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Virtueller PC mit Gigabit-Anbindung: Geht das irgendwie ?

Hilfe bei Problemen mit der Installation und Benutzung der VMware Workstation.

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Virtueller PC mit Gigabit-Anbindung: Geht das irgendwie ?

Beitragvon vmsu » 04.11.2004, 18:55

Hi all.

VMWare hat standartmässig 10/100 Mbit Karten virtuell zur verfügung,
die sich an echten NICs "bridgen" (VMware bridge protokoll).

Was, wenn ich eine reelle 1000 Mbit Karte habe und ich mit dem vollen Gigabit Daten hin- und herziehen möchte zwischen reellen PCs und einem virtuellem PC ?

Bringt es was wenn ich unter einem virtuellem WinXP mehrere virtuelle Adapter hinzufüge, diese auf ein und denselben reelen Adapter (Gigabit ethernet) bridge und dann noch im virtuellem WinXP ein sog. Netzwerkbrücke erstelle zwecks bündelung der einzelnen virt. 100Mbit NICs ?
Unter linux muss man eine bridge simulieren (ab 2.4.x Kernel) was dasselbe ist wie eine Windows-Netzwerkbrücke.

Ich habs nicht ausprobiert weil man das schlecht testen kann (wegen dem sowieso geringen datendurchsatz der virtuellen festplatten).

Ich würde das gerne machen um z.bsp VNC oder sonstige remote tools superflüssig fahren zu können.
Ein reeller Host greift auf das virtuelle Linux eines anderen reelen Hosts zu.
So ists gemeint.
(Ich habe in meinen ZweitPC fast nur virtuelle PCs am laufen, und einen anderen PC der mein ArbeitsPC ist.
Ich möchte mit vollen 1000Gbit auf die virtuellen PC per VNC oder XDMCP von meinem ArbeitsPC aus zugreifen.)

Ist das denkbar ?
Hab mal rumgestochert im Forum aber nix gefunden was mir ins auge fiehl.

Grüsse,
vmsu.

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Beitragvon looping » 04.11.2004, 20:41

naja - die vmware pcnet 32 karten sind ja auch schon keine echten 100mbit karten - 10mbit werden von vmware als mindestleistung angegeben - falls man die vmlance-modelle nimmt können es wohl auch mehr werden. das ist dann wohl allerdings stark prozessorabhängig und ich glaube kaum das man viel mehr als 20 oder 30 mbit aus virtueller hardware rausquetschen kann - völlig unerheblich ob die real-karten gigabit karten sind oder nicht. relativ hohe leistung kann man unter umständen aus einer externen usb-karte locken - die datentransfairleistung von usb kommt so ungefähr mit 100mbit hin (ich weiß, es stimmt nicht genau) und es gibt externe usb-karten die von vmware klaglos angenommen werden. ich hab hier eine billige mit rtl 8150-chip (~12€), die leistet unter vmware im schnitt 55 - 60 mbit (bei nicht oder nur wenig fragmentierten großen dateien) - minimike hatte sich wohl mal eine bessere (und deutlich teurere) gekauft und meinte die hätte noch deutlich mehr druck. allerdings laufen wohl nicht alle usb-nics ... .

mit gigabit-netz wird das wohl nichts. wie das mit load-balancing und mehreren virtuellen karten aussieht weiß ich nicht - sowas hab ich noch nie probiert. für reinen vnc-transport sollte eine günstige usb-lösung aber locker ausreichen, wobei immer folgendes zu beachten ist: die prozesshierarchie des hosts hat immer vorrang vor der prozesshierarchie des gastes - du wirst also auch dabei "gleichlaufschwankungen" haben (zumal die verwaltung von usb-hardware unter vmware aufgrunddessen, dass das mehr emulation als virtualisierung ist immer eine erhöhte prozessorleistung erfordert).

mfg

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Beitragvon continuum » 04.11.2004, 21:00

Wenn der Host gigabit Karten hat ist auf jeden Fall vmxnet statt amd pcnet32 angesagt - das laeuft aber AFAIK nur auf Windowsgaesten.
Dann ist aber auch eine deutliche Leistungs-steigerung zu erwarten.

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Beitragvon looping » 04.11.2004, 21:21

wieviel schätzt du?

mfg

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Beitragvon continuum » 04.11.2004, 21:30

30-50% vielleicht - kann ich aber auf meiner Uralt Hardware nicht sinnvoll testen - ich habe nur einen billigen Realtek Gigabit chip und bei mir ist eh immer der Prozessor der begrenzende Faktor.
1266MHz P3 und 900MHz AMD

Bei IntelPRO 1000 oder aehnlichen auf neuen CPUs wird man das aber wohl in der Groessenordnung merken.

