreie Upgrade im Lizenzumfang von Version 6.0 enthalten?

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Re: vCenter 6.0U2 Migration vSphere-Client erkennt vCenter-Instanz nicht

Beitragvon JustMe » 12.04.2017, 14:38

Ob sich die 6.5 fuer die eigene Produktivumgebung eignet, muss man dann doch eher selbst entscheiden...

VMware hat diese Version jedenfalls offiziell freigegeben (ganz sicher nach intensiven Tests, auch mit den OEMs), und ist insofern davon ueberzeugt, dass die Stabilitaet fuer den Produktivbetrieb ausreichen sollte. Ebenso hat FTS diese Version fuer etliche PRIMERGY-Servermodelle bereits freigegeben.

Ein Update/Upgrade ist bei laufender "Subscription" auf jede in diesem (aktiven) Status erscheinende neue Version enthalten, also z.B. auch auf eine moegliche Version 7. Ausser natuerlich, VMware entscheidet sich irgendwann mal um, und handelt nicht mehr so wie bisher immer.

Auf jeden Fall ist derzeit eine Aktualisierung auf 6.5 (ist ja eigentlich nur eine "Minor"-Versionsaenderung) immer moeglich. Die Lizenzschluessel sind bisher innerhalb solcher Minor-Versions auch immer weiterhin gueltig geblieben.


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