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Beitragvon vmsu » 05.11.2004, 02:06

sehr gut.
PC1 hat intel 1000 pro onboard (asus p4c800-e deluxe)
PC2 hat d-link dge-530T 1000mbit).

beide NICs unterstützen den fullduplex modus und sind über ein cat5e crossover kabel direkt verbunden.
(d.h. dezidierte 2Gbit datenübertragung 8) , cool wa ? )

dazu haben beide PCs noch je eine billig Realtek NIC 100Mbit an meinem 100 Mbit Switch fürs restliche Heimnetz und Intenetanbindung.

d.h konkret wenn das stimmt was du sagst dann *MUSS* ich auf jeden fall im guest OS VMware Tools druff haben um das vmnet statt vmlance zu aktivieren.

hmm... gleich mal ausprobieren.

klingt logisch.

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Beitragvon continuum » 05.11.2004, 16:10

Hi
vmware-tools brauchst du nicht unbedingt - der vmxnet Treiber reicht auch.

Falls es sich irgendwie ergibt waere ein Geschwindigkeits-test mit deiner Hardware ganz interessant - am besten ein und der selbe Gast einmal mit pcnet32 und einmal mit vmxnet.
Wuerde mich echt mal interessieren wieviel das wirklich ausmacht.

Ulli

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Beitragvon vmsu » 05.11.2004, 19:29

continuum hat geschrieben:Hi
vmware-tools brauchst du nicht unbedingt - der vmxnet Treiber reicht auch.

Falls es sich irgendwie ergibt waere ein Geschwindigkeits-test mit deiner Hardware ganz interessant - am besten ein und der selbe Gast einmal mit pcnet32 und einmal mit vmxnet.
Wuerde mich echt mal interessieren wieviel das wirklich ausmacht.

Ulli


eine frage diesbezüglich...

also ich habe die erfahrung gemacht, dass man sich nicht immer den besseren vmxnet auswählen kann.
beispiel:
bei meinem virtuellem IPCop14RC4 geht *GARNIX* wenn ich von vmlance auf vmxnet schalte.

da habe ich daraus gefolgt es geht nur bei guests die vmware tools druff haben.
(obs stimmt weiss ich net...)

oder weisst du da was gegenteiliges und mein IPCop stellt nur die ausnahme da ?

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Beitragvon vmsu » 05.11.2004, 19:32

Also ich werde auf jeden Fall meine erfahrungen und ergebniss hier posten wenns soweit ist.

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Beitragvon continuum » 05.11.2004, 22:38

Hi
so weit ich weiss, gibt es fuer Linux oder BSD Gaeste noch gar keine Treiber fuer die VMXnet Karten.
Um von pcnet32 auf vmxnet umzustellen muss man bei einem Windowshost
die vmx editieren.
Ethernet0.virtualDev = "vlance"
muss geaendert werden in
Ethernet0.virtualDev = "vmxnet"

Damit bei der Aktion keine Netzwerk-Phantom-Nics entstehen, die Karte erst auf DHCP stellen - neustarten - und dann deinstallieren - neustarten ohne Nics - neustarten mit VMXnet Karte.

Alternativ kann man auch so vorgehen:
PCnet 32 drin lassen, runterfahren, VMXnet zusaetzlich einbauen, neustarten, Treiber installieren, neustarten, PCnet32 deinstallieren.

Wenn man einfach nur runterfaehrt und die VMX -datei aendert, faengt man sich mit grosser Sicherheit ein Phantom-Nic ein.
Wie man diese Phantome wieder los wird steht hier im Forum: nach Netzwerkkarten Laichen Phantom Nics suchen

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Beitragvon mirko » 05.12.2004, 15:17

Hallo,

ich bin von meinem Beitrag hier her verwiesen worden und habe glaube ich fast meine Antwort gefunden, doch leider nicht den entsprechenden Eintrag!
Bei einem Freund sah dies so aus das er dies noch einstellen konnte in den eigenschaften der NIC nur warum bei mir nicht?

Bild

gruss Mirko

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Beitragvon AgentSmith » 09.12.2004, 10:36

Dein Freund verwendet GSX-Server?!

Noch als Hinweis:
Erwartet Euch nicht zuviel von 1GB in VMs unter Wrkst. und GSX. Die Netzkartenemulation ist sehr CPU-Lastig.

Mit NETIO getestet kommt ca. 50-70% der Hostleistung in der VM an, je nach CPU. Bei Dauertransfer steht die CPU im Host oft auf Anschlag.

Bei 100MBit-Hostkarten ist dagegen auf modernen Rechnern kaum Verlust zu bemerken.

Sven Ahnert

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